YART-Pilot Marvin Fritz zeigt sich in guter Form

Von Helmut Ohner
Endurance-WM
Marvin Fritz

Marvin Fritz

Bei den Testfahrten für das Langstrecken-WM-Team YART Yamaha zeigte Marvin Fritz nach der langen Winterpause keinerlei Anpassungsschwierigkeiten. In Valencia war er nur unwesentlich langsamer als Valentino Rossi.

Am letzten September-Woche fixierten Marvin Fritz, Niccolò Canepa und Karel Hanika mit ihrem überlegenen Sieg beim Acht-Stunden-Rennen in Estoril den Vize-Weltmeistertitel in der Endurance-WM. Fünf Monate später traf sich das YART-Trio in Spanien zu Testfahrten. Auf den Rennstrecken in Almeria und Valencia spulten sie das Testprogramm für die bevorstehende WM-Saison ab.

Den Anfang machten Fritz, Canepa und Hanika im Süden Spaniens. Auf dem 1999 von José Antonio Garcia als Teststrecke für seinen Sohn erbauten Circuito de Almeria zeigte der Deutsche keinerlei Anpassungsschwierigkeiten und freundete sich rasch mit seinem neuen Arbeitsgerät an. Mit 1:36,108 lieferte er auf der Rennstrecke in Andalusien auch die schnellste Zeit ab.

«Niccolò, Karel und ich haben in den zwei Tagen sehr viele Kilometer abgespult, jede zweite Runde einen Boxenstopp eingelegt, um die optimale Einstellung für Fahrwerk, Reifen und Elektronik zu finden», gewährt Fritz Einblick in den Ablauf der Testfahrten.

Für den zweiten Testabschnitt reiste das Team in das rund 450 Kilometer entfernte Valencia. Auf der GP-Strecke standen nicht nur drei weitere Testtage mit Abstimmung der neuen Elektronik auf dem Programm, sondern auch ein Kräftemessen mit den MotoGP- und Superbike-WM-Piloten Jack Miller, Marcel Schrötter, Jonas Folger und Scott Redding.

Während Fritz am ersten Tag in der Box seinem Ärger über den staubigen Streckenzustand Luft machte, stürzte Teamkollege Canepa und zog sich mehrere Knöchelbrüche zu. Am darauffolgenden Tag hatten auch Fritz und Hanika an derselben Stelle Bodenkontakt. Beide die Schützlinge von Teamchef Mandy Kainz blieben bis auf ein paar Kratzer unverletzt.

«Nach dem Ausfall von Niccolò waren Karel und ich permanent auf der Rennstrecke am Fahren. Das Layout ist mit seinen neun Links- und fünf Rechtskurven sehr anspruchsvoll. Das war alles echt heftig. Nach dem Dauereinsatz waren meine Handinnenflächen teilweise blau und angeschwollen», erzählte der 27-jährige Baden-Württemberger.

«Unser Einsatz hat sich aber gelohnt. Wir konnten die neue Elektronik umfangreich testen. Mit den optimierten Werten sollten wir künftig im Renneinsatz Sprit sparen, bei längeren Distanzen vielleicht auch einen Boxenstopp einsparen. Zudem fuhren wir vor den WM-Jungs die schnellste Rundenzeit, nur eine Sekunde entfernt von der letztjährigen Bestzeit von MotoGP-Ass Valentino Rossi».

Viel Zeit zum Ausruhen bleibt für den zweifachen deutschen Meister aus Mosbach keine. Anfang März steht schon der erste offizielle Test für den Langstreckenweltmeisterschaftslauf auf dem Circuit Bugatti in Le Mans auf dem Programm.

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