Rekordweltmeister Sebastien Ogier gewinnt die Portugal-Rallye und holte damit seinen siebten Sieg beim Rallye-Klassiker. Toyota setzt seine makellose Siegeserie fort.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Von Beifahrer Vincent Landais angeleitet, beendete Ogier den viertägige Schotter-Klassiker mit einem Vorsprung von 8,7 Sekunden auf den Hyundai-Piloten Ott Tänak. Kalle Rovanperä (Toyota) fuhr mit weiteren 3,5 Sekunden Rückstand auf Platz drei.
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Der 63. WM-Sieg von Ogier schien lange Zeit alles andere als wahrscheinlich, als am späten Samstag die Möglichkeit sich überraschend auftat.. Der Franzose, der während der Rallye lange Zeit hinter dem souverän in Führung liegenden Tänak lag, konnte die Spitze übernehmen, als der Este auf der Amarante 2-Prüfung einen Defekt der Servolenkung an seinem Hyundai erlitt. Das Problem warf Tänak auf den dritten Platz zurück. Sein Malheur verschaffte Ogier vor dem Sonntag einen Vorsprung von 27,6 Sekunden auf Rovanperä. Trotz beherzter Fahrten der beiden Verfolger am Finaltag - Tänak holte die maximale Punktzahl für den Super Sunday und wurde auf der vorletzten Prüfung Zweiter - konnte keiner von ihnen den achtfachen Weltmeister verdrängen.
Die Dominanz von Toyota in der diesjährigen Rallye-WM ist somit ungebrochen. Ogier, Rovanperä und WM-Spitzenreiter Elfyn Evans haben die Siege für den japanischen Hersteller herausgefahren.
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"Ich kann stolz darauf sein, wie ich es geschafft habe, nach all den Jahren weiterhin so konkurrenzfähig zu bleiben", freute sich Ogier nach dem Zieleinlauf. "Danke an das Team - es war einfach klasse diese Woche die Rallye fahren zu dürfen. Ott ist mit sehr großem Herz am Limit gefahren, dann wohl auch ein bisschen darüber hinaus. Auf unserer Seite ist das Rennmanagement definitiv ein Angelegenheit, die wir gut beherrschen. Ich bin sehr zufrieden. Sieben Mal hier in Portugal gewinnen ist nicht so schlecht".
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Durch den Podiumsplatz von Rovanperä verringerte sich der Vorsprung von Evans in der Meisterschaftszwischenwertung bei neun verbleibenden Rennen auf jetzt 30 Punkte. Ogier, der nur ein Teilzeitprogramm fährt, liegt nun auf Platz drei der Gesamtwertung, während Tänak auf Position notiert ist.
Titelverteidiger Thierry Neuville wurde Vierter, 26,3 Sekunden hinter seinem Teamkollegen Tänak. Der Belgier kämpfte mit einem "„losen Heck" und rutschte in der Meisterschaftswertung auf Platz fünf ab. Takamoto Katsuta erlebte eine frustrierende Rallye, die durch einen Dreher auf der vorletzten Wertungsprüfung ihren negativen Höhepunkt erreichte. Der Japaner, der am Freitag noch auf Platz zwei gelegen hatte, landete am Ende mehr als eine Minute hinter Neuville auf dem fünften Platz.
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Den sechsten Gesamtrang rettete Evans, indem er am Sonntag Sami Pajari überholte. Er kam mit 7,3 Sekunden Vorsprung vor dem jungen Finnen ins Ziel. Seine„"Straßenkehrarbeiten" als Frühstarter am Freitag hatten ihn eingebremst. Der Ire Josh McErlean von M-Sport Ford beeindruckte mit einer seiner bisher konstantesten Leistungen und wurde Achter. Er lag damit vor seinem Teamkollegen Grégoire Munster. WRC2-Sieger Oliver Solberg (Toyota) komplettierte die Top Ten und verwies Rossel (Citroen) und Greensmith (Skoda) auf die weiteren Plätze in zweiten Kategorie. . Die Meisterschaft wird mit der Rallye Sardinien (Italiien) fortgesetzt, die vom 5. bis 8. Juni in Olbia ausgetragen wird. Erneut werden heißes Wetter und harte Schotterpisten auf die Fahrer warten.
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Endergebnis Rallye Portugal nach 24 Wertungsprüfungen 1. Ogier/Landais (Frankreich) Toyota + 3:48.25,9 h 2. Tänak/Järveoja (Estland) Hyundai +8,7 s 3. Rovanperä/Halttunen (Finnland) Toyota +12,2 4. Neuville/Wydaeghe (Belgien) Hyundai +38,5 5. Katsuta/Johnston (Japan) Toyota +1.41,9 m 6. Evans/Martin (Großbritannien) Toyota +2.31,9 7. Pajari/Salminen (Finnland) Toyota +2.28,3 7. Evans/Martin (Großbritannien) Toyota +2.15,9 8. McErlean/Treacy (Irland) Ford + 5.12,3 9. Munster/Louka (Luxemburg) Ford + 5.57,5 10. Solberg/Edmondson (Schweden) Toyota + 9.15,1
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