Nach DTM-Ende: Wie ist der Stand bei den BMW-Fahrern?

Von Andreas Reiners
DTM
Marco Wittmann

Marco Wittmann

Nach dem Ende der Prototypen-Ära und dem Werkssport müssen die BMW-Stars neue Herausforderungen suchen. Viel hat sich offiziell noch nicht getan.

Nach dem Aus von BMW-Motorsportdirektort Jens Marquardt und dem Wechsel zu Markus Flasch hat sich bei BMW noch nicht allzu viel getan. Verkündet wurde vor einigen Wochen der Ausstieg aus der Formel E nach der kommenden Saison, der für Schlagzeilen sorgte.

Die Trennung von den Traditionsteams Schnitzer und RBM sorgte vor allem für Unverständnis und Kritik. Vor allem Schnitzer kämpft aktuell ums Überleben. Unklar ist zudem, wie es nach dem Ende der DTM-Ära mit Prototypen und Werkssport mit einem Teil der sechs DTM-Fahrer weitergeht. Wir geben einen Überblick über den Stand der Dinge.

Sheldon van der Linde: BMW hat sich die Dienste des Toptalents langfristig gesichert. Nach dem Ende des werksseitigen Engagements in der DTM wird der Südafrikaner in der Saison 2021 ein umfangreiches Renn- und Testprogramm als Werksfahrer absolvieren.

Van der Linde wird in der kommenden Saison weiterhin bei den großen GT-Rennen für BMW im Einsatz sein. Gleichzeitig wird er eine wichtige Rolle in der letzten Phase der Entwicklung des neuen BMW M4 GT3 spielen. Eine völlig neue Herausforderung steht van der Linde in seiner geplanten Rolle als Test- und Ersatzfahrer für BMW i Andretti Motorsport in der Formel E bevor. Er unterschrieb bei BMW einen Zweijahresvertrag.

Marco Wittmann: Er hatte bei SPEEDWEEK.com bestätigt, dass er einen Vertrag für 2021 hat. Kommunizierte Pläne gibt es aber noch keine, mit einem gültigen Arbeitspapier blickt man den Gesprächen aber durchaus entspannt entgegen.

Philipp Eng: Er ging beim Rennen um das offene Formel-E-Cockpit leer aus, stattdessen fährt Jake Dennis für BMW in der Elektrorennserie.

Wie sieht Eng seine Zukunft nach dem Ende der Class-1-Ära in der DTM? «Ich erwarte ein umfangreiches GT-Programm 2021, da BMW viele Möglichkeiten bietet.» Bei seiner Vertragsverlängerung – sein Kontrakt endete 2020 – sah er keine Hindernisse, verkündet wurde eine Einigung aber noch nicht.

Timo Glock: 2019 erlebte er noch eine Horror-Saison, 2020 war er als Gesamtfünfter immerhin bester BMW-Fahrer. Er verwies bei Nachfragen zu seiner Zukunft darauf, dass noch nichts feststehe, es wegen der Coronakrise generell unsicher sei und er sich mit BMW zusammensetzen wolle, um 2021 zu besprechen.

Was feststeht: RTL überträgt 2021 nicht mehr die Formel 1, Glock wechselt deshalb als TV-Experte zu Pay-TV-Sender Sky.

Lucas Auer: Er hat ebenfalls einen Vertrag bis 2021, kann sich also auch in Ruhe mit BMW zusammensetzen, wie sein Programm für die kommende Saison aussehen soll.

Jonathan Aberdein: Der Südafrikaner war vor der Saison vom Audi-Kundenteam WRT zu BMW gewechselt. Seine Zukunft bei den Münchnern ist unklar, er wollte sich zu dem Thema nicht äußern.


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