Suzuka Eight Hours: Kein Rennen wie jedes andere

Von Helmut Ohner
2015 freuten sich das MotoGP-As Pol Espargaró mit Lokalmatador Katsayuki Nakasuga über den Sieg in Suzuka

2015 freuten sich das MotoGP-As Pol Espargaró mit Lokalmatador Katsayuki Nakasuga über den Sieg in Suzuka

Das Acht-Stunden-Rennen in Suzuka unterscheidet sich nicht nur wegen des Prestigewertes für die japanischen Motorradhersteller von den anderen Veranstaltungen der Endurance-Weltmeisterschaft.

Das Acht-Stunden-Rennen in Suzuka, das am 30. Juli 1978 erstmals ausgetragen und von Wes Cooley und Mike Baldwin (Suzuki) vor Isoyo Sugimoto und Don Emde (Yamaha) sowie Graeme Cosby und Tony Hatton (Kawasaki) gewonnen wurde, entwickelte sich in den folgenden Jahren rasch zu einem der wichtigsten Veranstaltungen für die Motorradhersteller aus dem Land der aufgehenden Sonne.

Yamaha, Suzuki, Kawasaki und allen voran Honda scheuten jahrzehntelang keinerlei Kosten, die Überlegenheit ihrer Produkte in ihrer Heimat unter Beweis zu stellen. So wurden immer wieder ihre Vertragsfahrer aus der Motorrad-Weltmeisterschaft abkommandiert, die in ihrer Sommerpause oftmals widerwillig die Strapazen eines Langstreckenrennens auf sich nehmen mussten.

Die Liste der Sieger liest sich deshalb mit Valentino Rossi (2001), Wayne Gardner (1985, 1986, 1991, 1992), Wayne Rainey (1988), Eddie Lawson (1990), Scott Russell (1993), Doug Polen (1994), Colin Edwards (1996, 2001, 2002), Daijiro Kato (2000, 2002), Carlos Checa (2008), Pol Espargaró (2015, 2016) sowie Jonathan Rea (2012, 2019) auch wie das «Who is Who» im Motorradrennsport.

Für jeden Rennfahrer zählt ein Heimsieg doppelt, da sind auch die Japaner keine Ausnehme, ganz im Gegenteil. Sie zeigen eine spezielle Risikobereitschaft und sind bereit ihre Grenzen zu verschieben. Und wenn sie dann auch noch beim prestigeträchtigen Acht-Stunden-Rennen in Suzuka erfolgreich sind, erreichen sie beim jeweiligen Arbeitgeber und ihren Fans Legendenstatus.

Als besonderes Kuriosum der 5,821 Kilometer langen Rennstrecke, die in der Zeit von 1963 bis 1965, von 1987 bis 1998 und von 2000 bis 2003 auch die Heimstätte des Großen Preises von Japan war und erst nach dem Todessturz von Daijiro Kato im Jahr 2003 als zu gefährlich eingestuft und aus dem MotoGP-Kalender gekippt wurde, gilt das einzigartige Design einer Achterschleife.

Einzigartig ist auch, wie die Startaufstellung der Top-10 ermittelt wird. Nach dem zweiten Qualifying ziehen die zehn schnellsten Mannschaften ins sogenannten «Top-10-Trial-Shootout» ein, an dem zwei Piloten je Team teilnahmeberechtigt sind, wobei jeder eine gezeitete Runde fahren darf. Die beiden Rundenzeiten werden danach addiert und daraus die Startaufstellung ermittelt.

Dieses Jahr gibt es einen weiteren bemerkenswerten Unterschied. Im Gegensatz zu den Läufen in Le Mans, Spa-Francorchamps und Le Castellet geht es nicht über die Renndistanz von 24, sondern nur über acht Stunden. Außerdem zählt das Rennen nur zur Endurance-Weltmeisterschaft. Wegen der hohen Transportkosten fehlen seit jeher die Teams des FIM-Endurance-Weltcups.

Zeitplan (Lokalzeit)
Freitag, 5. August
08.10 – 10.10 Uhr Freies Training
12.10 – 13.40 Uhr Qualifying 1
15.50 – 17.20 Uhr Qualifying 2
18.30 – 19.30 Uhr Nachttraining
Samstag, 6. August
14.15 – 15.00 Uhr Freies Training
15.30 – 17.00 Uhr Top-10-Trial-Shootout
Sonntag, 7. August
08.30 – 09.15 Uhr Warm-up
11.30 – 19.30 Uhr Rennen

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