Nasser Al-Attiyah gewinnt Weltcup-Auftakt

Von Toni Hoffmann
Nasser Al-Attiyah hat seinen Vorjahreserfolg bei der spanischen Offroad-Rallye Andalusien wiederholt und setzt sich knapp gegen den einheimischen «El Matador» Carlos Sainz durch.

Nasser Al-Attiyah und sein französischer Beifahrer Mathieu Baumel haben im Toyota Hilux beim der Auftakt der FIA-Weltmeisterschaft 2021 für Cross-Country-Rallyes den Sieg errungen und dabei erfolgreich ihren Titel bei der Rallye Andalusien verteidigt. Al-Attiyah, der dreimalige Sieger der Rallye Dakar, gewann am Steuer seines Toyota Hilux den Prolog und baute eine Führung bis zur Zielflagge leicht aus. Nach fünf Prüfungen und Etappen lag er 2:43 Minuten vor dem Lokalfavoriten Carlos Sainz im Mini 4x4 JCW Rallye und 13:36 Minuten vor seinem Teamkollegen Yazeed Al Rajhi mit seinem deutschen Beifahrer Dirk von Zitzewitz.

«Wir hatten diese Woche Spaß und es fühlt sich großartig an, hier einen weiteren Sieg zu erzielen», sagte Al-Attiyah. «Wir haben die Landschaft genossen und auch mit unseren Rivalen gekämpft. Wir waren von Anfang an hier, um unseren Titel aus dem letzten Jahr zu verteidigen. Carlos ist einer der besten Fahrer da draußen, daher ist es immer gut, die Chance zu haben, gegen ihn anzutreten.»

Der dreifache Dakar-Sieger Carlos Sainz holte sich auf heimischem Boden den zweiten Platz in der T1-Fahrzeugklasse. Der Spanier, der hinter dem Lenkrad eines 4x4 MINI John Cooper Works Rallye-Wagens saß, zeigte seine übliche Kühle unter Druck, während er Al-Attiyah attackierte. Sainz meinte: «Ich bin sehr zufrieden mit unserer Arbeit hier an fünf langen und harten Tagen. Es ist immer eine Freude, in Spanien zu fahren.»

Bei seinem Rallye-Raid-Debüt beeindruckte der ehemalige DTM- und WRX-Champion Mattias Ekström, als er sich am Steuer eines Mini John Cooper Works Buggy mit seinem Landsmann und Beifahrer Emil Bergqvist den fünften Platz sicherte.

Laia Sanz gab auch ihr Rallye-Raid-Debüt in der Autoklasse, nachdem sie die letzten elf Ausgaben der Dakar als bestplatzierte Bikerin beendet hatte. Trotz eines kniffligen Prologs zeigte die Spanierin im Mini JWC Rally auf den 1.000 Bestzeitkilometern ein starkes Tempo und belegte den 8. Gesamtrang. Sanz war zufrieden: «Ich glaube, ich habe mich diese Woche als Fahrerin stark verbessert. Ich spüre einen großen Unterschied zwischen der ersten und der heutigen Etappe.»

Im T3-Rennen dominierte das Red Bull Offroad Junior Team das Geschehen und fuhr während der gesamten Rallye die schnellste Zeit seiner Klasse. Cristina Gutiérrez, die als dritte Pilotin im Prodrive-Team für die nächste Rallye Dakar neben Sébastien Loeb und Nani Roma gehandelt wird, holte sich den ersten Gesamtsieg für das Red Bull Offroad Junior Team. Die gebürtige Spanierin zeigte auf jeder Etappe der Rallye ein konstantes Tempo und erkämpfte sich den siebten Gesamtplatz. Gutiérrez merkte an: «Endlich haben wir unsere Kategorie gewonnen und es fühlt sich unglaublich an. Ich hoffe, wir können es im nächsten Rennen wieder schaffen. Die letzte Etappe war sehr stressig. Ich habe immer wieder Druck gemacht, um diesen Sieg zu erzielen.»

Die bemerkenswerte Geschwindigkeit von Gutiérrez am Steuer des OT3 brachte sie in den letzten Gesamtzeiten zwischen den T1-Fahrzeugen von Ekström und Sanz ins Ziel, während der Sieg sie in der T3-Wertung der FIA-Weltmeisterschaft 2021 für Cross-Country-Rallyes an die Spitze brachte.

Die Rallye Andalusien war Runde eins der sieben Runden der FIA-Weltmeisterschaft 2021 für Cross-Country-Rallyes. Als nächstes steht die Rallye Kasachstan auf dem Programm, die vom 7. bis 13. Juni stattfindet.

Rallye Andalusien:

1. Al-Attiyah/Baumel (QAT/F), Toyota Hilux Overdrive, 10:22:49 h.
2. Sainz/Cruz (E), Mini John Cooper Works Rally, 10:23:32 h.
3. YazAl-Rajhi/von Zitzewitz (SAU/D), Toyota Hilux Overdrive, 10:34:15 h.
4. Van Loon/Delaunay (NL/F), Toyota Hilux Overdrive, 10:45:26 h.
5. Ekström/Bergkvist (S), Mini John Cooper Works Buggy, 10:54:03 h.
6. Zala/Fiuza (LT/) Mini John Cooper Works Rally, 10:58:45 h.
7. Gutierrez/Cazalet (E/F), OT3 by Overdrive (FIA T3), 11:07:59 h.
8. Sanz/Oliveras (E), Mini All4 Racing, 11:12:32 h.
9. Ferreira/Monteiro (P), Toyota Hilux, 11:24:04 h.
10. De Mevius/Leyh (B), Henrard Dunbee, 11:27:54 h.

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