BMW World Endurance: Zweites Rennen, zweites Podium

Von Helmut Ohner
Mikhalchik, Reiterberger und Daemen stemmen die Trophäen in den nächtlichen Himmel von Malaysia

Mikhalchik, Reiterberger und Daemen stemmen die Trophäen in den nächtlichen Himmel von Malaysia

Wie schon beim Saisonauftakt der Endurance-WM 2019/2020 wurde das Team BMW Motorrad World Endurance in Sepang Dritter. Im Gegensatz zum Bol d’Or durfte man dieses Mal sogar auf das Siegertreppchen.

Mit der Mannschaft BMW Motorrad World Endurance beteiligt sich die bayrische Motorradmarke nach einigen Jahren wieder offiziell an der Langstrecken-Weltmeisterschaft. Bereits beim ersten Lauf, dem Bol d’Or in Le Castellet, konnte man Mitte September an der Spitze mitmischen. Der Ukrainer Ilya Mikhalchik, der Deutsche Julian Puffe und der Franzose Kenny Foray beendeten den Klassiker an der vierten Stelle.

Bei der technischen Nachkontrolle wurde beim Drittplatzierten, dem deutschen BMW-Privatteam ERC Endurance eine Unregelmäßigkeit festgestellt, die eine Disqualifikation zur Folge hatte. Damit rückte die BMW-Werksmannschaft an die dritte Stelle nach. Die Ehre nach dem Rennen den Paltz auf dem Podium einzunehmen, blieb Mikhalchik, Puffe und Foray allerdings versagt.

Das Team um den belgischen Teammanager Werner Daemen hatte sich für die das Acht-Stunden-Rennen auf dem Sepang International Circuit den fünften Startplatz gesichert. Nachdem sich Foray bei einem Trainingssturz verletzt hatte, wechselten sich Mikhalchik und Markus Reiterberger, der den Platz von Puffe übernommen hatte, im Sattel der BMW S1000RR ab.

Die Veranstaltung wurde für alle Beteiligten zur Geduldsprobe. Eigentlich war der Start war für 13.00 Uhr Ortszeit vorgesehen, anhaltende Regenfälle machten einen normalen Rennverlauf allerdings unmöglich. Mit Verzögerung wurde hinter dem Safety-Car gestartet, doch nach wenigen Runden folgte die rote Flagge. Erst gegen 18.00 Uhr hatten sich die Bedingungen so weit verbessert, dass das Rennen mit einer verkürzten Dauer von rund drei Stunden durchgeführt werden konnte.

Anfangs an der fünften Stelle profitierten Mikhalchik und Reiterberger vom Rückfall von Yamaha Sepang und dem Sturz der führenden Mannschaft F.C.C. TSR Honda France. Nach einer fehlerlosen Vorstellung durfte Daemen mit seinen Schützlingen über den dritten Platz hinter YART Yamaha und Honda Asia-Dream Racing with SHOWA feiern.

«Heute bin ich ein sehr stolzer Teamchef», freute sich Daemen. «Es ist schade, dass Kenny nicht dabei sein konnte, aber Ilya und Markus haben zu zweit einen sehr, sehr guten Job gemacht. Die Bedingungen auf der nassen Strecke waren tückisch und der Tag war insgesamt nicht einfach. Doch das gesamte Team hat sehr gut gearbeitet. Auch die Boxenstopps waren Weltklasse. Jetzt hoffen wir für das nächste Rennen in Le Mans auf ein ähnlich starkes Ergebnis.»

«Ich freue mich sehr, zurück im Langstreckensport zu sein. Wir mussten das Rennen zu zweit bestreiten, aber am Ende waren es ja nur drei Stunden. Wir haben entschieden, dass Ilya den Start fährt und er hat einen wirklich guten Job gemacht. Ich bin sehr zufrieden damit, wie die Qualifyings und das Rennen gelaufen sind. Ich musste mich erst noch an die für mich neuen Dunlop-Reifen gewöhnen», so Reiterberger in einem ersten Statement.

«Die Mannschaft hat tolle Arbeit geleistet. Ich habe mich auf dem Bike wirklich wohl gefühlt. Meine Rennpace war nicht ganz so schnell, wie ich gehofft hatte, aber am Ende war es wichtiger, nicht zu stürzen und das Ergebnis nach Hause zu bringen. Ilya ist einen großartigen letzten Stint gefahren und wir haben uns den dritten Platz gesichert. Dies hat das Team mit einer super Leistung gemeinsam erreicht.»

«Der zweite Podiumsplatz in unserem zweiten Rennen ist ein klasse Ergebnis für unser neues BMW Motorrad World Endurance Team. Das hätten wir als Newcomer in dieser stark besetzten Weltmeisterschaft so auch nicht unbedingt erwarten können. Keiner hat sich von den widrigen Bedingungen aus dem Konzept bringen lassen. Alle haben auf der Strecke und in der Box einmal mehr einen großartigen und fehlerfreien Job gemacht», merkte BMW Motorrad Motorsport Direktor Marc Bongers an.

«An dieser Stelle auch gute Besserung an Kenny, der sicherlich bald wieder dabei ist. Wir wären natürlich gern etwas mehr gefahren, um mit unserer neuen RR unter Rennbedingungen Erfahrungen zu sammeln, doch bei diesem Wetter war dies nicht möglich. Nun werden wir konzentriert weiterarbeiten und uns auf die 24 Stunden von Le Mans vorbereiten. Glückwunsch auch an unsere BMW Kundenteams, die mit ihren RR ebenfalls für starke Ergebnisse gesorgt haben.»

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