Paul Jordan: Der nächste TT-Sieger aus Nordirland

Dean Harrison, Paul Jordan, Sponsor Peter Duke und Jamie Coward (vlnr.)
Als Trainingsschnellster der Historic Junior Classic TT wurden Michael Evans die besten Chancen auf den Sieg eingeräumt, nicht zuletzt auch deshalb, weil der Lokalmatador den über 60 Kilometer langen Snaefell Mountain Course, den er wie seine Westentasche kennt, um fast 20 Sekunden schneller als der Zweitplatzierte Paul Jordan umrundet hatte.
Tatsächlich übernahm der Manxman im Rennen, das wegen angekündigter Regenschauer auf eine Runde verkürzt wurde, das Kommando. Bei Glen Helen, der ersten Zwischenzeit nach dem Start, hatte er sich um über sieben Sekunden vom ersten Verfolger abgesetzt. Aber bei Ballaugh Bridge platzen seine Hoffnungen auf den Sieg – er musste aufgeben.
Damit ging die Führung kampflos an Jordan, der seinen Vorsprung kontinuierlich ausbauen konnte. Weder der mehrfache TT-Sieger Dean Harrison, noch Jamie Coward oder die beiden Manxmen Dan Sayle und Joe Yeardsley hatten dem Nordiren etwas entgegenzusetzen. Spätestens im Abschnitt Bungalow war klar, dass nur noch ein Defekt Jordan am Sieg hindern kann.
Über seinen komfortablen Vorsprung bestens informiert, ließ sich Jordan den Sieg nicht mehr nehmen. Er führt damit die eindrucksvolle Erfolgsgeschichte der Straßenrennfahrer aus Nordirland, die von Michael und Joey Dunlop angeführt wird, fort. Der zweite Platz ging an Harrison, der Coward auf den letzten Kilometern klar auf Distanz halten konnte.
Während John McGuinness, der im Rennen der Historic Senior Classic TT mit einem Plattfuß aufgeben musste, dieses Mal keine Rolle spielte, konnte sich Maurizio Bottalico – der in San Marino lebende Italiener ist auch in Österreich durch seine Erfolge bei den Bergrennen in Landshaag und Julbach bestens bekannt – mit einem feinen neunten Rang ausgezeichnet in Szene setzen.
Ergebnis Historic Junior Classic TT, Isle of Man, 29. August
1. Paul Jordan (GB). 2. Dean Harrison (GB). 3. Jamie Coward (GB). 4. Dan Sayle (GBM). 5. Joe Yeardley (GBM). 6. Adam McLean (GB). 7. Davey Todd (GB). 8. Harley Rushton (GB). 9. Maurizio Bottalico (I). 10. Alan Oversby (GB), alle Honda CB350. Ferner: 13. John McGuinness (GB), Honda CB350.