Six Days: Das letzte Mal?

Von Esther Babel
Enduro-WM
Klaus Klötzner am Sachsenring, dem Herzstück der Six Days

Klaus Klötzner am Sachsenring, dem Herzstück der Six Days

Angesichts der Schwierigkeiten bei den Bewilligungen bezweifelt Klaus Klötzner vom ADAC Sachsen, dass in Deutschland nochmals gefahren werden kann.

Mit den Six Days am Sachsenring in diesesr Woche macht Deutschland das Dutzend voll. Elf Mal wurde bisher die traditionelle Enduro-Sechstagefahrt in Deutschland ausgetragen. Fünf Mal war Garmisch-Partenkirchen Austragungsort (1934, 1956, 1958, 1962, 1969), 1929 war München Startort (Fahrt nach Genf), dazu kamen Oberstdorf (1935), Freudenstadt (1936), Erfurt (1964), Neunkirchen (1979) und Walldürn (1989).

Klaus Klötzner stellte aber in Frage, ob diese Tradition in Zukunft weitergeführt werden kann. «Unter den Bedingungen und mit den ganzen gesetzlichen Auflagen ist es fraglich, ob ein solcher Event in Deutschland jemals wieder stattfindet», stellt das Sport-Vorstandsmitglied des ADAC Sachsen fest.

Klötzner: «Unser Team ist seit fast drei Jahren für die Six Days aktiv, der Event soll dem Welt-Niveau standhalten. Erst einen Monat vor dem Termin wurde die Veranstaltung endgültig von amtlicher Seite genehmigt. Aber der Behörden-Marathon wird uns bis zum Schluss begleiten. Und wir haben viel Geld für die Genehmigungsgebühren ausgegeben. Die grosse Unbekannte bei den Kosten ist die Rückzahlung der Fördergelder der Landwirtschaft. Wir rechnen mit Kosten von 1 bis 1,1 Millionen Euro», schilderte Klötzner.

Als langjähriger Ausrichter des MotoGP-Grand-Prix auf dem Sachsenring hat der ADAC Sachsen eine gute Vergleichsgrösse. «Insgesamt besteht eine längere Verweildauer als bei einem GP-Wochenende. Bis jetzt sind 10 000 Hotelbetten gebucht. Die US-amerikanische Mannschaft reist zum Beispiel mit 65 Personen an und bleibt zwei Wochen. Der wirtschaftliche Effekt in der Region liegt über dem des GP-Wochenendes, der wesentliche Wirtschaftsfaktor bleibt auch hier in der Region», versicherte Klötzner.

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