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DTM und Co.: Hockenheimring stellt sich neu auf

Am Hockenheimring will man in Zukunft neue Wege gehen und den GP-Kurs zu einem «technologieoffenen Mobilitätszentrum» umwandeln. Der Motorsport wird aber nicht ganz verschwinden, betonen die Verantwortlichen.

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Der Hockenheimring will sich neu aufstellen. Breiter, anders. Ein Stück weg vom Motorsport. Bei der Nutzung des Traditionskurses sollen neue Wege gegangen werden.

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So soll der Hockenheimring in Zukunft zu einem modernen Wirtschaftsstandort ausgebaut werden, Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut sprach unlängst im Rahmen ihres Besuchs am Hockenheimring von einem "technologieoffenen Mobilitätszentrum der Zukunft", wie die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet.

Dazu sollen weiterhin Großveranstaltungen und Konzerte auf dem Gelände stattfinden. Hockenheims Oberbürgermeister Marcus Zeitler erklärte: "Der Hockenheimring muss für die Zukunft zu einem modernen Wirtschaftsstandort ausgebaut werden. Hier können wir beweisen, dass Visionen und Innovationen zusammen passen, wenn wir alle an einem Strang ziehen." Konkret sollen weitere Unternehmen an die Rennstrecke und auf das Gelände gelockt werden, was mit der emodrom GmbH und dem Porsche Experience Center bereits funktioniert hat.

Was den Motorsport betrifft, so werden sie jedoch weniger. Ob die Formel 1 nochmal in Hockenheim fahren wird, ist komplett offen. Ausgeschlossen ist es zumindest nicht, dass die Königsklasse zurückkehrt.

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Jorn Teske, Geschäftsführer der Hockenheimring GmbH, sagte: "Im Sinne der Fans würde ich mir das wünschen. Auch weil wir mit unserem Rennen im vergangenen Sommer unter die besten Rennen der letzten zehn Jahre gewählt wurden". Genauer gesagt auf Platz eins.

Trotzdem ist es mit dem Deutschland-GP in diesem Jahr wie schon 2015 und 2017 nichts geworden. Denn obwohl die Tribünen an den F1-Rennwochenenden in den letzten beiden Jahren gut gefüllt waren, reichte es nicht. Hockenheimring-GmbH-Geschäftsleiter Georg Seiler und seine beiden jungen Nachfolger Jochen Nerpel und Teske hatten schon im vergangenen Mai betont, dass man die Formel 1 gerne wieder begrüßen werde, aber nicht um jeden Preis.

Gegenüber der Rhein-Neckar-Zeitung bestätigte der mittlerweile in den Ruhestand getretene Seiler im August 2019, dass sich die Restschulden nach dem jüngsten, 65 Millionen Euro teuren Umbau immer noch auf 28 Millionen Euro belaufen. Und er stellte wie seine Nachfolger klar: Die finanziellen Rahmenbedingungen entscheiden letztlich darüber, ob die Formel 1 wieder zurückkehrt.

Auch die DTM speckt ab, 2020 wird nur noch ein Event in Hockenheim stattfinden, das Finale im Oktober. Der Saisonauftakt, der sonst auch in Hockenheim über die Bühne ging, wanderte nach Zolder ab.

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Der Motorsport, der zur DNA der deutschen Strecke gehört, soll aber nicht ganz aus dem Programm verschwinden. Die Vierrad-Fans kommen dank DTM, ADAC GT Masters, International GT Open, Porsche Sports Cup, Nitrolympx und Jim Clark Revival auf ihre Kosten.

Auf zwei Rädern geben die Piloten im Rahmen der IDM, der 1000 km von Hockenheim, der Hockenheim Classics und des Mai-Pokal-Revivals Gas. "Dass der Motorsport ein stagnierendes Feld ist, ist allgemein bekannt. Aber trotzdem wird in Hockenheim sicher noch das ein oder andere Rennsportauto unterwegs sein", so Teske.

Bei der Hoffnung, die Formel 1 wieder begrüssen zu dürfen, spielt letztlich der junge Mick Schumacher auch eine Rolle. Sollte der heutige F2-Pilot wie angedacht im nächsten Jahr den Sprung in die Königsklasse wagen, liegt es auch im Interesse von F1-CEO Chase Carey, wieder ein Rennen in Deutschland auszutragen.

Der Hockenheimring blickt auf eine lange Historie zurück. Die ursprüngliche Strecke wurde 1932 in nur drei Monaten als unbefestigter Dreieckskurs angelegt, auf Initiative des Motorradfahrer-Clubs Hockenheim. Die Formel-1-WM war erstmals 1970 auf dem Hockenheimring unterwegs. Auch die Motorrad-WM trug zwischen 1957 und 1994 insgesamt 22 Rennen auf dem baden-württembergischen Rundkurs aus.

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