Max Niedermaier froh: «Wurde auf Leistung geschaut»

Von Manuel Wüst
Eisspeedway-GP
Max Niedermaier

Max Niedermaier

Kein Platz in der Qualifikation und auch keine permanente Wildcard für den Eisspeedway-GP: Max Niedermaier war der große Verlierer zum Saisonbeginn. Jetzt erhielt der Bayer die Wildcard für den Inzell-GP.

Der Grand Prix in Inzell wird mit Max Niedermaier als deutschem Wildcard-Fahrer ausgetragen, Markus Jell und Stefan Pletschacher werden am 14./15. März als Bahnreserve in der bayrischen Eisspeedway-Hochburg parat stehen.

«Ich bin sehr erleichtert, denn ich habe mir gar nicht vorstellen können, dass ich die Wildcard bekomme», erzählte Niedermaier im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Es war im Vorfeld bekannt, dass die Deutsche Meisterschaft in Berlin für die Wildcard herhalten wird.»

Diese schloss Niedermaier zwar mit vier Laufsiegen gut ab. Doch ein Sturz im Duell mit Hans Weber brachte ihm auch eine Disqualifikation ein, wodurch der Bayer nur auf dem vierten Gesamtrang landete. «Ohne den blöden Sturz wäre ich mit Sicherheit Zweiter geworden, Markus Jell hatte ich ja schon in den Läufen zuvor geschlagen», so Niedermaier. «Ich finde es super, dass nicht auf das Endergebnis, sondern auf die Leistung geschaut wurde. Ich freue mich jetzt umso mehr, denn Inzell ist mein Heimrennen, das ist quasi vor der Haustüre.»

Die Deutsche Meisterschaft in Berlin war zudem das erste Rennen der Saison für Niedermaier, der durch die Absage der WM-Qualifikation in Finnland keine Chance hatte in den Grand Prix zu kommen und auch keine permanente Wildcard dafür erhielt. Beim Eisspeedway der Nationen traf der 31-Jährige auf harte internationale Konkurrenz. «Die Erfahrung ersetzt die Rennpraxis nicht», so Niedermaiers Fazit. «Ich bin gut mitgekommen, aber gegen die Grand-Prix-Fahrer haben ein paar Punkte gefehlt. Von den Schweden waren wir nur ein paar Punkte entfernt, der Vizetitel lag drin. Aber wir sind zufrieden mit dem dritten Platz, wir haben vom Team her gut zusammengehalten.»

Der langjährige GP-Pilot wird sich am kommenden Wochenende für seinen Einsatz beim Eisspeedway-GP in Inzell vorbereiten und in der Woche nach Inzell bei der Eisspeedway-EM in Polen die deutsche Flagge hochhalten. Beim internationalen Rennen um den Roelof-Thijs-Pokal in Heerenveen wird Niedermaier ebenfalls an den Start gehen – und dann seine knapp sechs Wochen lange Saison auch schon wieder beenden.

Line-up Eisspeedway-GP Inzell/D:

# 58 Stefan Svensson (S)
# 114 Dinar Valeev (RUS)
# 100 Franz Zorn (A)
#97 Ove Ledström (S)
#919 Dmitry Khomitsevich (RUS)
#665 Charly Ebner (A)
#16 Max Niedermaier (D)
#911 Igor Kononov (RUS)
#50 Harald Simon (A)
#106 Dmitry Koltakov (RUS)
#136 Bart Schaap (NL)
#192 Niclas Svensson (S)
#199 Martin Haarahiltunen (S)
#33 Hans Weber (D)
#800 Jasper Iwema (NL)
#333 Daniil Ivanov (RUS)
Res: Markus Jell
Res: Stefan Pletschacher

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