Mattias Ekström: Dakar-Lehrgeld und Kritik an der DTM

Von Andreas Reiners
DTM
Mattias Ekström

Mattias Ekström

DTM-Legende Mattias Ekström zahlt bei der Rallye Dakar aktuell viel Lehrgeld, er hat bei seinem neuen Abenteuer aber reichlich Spaß. Kritik übt er an der neuen DTM.

Mattias Ekström ist für neue Abenteuer immer offen. Auch wenn es Rückschläge gibt. Die gibt es für den zweimaligen DTM-Champion, der aktuell bei der Rallye Dakar an den Start geht. Dorrt zahlt der Schwede ohne Frage Lehrgeld.

«Es war Zeit, in meiner Karriere, ein neues Abenteuer in Angriff zu nehmen. Und die Rallye Dakar ist ein großes Abenteuer», sagte der 42-Jährige bei Red Bull TV: «Es ist schon jetzt eine großartige Erfahrung.»

Sein Ziel: «Ich möchte mit dem Auto an einem Stück ankommen und die Rallye beenden.»

Der Schwede lag zur Halbzeit der in Saudi-Arabien ausgetragenen Rallye abgeschlagen auf Platz 53, führt dies aber auch auf mangelnde Routine zurück. «Der Untergrund, auf dem wir fahren, ist ein ganz neuer. Hinzu kommt, dass ich lerne zu navigieren. Ich habe hier in den ersten Tagen schon viel gelernt und lerne immer noch dazu», sagte Ekström.

Zuletzt war er in der Rallycross-Weltmeisterschaft kurze Rennen gefahren, nun sind es täglich Fünf-Stunden-Etappen in seinem Yamaha. «Du musst hier sehr smart fahren, weil man immer noch viele Kilometer vor sich hat», meinte der DTM-Champion von 2004 und 2007: «Es ist immens wichtig, das Auto intakt zu halten. Deshalb musst du einen Kompromiss eingehen: Der Schnitt ist wichtig, nicht unbedingt die Performance.»

Was sagt der als meinungsfreudig geltende Ekström eigentlich zur neuen DTM? «Wenn die DTM eine Plattform für 'Gentleman-Driver' wird oder Paydriver in die Serie kommen, dann wird sich der Ruf der Serie sehr schnell ändern. Sie wäre dann nicht mehr die Serie, wo die besten Fahrer fahren, sondern wo der fährt, der ein Budget zusammenbringt. Das macht mir Sorgen. Und ich fürchte, dass es so enden könnte», sagte er bei motorsport.com.

In der neuen GT3-DTM wird nicht mehr wie früher Werks-, sondern Kundensport betrieben. Heißt: Die Teams müssen den Einsatz der Autos selbst finanzieren, was unter anderem durch sogenannte Paydriver geschehen kann.

Fünf Teams haben für 2021 bereits zugesagt, außer Formel-1-Fahrer Alex Albon und Red-Bull-Junior Liam Lawson sind noch keine Piloten fix.

«Die DTM wird immer versuchen, sich als Meisterschaft zu positionieren, in der die Besten der Besten fahren. Doch meistens haben die Besten der Besten auch höhere Erwartungen, was die finanziellen Bedingungen angeht», sagte Ekström: «Ohne die Hersteller oder Herstellerunterstützung wird es sehr schwierig werden, für Fahrer und Teams attraktiv zu bleiben, die auf einem professionellen Niveau sind und sich nicht durch 'Gentlemen-Driver' finanzieren.»


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