DTM

DTM 2020: Wo bleibt das BMW-Kundenteam?

Von - 12.12.2019 08:50

2019 gab es ein Audi-Kundenteam, allerdings keines von BMW, obwohl die Absprache eine andere war. 2020 geht WRT in die zweite Saison, auf ein BMW-Kundenteam wartet die DTM weiterhin.

Die Absprache war ziemlich eindeutig. Audi und BMW bringen in der DTM 2019 ein Kundenteam an den Start beziehungsweise stellen zwei Autos sowie weitere Unterstützung in Sachen Ausrüstung und Hardware zur Verfügung. Das Ziel: Mehr Vielfalt, ein bunteres Starterfeld, das ewig junge Duell David gegen Goliath.

Bei Audi ging das recht schnell: Beim Saisonfinale 2018 wurde WRT als Kundenteam präsentiert, das Debüt feierte die Mannschaft aus Belgien beim Young Driver Test einige Wochen später, als das Team für die Testfahrten erstmals auf die Strecke ging.

Eine ideale Gelegenheit, sich auf die Premierensaison einzuschießen. Nicht nur mit dem Auto, sondern auch hinsichtlich der Abläufe. Ein BMW-Kundenteam gab es weder damals noch Monate später beim Saisonstart, was vor allem bei WRT für Verstimmungen sorgte. Auch Audi war wenig begeistert.

Ein Jahr später bereitet sich WRT bei den Young Driver Tests diese Woche in Jerez auf die zweite Saison vor. Ein BMW-Kundenteam sucht man in Jerez erneut vergeblich. Kandidaten gibt es allerdings.

Doch BMW hatte vor einigen Wochen angekündigt, nach der schwachen Saison 2019 die gesamte Struktur des DTM-Programms wie Teams und Fahrer auf den Prüfstand stellen zu wollen. Parallel dazu starten die Münchner die sportliche Aufholjagd, beginnend mit den Tests in Jerez.

Zu der Analyse gehört alles, auch ein mögliches Kundenteam. Denn das könne in dem ganzen Prozess nicht isoliert betrachtet werden, sagte BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt: «Wir müssen uns das Gesamtpaket anschauen und am Ende sehen, ob wir das stemmen können», sagte er SPEEDWEEK.com.

Was ein wenig überrascht, da es zuvor immer hieß, BMW sei bereit, es liege stattdessen an den Teams, ihr finanzielles Paket zusammenzubekommen, um den Einsatz zu stemmen.

«Es gab ein paar Randbedingungen, die sich geändert haben, die wir mit berücksichtigen müssen», sagte Marquardt, ohne dabei konkret zu werden.

Ist die Tatsache, dass nun kein BMW-Kundenteam fix ist und die Tests verpasst werden, gleichbedeutend mit dem erneuten Aus für ein von BMW unterstütztes Privatteam?

Nicht unbedingt, glaubt Marquardt, der zum einen auf Aston Martin verweist, die in Jerez ebenfalls fehlen. «Außerdem haben wir bewiesen, dass wir immer eine Lösung finden können.»


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© SPEEDWEEK.COM

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