BMW S1000RR: Was Markus Reiterberger im Regen bremste

Von Ivo Schützbach
Markus Reiterberger ist Favorit für die Asia Road Racing Championship 2020. Beim Auftakt in Malaysia war er im Trockenen eine Klasse für sich – trotzdem liegt er in der Gesamtwertung auf Platz 2.

Der Start der Asia Road Racing Championship (ACCR) ging Anfang März auf dem Sepang International Circuit in Malaysia wie geplant über die Bühne. Wegen der weltweiten Verbreitung der Covid-19-Seuche wurden die Rennen im Bend Motorsport Park bei Adelaide in Australien im Mai auf einen noch nicht fixierten neuen Termin verschoben. Aktuell stehen Suzuka in Japan Ende Juni und Zhuhai in China Ende Juli als nächste Events im Kalender. Ob diese Termine eingehalten werden können, darf angesichts der Ausgangsbeschränkungen und Reiseverbote bezweifelt werden.

Markus Reiterberger sorgte in Sepang mit einer Rekordrunde für die Pole-Position und gewann auch das zweite Rennen im Trockenen in überragender Manier. Aber im ersten Lauf im Nassen strauchelte der Obinger und wurde nur Vierter. Deshalb liegt in der Gesamtwertung Yamaha-Pilot Apivath Wongthananon aus Thailand zwei Punkte vor Reiti auf Platz 1.

Es hat sich gezeigt: Reiterberger und das Team Onexox BMW TKKR müssen im Nassen schneller werden, bei den Rennen in Asien kann es jederzeit zu einem Regenguss kommen.

«Im Regen bin ich von Haus aus nicht so der Künstler, da habe ich nach wie vor Schwierigkeiten», gab Reiti im Gespräch mit SPEEDWEEK.com zu. «Aber wir haben einige Erkenntnisse aus dem Rennen gezogen. Ich habe alles gegeben und bin auch relativ gut gefahren. Aber wir waren mit der Abstimmung weit daneben. Hinten hatten wir eine viel zu harte Feder im Stoßdämpfer, auch die Vordergabel war zu hart. Für die Elektronik bekamen wir ein Update, damit mussten wir bei der Regenabstimmung von vorne beginnen. Mit diesen Dunlop-Reifen fuhr ich auch noch nie, auch deshalb waren die Werte der Elektronik anders.»

«Für das nächste Mal sind wir gut gerüstet», ist der dreifache Deutsche Meister überzeugt. «Wir saßen nach dem Rennen noch ewig zusammen und haben geschaut, was wir am Fahrwerk und der Elektronik machen können. Wir haben wirklich viele Sachen gefunden. Das alles werden wir beim nächsten Mal probieren, in dieser Richtung muss auf alle Fälle ein Schritt passieren.»

Broc Parkes (Yamaha) und Lorenzo Zanetti (Ducati) kennen wir aus vielen Jahren in der Weltmeisterschaft, was Yuki Itoh im Regen und Wongthananon gezeigt haben, überraschte mich. Ging es dir auch so?

«Da fahren gute Leute mit», unterstrich Reiti. «Im Trockenen haben wir einen guten Job gemacht. Am Anfang waren wir noch auf Augenhöhe, dann waren wir viel schneller als der Rest. Man darf aber nicht vergessen, dass in Sepang nicht alle dabei waren. Das Honda-Werksteam war wegen der Coronakrise nicht dabei, die haben drei Fahrer, unter ihnen einen sehr schnellen jungen Malaysier. Und dann kommt noch Federico Sandi auf der Ducati dazu, der war in der Superstock-EM sehr stark. Das wir kein Zuckerschlecken. Itoh und noch ein paar andere sind auch da, wenn es darauf ankommt.»

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