Was Ana Carrasco kann, will Marc Marquez auch können

Von Kay Hettich
Supersport-WM 300
Ana Carrasco mit dem Siegerpokal von Misano

Ana Carrasco mit dem Siegerpokal von Misano

Im vergangenen Jahr haben Ana Carrasco und Marc Marquez einen ähnlichen Leidensweg hinter sich bringen müssen. Während die Spanierin mit ihrer Kawasaki in Misano siegte, sucht der MotoGP-Star noch seine Form.

Motorradrennfahrer kennen sich mit schweren Verletzungen aus. Brüche aller Gliedmaßen gehören zum Berufsrisiko und wenn es die Wirbelsäule betrifft, kann die Karriere auch im Rollstuhl enden oder schlimmer.

Dieser Tatsache sind sich auch Ana Carrasco und Marc Marquez bewusst. Im Abstand von wenigen Monaten mussten die beiden Spanier eine schwere Verletzung und eine lange Genesungszeit überstehen.

Als sich der sechsfache MotoGP-Weltmeister im Juli 2020 in Jerez den Oberarm brach, ahnte er noch nicht, wie lange sich diese Verletzung hinziehen wird. Die 300er-Weltmeisterin von 2018 brach sich bei einem Trainingssturz in Estoril im September 2018 mehrere Rückenwirbel und kämpfte ebenfalls mehrere Monate um ihre Genesung.

Der Unterschied: Carrasco hat ihre Verletzung überstanden und stand beim Meeting in Misano als Siegerin auf dem obersten Podest. Marquez kam über Platz 7 beim Porugal-GP nicht hinaus und stürzte mehrfach in anderen Rennen.

Natürlich hat der Repsol Honda-Star den Triumph von Carrasco genau verfolgt. «Ich habe mich total für Ana gefreut», versicherte Marquez. «Ich kenne sogar einige Leute in ihrem Team – sie hatten mir die erste Chance gegeben, ein Motorrad zu fahren. Ihr Sieg nach einer so schwierigen Verletzung, gibt einem Antrieb für weitere Taten.»

«Ich wusste schon vorher, dass sie auf einem guten Weg, das hatte mir ihr Manager erzählt», berichtete der Spanier weiter. «Sie trainierte hart und Ihre Vorbereitung im Winter verlief sehr gut. Diesen Sieg, nach ihrer schweren Verletzung, hatte sie sich verdient. Wenn sie so weitermacht, wird sie am Ende der Saison ganz oben sein.»

«Was sie geschafft hat, würde ich natürlich auch gerne schaffen – die Ausgangssituation ist aber eine andere. Bevor die Saison zu Ende ist, will ich dasselbe schaffen wie sie. Ich muss das aber langsamer angehen. Im Moment ist es noch so, dass sobald ich wirklich schnell bin, ich stürze. Das zeigt mir, dass ich körperlich noch nicht so weit bin. Wenn ich meinen Rhythmus fahre, ist alles prima. Wenn ich im Rennen etwas mehr will, mache ich Fehler, was auch normal ist.»


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