Saisonrückblick: Mick Schumachers Opa Rolf zu Gast

Von Vanessa Georgoulas
ADAC Formel 4

Von Oschersleben nach Hockenheim: Um die Winterpause zu verkürzen, gibt es für alle Formel-4-Fans einen Saisonrückblick der besonderen Art. Das sind die besten Fahrerlagergeschichten des Jahres 2015.

Sportlich sorgte die neue Formel 4 in ihrer Debütsaison 2015 in Deutschland für positive Schlagzeilen und beste Unterhaltung. Auch abseits der Rennstrecke erlebten die jungen Talente spannende Geschichten.

Vom Treffen mit dem FIA-Präsidenten Jean Todt bis hin zum Besuch bei dem ehemaligen Formel-1- und DTM-Piloten Ralf Schumacher: Das sind die besten Fahrerlagergeschichten aus der Highspeed-Schule des ADAC.

Besonderer Fan

Während zehntausende Fans beim Saisonauftakt in Oschersleben das erste Rennen von Mick Schumacher in der Formel 4 beobachteten, sass ein besonderer Gast in der ADAC-Hospitality. Rolf Schumacher, der Vater von Formel-1-Rekordchampion Michael Schumacher, war angereist, um das Debüt seines Enkels im Formelsport zu verfolgen.

Jean Todt zu Besuch

Etwas mehr Zeit liess sich der Präsident des Automobilweltverbandes FIA: Am dritten Rennwochenende der Formel 4 reiste Jean Todt nach Belgien, um sich ein Bild von der neuen Formel-Nachwuchsserie des ADAC zu verschaffen. «Mit der Formel 4 wollten wir einen Zwischenschritt vom Kartsport bis in die Formel 3 erreichen. Für junge Fahrer ist das eine fantastische Möglichkeit, um den Einstieg in den Formelsport zu finden», lobte Todt während seines Aufenthalts am Circuit de Spa-Francorchamps. Die Fahrer hatten im Rahmen eines Fototermins mit Blick auf die legendäre Kurve Eau Rouge die Gelegenheit, den FIA-Präsidenten persönlich zu treffen. Am Samstag und Sonntag besuchte Todt die Startaufstellung und verfolgte die Rennen live vor Ort.

Formel-1-Stardesigner schaut zu

Ein weiterer prominenter Besucher fand an diesem Wochenende den Weg zum Circuit de Spa-Francorchamps: Red-Bull-Racing-Designer Adrian Newey, der in der Formel 1 unter anderem die Renner baute, mit denen Sebastian Vettel seine WM-Titel holte. Der Brite war in privater Mission unterwegs. Sein Sohn Harrison Newey startete 2015 für Van Amersfoort Racing in der Formel 4. In der Box des Teams verfolgte Newey die Rennen und freute sich im zweiten Lauf mit Platz 5 über das beste Saisonergebnis seines Sohnes.

Zimmermann trifft Schumacher

Zur Einstimmung auf das ADAC GT Masters und die Formel 4 auf dem Nürburgring lud der ADAC zu einem Media-Event in Ralf Schumachers Restaurant nach Bergheim ein. Neuhauser-Racing-Pilot Tim Zimmermann repräsentierte die Formel 4 und stand den Journalisten Rede und Antwort. Ralf Schumacher, Schirmherr des ADAC Kart Masters und seit diesem Jahr auch Stiftungsrat der ADAC Stiftung Sport, berichtete über sein Engagement in der Nachwuchsförderung. Am Samstag kam Schumacher an den Nürburgring und schaute sich die Rennen der Formel 4 vor Ort an. Den ersten Lauf kommentierte der frühere Formel-1- und DTM-Pilot gemeinsam mit Patrick Simon live für TV-Partner Sport1.

Prominente Podestfeier

Die Fans und Nachwuchstalente bekamen Ralf Schumacher nur kurze Zeit später erneut zu Gesicht, als er nach dem zweiten Rennen auf dem Nürburgring die Pokale an die Sieger überreichte. Damit war er nicht das einzig bekannte Gesicht auf dem Nürburgring-Siegerpodest. Nach Lauf 1 nahm der ehemalige DTM-Champion Bruno Spengler zusammen mit ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk die Siegerehrung vor. Prominent ging es in der Formel 4 schon zuvor in Spa-Francorchamps zu. Der fünffache DTM-Meister Bernd Schneider hatte nach seinem Renneinsatz im ADAC GT Masters die Pokale an die Sieger des zweiten Laufes übergeben.

Grosse TV-Reportage

Millionen TV-Zuschauer erhielten einen tiefen Einblick in die Welt der Formel 4. Das renommierte «Spiegel TV Magazin» von RTL sendete am Sonntag, 7. Mai direkt nach der Formel-1-Übertragung aus Kanada eine Reportage über die 17-jährige Carrie Schreiner. Ein TV-Team begleitete die 17-Jährige an ihrem Debütwochenende am Red Bull Ring, während der Saisonvorbereitung sowie zu Hause. «Der Formelsport ist eine neue Welt für mich. Bereits jetzt von einem Kamera-Team begleitet zu werden, war eine super Erfahrung und macht mich auch stolz», sagte Schreiner. «Ich war etwas aufgeregt, als direkt nach der Formel 1 mein Bericht ausgestrahlt wurde."»

Scheider hoch zwei

Doppelter Einsatz für Timo Scheider beim gemeinsamen Rennwochenende der Formel 4 und der DTM in Oschersleben. Der zweimalige DTM-Champion fuhr die beiden Rennen der Tourenwagen-Serie und kümmerte sich zudem um sein eigenes Team in der Formel 4. «Mein Engagement in der DTM stand zwar im Vordergrund. Ich habe aber so gut wie möglich versucht, mich um die Jungs in meinem Formel 4-Team zu kümmern», sagte Scheider. «Es war schon ein aufregendes Wochenende.»

Auf Pole-Position mit KiKa

Junge Motorsport-Fans können sich zu Beginn des kommenden Jahres auf ein besonderes TV-Highlight freuen. Der Kinderkanal KiKa von ARD und ZDF strahlt ab dem 30. Januar 2016, 17:20 Uhr eine Dokumentation mit dem Namen «Pole Position» aus. In insgesamt zehn Folgen begleitet das TV-Team die Formel 4-Piloten Jannes Fittje, Michelle Halder sowie die ADAC Stiftung Sport-Förderpiloten Sophia Flörsch, Doureid Ghattas und Kart-Pilotin Patricija Stalidzane auf ihrem Weg im Motorsport. Auf Einladung von SWR und ADAC bekamen die Formel 4-Fahrer sowie zahlreiche Medienvertreter und Gäste in Oschersleben einen exklusiven 25-minütigen Vorgeschmack auf die Dokumentation.

Bayerisches TV-Trio

Luca Engstler, Benjamin Mazatis und Kevin Kratz waren am 3. Oktober vor einem grossen TV-Publikum zu sehen. Der TV-Sender BR (Bayerischer Rundfunk) zeigte in der bekannten Sportsendung «Blickpunkt Sport» eine Reportage über die drei Nachwuchstalente. Dabei erhielten die Zuschauer einen Einblick in das Leben des bayerischen Trios sowohl auf der Rennstrecke als auch zu Hause.

Vorhang auf

Faszinierte Blicke, interessierte Fragen und kompetente Ansprechpartner: Rund 200 Gäste von Certina, Abarth und Pirelli bekamen beim grossen Saisonfinale auf dem Hockenheimring die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen der Formel 4 zu werfen. Die Nachwuchspiloten stellten die Technik der Autos vor und berichteten den Gästen in Gesprächsrunden von ihrer Saison in der Highspeedschule des ADAC. Der Formel 4-Meister Marvin Dienst begleitete die Gäste während des Foto-Shootings mit dem HTP F4 Junior Team UNGAR.

Wasserschlacht im Fahrerlager

Bei Rekordtemperaturen um die 40 Grad Celsius fanden die Fahrer der Formel 4 die perfekte Lösung für die Hitzewelle am Lausitzring: Eine Wasserschlacht mitten im Fahrerlager. Am Samstagabend hatten die Nachwuchstalente, ausgestattet mit Wasserpistolen und Eimern, einen Riesenspass bei der spontanen Aktion, bei der kein Auge trocken blieb.

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