MotoGP: GASGAS wird wieder zu KTM

Grasser-Mechaniker bei Boxenstopp schwer verletzt

Von Jonas Plümer
Dramatisches Ende einer Dienstfahrt für Luca Engstler

Dramatisches Ende einer Dienstfahrt für Luca Engstler

Beim Pflichtboxenstopp von Luca Engstler im ersten DTM-Rennen in Zandvoort kam es zu einem folgenschweren Unfall beim Grasser Racing Team. Ein Machaniker zog sich dabei Knochenbrüche zu.

Es war das Drama in einem eher ereignisarmen ersten DTM-Rennen in Zandvoort. Luca Engstler traf bei seinem Pflichtboxenstopp einen Mechanikercrew und verletzte ihn schwer am Fuß.

«Ich hatte einen fürchterlichen Boxenstopp, habe einen Mechaniker mitgerissen. Ich war unterm Flügel von einem anderen Auto und bin wie üblich zu meinem Boxenplatz gefahren. Sie haben sich aber immer noch vorbereitet und es sieht so aus, als wäre da was schiefgelaufen», so der Sieger aus dem zweiten Lauf in Oschersleben.

Der Grasser Racing-Pilot stellte sein Fahrzeuge mehrere Runden nach dem Zwischenfall in der Box ab und beendete das Rennen.

Doch wie kam es zu dem Zwischenfall?

«Es war eine Verkettung ganz unglücklicher Umstände», so Teamchef Gottfried Grasser gegenüber Motorsport-Total.com. Eine Box vor dem Lamborghini-Team stoppte zeitgleich Ricardo Feller im ABT Audi.

«Ich habe zu den Jungs gesagt: «Geht ein bisschen langsamer raus und schaut auf das Abt-Auto», so der Teameigner weiter. «Die zwei Mechaniker, die die Schlagschrauber betätigen, haben beim Rausgehen die Guns verwechselt. Daher mussten sie die Guns wieder tauschen. Und beim Tauschen haben sich die zwei Schläuche verheddert. Drei Mechaniker waren also in Position - und einer hat sich mit dem Schlauch gespielt, damit er die Gun rauskriegt. Er ist dabei leider Gottes mit dem Rücken zur Fahrtrichtung gestanden. Als Luca an die Box kam, war er exakt an der Stoßstange von Schmid dran - und sieht natürlich nicht, was in der Box passiert. Als das Pit-In-Board auf der linken Seite kam, ist er - wie das üblich ist - nach rechts gezogen und in die Eisen gestiegen, denn das ist gleichzeitig auch sein Bremspunkt. Dann schaffst du es aber nicht, drei, vier Meter vorher stehenzubleiben. Der Mechaniker stand genau dort in der Mitte, wo das Auto normalerweise stehenbleibt. Luca konnte nicht wegziehen, weil wenn er nach links gefahren wäre, hätte er auch zwei Leute getroffen.»

Engstler traf den Mechaniker schlussendlich frontal am linken Knöchel.

Teammanagerin Elisabeth Grasser später gegenüber dem TV-Partner von ran racing: «Die Lage ist stabil. Es geht ihm soweit gut, er ist ansprechbar. Der Fuß ist wohl am Knöchel gebrochen, ganz genaue Informationen vom Krankenhaus haben wir aber auch noch nicht bekommen.»

«Du kannst keinem dafür die Schuld geben», so Gottfried Grasser zu dem Zwischenfall.

Luca Engstler will sein verletztes Crewmitglied noch an diesem Abend im Krankenhaus besuchen und sich für den Unfall entschuldigen. «Er hat gesagt, ich kann nichts dafür, aber trotzdem fühlst du dich irgendwie schuldig, wenn du jemanden mit deiner Motorhaube abräumst», so der Sohn von Franz Engstler.

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