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6h Spa: Privater Porsche 963 gewinnt dritten WEC-Lauf

Von Oliver Müller
Siegerauto in Spa: Der Porsche 963 von William Stevens und Callum Ilott

Siegerauto in Spa: Der Porsche 963 von William Stevens und Callum Ilott

William Stevens und Callum Ilott triumphieren für das Hertz Team Jota beim Lauf der Sportwagen-WM in Spa-Francorchamps. Werks-Porsche und Werks-Ferrari ebenfalls auf dem Podium. Lange Pause wegen Crash des Cadillac.

Das 6h Rennen von Spa-Francorchamps 2024 hatte Überlänge: Anstatt gegen 19:00 Uhr endete Lauf drei der WEC erst nach 21:00 Uhr. Grund war ein Crash gegen 17:15 Uhr des Cadillac V-Series.R von Earl Bamber. Der Neuseeländer wollte in einer engen Lücke den Proton-Porsche 963 von Neel Jani auf der Kemmel-Geraden überholen - und blieb dabei am BMW M4 LMGT3 von Sean Gelael hängen. Als Resultat crashte der Cadillac spektakulär in die Leitplanke. Gemäß eines Statements von Cadillac wurde Bamber nicht verletzt. Die Leitplanke wurde hingegen so sehr in Mitleidenschaft gezogen, dass das Rennen rund zwei Stunden mit einer roten Flagge unterbrochen werden musste.

Vor extrem gut gefüllten Zuschauerrängen machte nach dem Rennstart aber zunächst der Porsche 963 von Matt Campbell, Michael Christensen und Frédéric Makowiecki die Pace beim dritten WEC-Lauf 2024 in Spa. Tatsächlich hatten sich sogar schnell drei 963 auf den ersten drei Plätzen eingefunden. Noch in der Anfangsphase übernahm dann der private 963 von Neel Jani und Julien Andlauer die Spitze und behielt diese über weite Strecken des Rennens.

Nach und nach arbeiteten sich aber die drei Ferrari ins Spitzenfeld nach vorne, die aufgrund einer unglücklichen Qualifikation (mit sogar einer Disqualifikation) aus dem Mittel- bzw. Hinterfeld losfahren mussten. Nach zwei Rennstunden lagen bereits alle 499P in den Top Sechs. Zu Rennmitte verlor Michael Christensen dann seinen Werks-Porsche 963 ausgangs Blanchimont und musste das von Pole gestartete Fahrzeug beschädigt abstellen.

Somit sah es danach aus, dass der verbliebene Werks-Porsche von Kévin Estre, André Lotterer und Laurens Vanthoor, der weiterhin führende Proton-Porsche und die drei Ferrari den Sieg beim Klassiker in den belgischen Ardennen unter sich ausmachen würden - zumal zur Vier-Stunden-Marke die beiden Werks-Ferrari die Spitzenpositionen übernahmen. Der bereits angesprochene Unfall des Cadillac nach rund vier Stunden 15 Minuten machte alldem dann einen Strich durch die Rechnung.

Das Rennen wurde für zwei Stunden unterbrochen. Kurz vor dem Crash hatten der Werks-Porsche von Estre/Lotterer/L. Vanthoor und auch der private Porsche vom Hertz Team Jota mit Stevens/Ilott aber Sprit nachgefasst. Das war der Schlüssel für diese beiden Autos. Denn nachdem das Rennen wieder aufgenommen wurde, mussten diese zwei Porsche nicht zum Tanken in die Boxengasse abbiegen, während die Konkurrenz Benzin aufnehmen musste. Das brachte den entscheidenden Vorteil.

Letztendlich setzte sich der 963 von Stevens/Ilott durch und gewann mit über zwölf Sekunden Vorsprung vor Estre/Lotterer/L. Vanthoor, die damit ihre Führung in der WM-Tabelle weiter ausbauen konnten. Der Ferrari von Antonio Fuoco, Miguel Molina und Nicklas Nielsen komplettierte das Podium, hatte aber aufgrund des zusätzlichen Stopps über eine Minute und 14 Sekunden Rückstand. Rang vier ging an den zweiten Werks-Ferrari von Alessandro Pier Guidi, James Calado und Antonio Giovinazzi.

Die Top Fünf komplettierte der Proton-Porsche vor den beiden Toyota GR010 Hybrid von Sébastien Buemi, Ryo Hirakawa und Brendon Hartley bzw. Mike Conway, Kamui Kobayashi und Nyck de Vries. Platz acht holte der private Ferrari von Robert Kubica, Robert Shwartzman und Yifei Ye. Auch in der LMGT3-Klasse konnte Porsche einen Doppelsieg einfahren. Yasser Shahin, Morris Schuring und Richard Lietz gewannen im 911 GT3 R LMGT3 vor den Teamkollegen Aliaksandr Malykhin, Joel Sturm und Klaus Bachler. Der nächste WEC-Lauf 2024 ist das ganz große Saison-Highlight: Die 24h Le Mans am 15./16. Juni.

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