Formel 1: Ein selten kurioser Unfall

Audi RS Q e-tron im Härtetest unter spanischer Sonne

Von Toni Hoffmann
Audi-Prototyp für die Rallye Dakar 20222 absolviert achttägigen Test, alle drei Fahrerteams von Audi Sport im Einsatz, bis zu 180 km/h bei maximal 34 Grad im Schatten.

Auf dem Weg zum Debüt bei der Rallye Dakar im Januar 2022 hat das Team von Audi Sport einen weiteren wichtigen Schritt gemacht: Der neue Audi RS Q e-tron absolvierte in Spanien bei großer Hitze einen achttägigen Härtetest auf Schotterstrecken, wie sie bei Marathon-Rallyes üblich sind.

Der Roll-out in Neuburg an der Donau am 30. Juni war ein erster Funktionscheck für das innovative Rallyefahrzeug. Bei einem Test im Raum Magedeburg ging es Mitte Juli darum, erste Erfahrungen auf losem Untergrund zu sammeln. Auf einem Testgelände bei Saragossa folgte nun der erste Test unter realen Bedingungen.

In Aragonien waren alle drei Fahrerteams von Audi Sport im Einsatz. Den Anfang machten Dakar-Rekordsieger Stéphane Peterhansel und sein Co-Pilot Edouard Boulanger, die von Freitag bis Sonntag fuhren. Mattias Ekström und Emil Bergkvist übernahmen den Audi RS Q e-tron am Montag für die nächsten beiden Testtage. Zum Abschluss der intensiven Erprobung waren Carlos Sainz und Lucas Cruz von Mittwoch bis Freitag am Zug.

Die drei Fahrerteams zeigten sich auf den schnellen Schotterstrecken beeindruckt vom Fahrverhalten und der Zuverlässigkeit des futuristischen SUV. «Es war der erste richtige Test unter – sagen wir – echten Bedingungen», sagte Carlos Sainz stellvertretend für seine Fahrerkollegen. «Ich hatte von Anfang an ein gutes Gefühl und bin sehr zufrieden damit, wie sich das Auto schon jetzt verhält. Natürlich bleibt noch viel Detailarbeit – aber die Basis stimmt.»

Auf den bis zu 17 Kilometer langen Schotterstrecken erreichte der Audi RS Q e-tron eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Temperaturen von bis zu 34 Grad im Schatten waren zudem eine erste Bewährungsprobe für das Kühlkonzept des komplexen Fahrzeugs.

«Bei diesem Test lag der Fokus darauf, möglichst viel zu fahren und Schwachpunkte aufzudecken», sagte Entwicklungsingenieur Arnau Niubó Bosch nach über 1.700 Testkilometern unter extrem harten Bedingungen. «Beim nächsten Test im September geht es dann erstmals in die Dünen.»

Der Audi RS Q e-tron verfügt über einen rein elektrischen Antrieb mit zwei Motor-Generator-Einheiten (MGU) aus der Formel E. Die von Audi Sport neu entwickelte Hochvoltbatterie wird während der Fahrt über einen Energiewandler aufgeladen, der aus dem effizienten TFSI-Motor aus der DTM und einer weiteren MGU besteht.

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