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Restrunden-Patzer: So kurios verliert Rast den Sieg

Nico Müller macht durch seinen sechsten Saisonsieg das DTM-Titelrennen wieder spannend. Das liegt auch daran, weil sein Rivale René Rast einen kuriosen Fehler macht.

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Als René Rast im vorletzten Saisonrennen in Hockenheim den entscheidenden Angriff auf den Führenden Nico Müller vorbereitete, zog er zurück, er entschied sich, zu warten. Denn ein Display über der Start-Ziel-Linie zeigt die Anzahl der verbleibenden Runden des Rennens an.

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Und als Rast die Zahl "2" dort sah, dachte er sich, dass er sich Push-to-Pass und DRS für die letzte Runde aufspart. Die Attacke wollte er erst dann starten.

Denn es wäre eine Art Todesstoß im Titelkampf gewesen, wenn es funktioniert hätte, denn mit einem Sieg hätte Rast 27 Punkte Vorsprung auf den Schweizer gehabt.

Doch Rast unterlief ein kurioser "Rechenfehler".

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Das Problem: Das Rennen verlängerte sich wegen der ersten Safety-Car-Phase um drei Runden. "Es ist nicht immer leicht, den vollen Überblick zu behalten. Aber das ist Teil des Spiels, wenn du keinen Boxenfunk hast", sagte Mike Rockenfeller, der ebenfalls dachte, das Rennen würde eine Runde länger dauern.

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Weiteres Problem für Rast: Die Zahl der Restrunden auf dem Display aktualisiert sich erst, nachdem der Führende die Ziellinie überquert, und offenbar war Rast so nah hinter Müller, dass er die tatsächliche Anzahl nicht mehr mitbekam. "Ich habe nicht bedacht, dass es ein wenig dauert, bis es aktualisiert wird. Jamie (Green) müsste die Aktualisierung noch mitbekommen haben", sagte Rast über seinen Teamkollegen, der als Dritter hinter dem Führungduo lag.

Rast ging also von der vorletzten Runde aus, tatsächlich war es aber die letzte. Müller hingegen nahm die Boxentafel als Orientierung. Wie sich zeigte, war das die sicherere Variante.

"Wir haben das Rennen deshalb verloren", stellte Rast klar, der ein wenig angesäuert war wegen den Umständen der Schlussphase eines Rennens, das es sowieso schon in sich hatte.

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Es war spektakulär, nervenaufreibend, ein echter Thriller. Mit einem harten, aber fairen Zweikampf an der Spitze, mit Lackaustausch und Berührungen zwischen Rast und Müller.

Alles im Rahmen, wie beide sagten.

"Er war sehr smart bei seiner Verteidigung, ich habe mich zwischenzeitlich etwas aufgeregt, aber es war ncihts Dramatisches. Ein fairer Kampf mit ausgefahrenen Ellenbogen, wir haben uns aber genug Raum gegeben", so Müller. Auch für Rast gingen die Kontakte "in Ordnung".

Keine Frage: Der Sieg war für Müller "sehr, sehr wichtig. Das Team hat eine große Rolle gespielt, wegen der Strategie und wegen des Reifenwechsels. Ich habe die Ellenbogen ausgepackt, als es zählte. Das fühlt sich sehr gut an, das ist Motivation für Sonntag, wo alles passieren kann", so Müller, der auf die Konfusion in der Schlussphase nach der späten Safety-Car-Phase gehofft und spekuliert hatte. Ohne zu wissen, ob es aufgeht, nachdem er kurz vor Schluss die Führung zurückerobert hatte.

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Heißt aber: Er hat jetzt statt 27 nur noch 13 Punkte Rückstand und daher weiterhin Chancen auf den Titel.

Heißt aber auch: Er wird wieder attackieren müssen.

Rasts Devise ist dieselbe wie am Samstag. "Wir müssen nicht viel anders machen. Ein Platz im Qualifying in den Top 3 und ein Platz auf dem Podium auf dem Podium sollten reichen", so Rast.

Das ist korrekt: Startplatz drei und Rang drei im Rennen wären zusammen 16 Punkte, Müller kann maximal 28 Zähler einfahren.

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