Nürburgring: Hennerici gewinnt Heimspiel

Von Oliver Runschke
Blancpain Endurance Series
Prospeed siegt mit Hennerici in der Eifel

Prospeed siegt mit Hennerici in der Eifel

Knapper Sieg des Prospeed-Porsche 911 vor dem Black Falcon-Mercedes SLS AMG bei der Blancpain Endurance Series auf dem Nürburgring.

Spannender kann ein Langstreckenrennen kaum sein als der fünfte der Lauf der Blancpain Endurance Series auf dem Nürburgring. In den letzten 30 Minuten jagte Jereon Bleekemolen im Black Falcon-Mercedes SLS AMG den Prospeed-Porsche 911 GT3 R mit Marc Goossens mit weniger als einer Sekunden Abstand um den Kurs. Goossens zeigte keine Nerven, blieb auch angesichts des drängelnden Niederländers wacker an der Spitze und stellte zusammen mit Marc Hennerici und Xavier Maassen den ersten Porsche Sieg in der BES-Saison 2012 sicher. Bleekemolen wurde Zweiter zusammen mit Congfu Cheng und Mike Parisy. Frank Kechele, Mathias Lauda und Greg Franchi brachten ihren Vita4One-BMW Z4 GT3 auf Rang drei ins Ziel.

Den Grundstein zum Prospeed-Sieg legte Marc Hennerici mit einem Bombenstart. Von Startplatz sieben ging der Mayener noch in der ersten Kurve in Führung und blieb dort bis zur einzigen Safety-Car-Phase nach rund 40 Minuten (Abflug von Marc Hayek im Lamborghini). Nach dem Reigen der ersten Boxenstopps lag Greg Franchi dank eines besser getimten ersten Stopps an der Spitze. In der dritten Rennstunden kämpften sich dann sowohl Goossens wie auch Bleekemolen am Vita4One-BMW vorbei und machten den Sieg unter sich aus.

«In meinen Stint zu Rennbeginn fühlte sich das Auto gut an, aber Speed war nicht da», sagte Marc Hennerici nach dem Rennen. «Ich lag zwar an der Spitze, konnte mich aber nicht entscheidend absetzen, obwohl meine Verfolger in Zweikämpfe verstrickt waren. Allerdings hätte dann das Safety-Car auch jeglichen Vorsprung egalisiert. Am Ende war es dann so spannend, dass ich auf dem Monitor gar nicht mehr zuschauen konnte.»

Frank Kechele war mit seinem dritten Platz zufrieden. «Unser Auto war im Rennen nicht ganz so stark im am Morgen im Qualifying, aber über die Distanz sehr gut. Zum Rennende musste ich etwas auf meine Bremsen aufpassen, daher konnte ich zu den beiden Führenden nicht mehr aufschliessen.»

Pech hatten die Tabellenführer Maxime Martin, Markus Palttala und Bas Leinders im MarcVDS-BMW Z4 GT3. In der zweiten Rennstunde räumte Dino Lunardi im Sainteloc-Audi R8 LMS ultra Palttala ab, der Finne bog vor der NKG-Schikane rechtwinklig in die Leitplanken ab. Der Vorsprung der Tabellenführer schmilzt so vor dem Finale in zwei Wochen im spanischen Navarra auf drei Punkte auf Christopher Haase/Christopher Mies und Stéphane Ortelli zusammen, die nach einem unauffälligen Rennen im WRT-Audi R8 LMS ultra Vierte wurden.

Der Sieg in der Pro-Am-Klasse ging an den Black Falcon-Mercedes SLS AMG mit Sean Edwards, Oliver Morley und Steve Jans, die Rang sechs belegten.

Valentino Rossi fuhr zusammen mit Alessio Salucci und Andrea Cecatto im Ferrari 458 Italia GT3 von Kessel Racing auf Rang 19 und wurde Neunter in der Pro-Am-Klasse.

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