Romaniacs-Sieger Mani Lettenbichler in eigener Welt
Der finale Offroad-Tag der Red Bull Romaniacs verlangte den Fahrern noch einmal alles ab. KTM-Werksfahrer Manuel Lettenbichler gewann die härteste Ausgabe aller Zeiten in überragender Manier.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Mani Lettenbichler hat das Rennen von Beginn an dominiert und startete mit einem Vorsprung von 58 Minuten und vier Sekunden auf Trystan Hart (KTM) in den letzten Offroad-Tag. Letzterer hatte ebenfalls einen großen Abstand auf den drittplatzierten Billy Bolt (Husqvarna): Eine Stunde und 21 Minuten. Es sah alles danach aus, als könnte die beiden Führenden wenig aufhalten.
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Das Duell, das alle Aufmerksamkeit auf sich zog, spielte sich zwischen Bolt und Teo Kabakchiev (Econt) ab: Weniger als fünf Minuten lagen zwischen den beiden. Die Bedingungen waren perfekt: Die Sonne schien, die Tracks waren mehrheitlich trocken. Letti startete stark, auch wenn er wusste, dass es bei ihm nicht um Minuten ging. Bei Kabakchiev hingegen schon, also jagte er Mani durch den Wald, bis er es endlich an ihm vorbei schaffte. Nach 99 Kilometern kam Kabakchiev als Erster am finalen Hillclimb an, machte dann aber einen Fehler, was Mani direkt ausnutzte: Er überholte ihn auf den letzten Metern und kam als Erster durch den Zielbogen – erneut. Kabakchiev hatte dennoch die schnellste Zeit (2 Minuten und 3 Sekunden Vorsprung auf Mani) am letzten Tag. Bolt hatte körperlich zu kämpfen und war nicht in seiner Bestform, was ihn am Ende den Platz auf dem Podium kostete.
Die Zieleinfahrt am finalen Hillclimb war komplett mit Zuschauern gefüllt, die den Hard-Enduro-Sport feierten und jeden einzelnen Finisher bejubelten. Andy Fazekas, der Prolog-Direktor, hat auch die Zieleinfahrt designt: Zu Beginn der Steilhang, dann die Wahl: Sprung über die Freestyle-Rampe oder ein letzter Kampf über Hindernisse und Schlamm. Ohne Zweifel ein besonderes Finish für die 20-jährige Jubiläumsausgabe. Trystan Hart fuhr als Erster den ganzen Hillclimb hinauf durch den Red-Bull-Bogen und wurde zum King of the Hill gekrönt – zum zweiten Mal in Folge.
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Die "Edition 20" war voller Extreme – nicht zuletzt wegen der Wetterbedingungen: Gewitter, Sturm, Hagel und Regen begegneten den Fahrern mitten in der rumänischen Wildnis am ersten Offroad-Tag, was die Strecke nahezu unfahrbar machte – das war das pure Überleben.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Mani Lettenbichler: "Absolut verrückt die Romaniacs, wie immer. Ich kann es nicht glauben. Es ist crazy, ein weiteres Rennen hier zu gewinnen. Letztes Jahr wurde ich nur Sechster und wollte für dieses Jahr unbedingt die Revanche – und ja, es hat sich ausgezahlt. Diese Woche lief perfekt, einfach der beste Weg, ein Rennen zu gewinnen."
Teo Kabakchiev: "Ich bin so glücklich. Ich habe es geschafft, die 30 Minuten Zeitstrafe vom ersten Tag über die folgenden drei Tage wieder gutzumachen. Ich freue mich auch für meinen Sponsor Econt und alle Bulgaren, die mich unterstützen. Das bedeutet mir unglaublich viel." Resultate Red Bull Romaniacs:
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1. Manuel Lettenbichler (D), KTM, 19:45:15 Stunden 2. Trystan Hart (CND), KTM, +1:09:59 Stunden 3. Teodor Kabakchiev (BG), KTM, +1:24:01 4. Billy Bolt (GB), Husqvarna, +1:40:01 5. Wade Young (ZA), Sherco, +1:46:47 Provisorischer Stand Hard-Enduro-WM nach 3 von 6 Events: 1. Manuel Lettenbichler (D), KTM, 63 Punkte 2. Trystan Hart (CND), KTM, 46 3. Billy Bolt (GB), Husqvarna, 44 4. Teodor Kabakchiev (BG), KTM, 38 5. Michael Walkner (A), GASGAS, 31
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