Fernando Alonso (McLaren) 12.: Ja, ich bin frustriert

Von Mathias Brunner
Formel 1
Fernando Alonso

Fernando Alonso

​Das hätte nach den katastrophalen Wintertests McLaren-Honda keiner zugetraut: Fernando Alonso im zweiten freien Training zum Australien-GP auf Rang 12. Das sagt der Spanier über seine Leistung.

Selbst langjährige Formel-1-Experten hatten vor den ersten Trainings auf dem Albert Park Circuit befürchtet: Wenn es in Australien so weitergeht wie bei den Wintertests in Spanien, dann wird McLaren-Honda ganz hinten sein. Und dann das – Fernando Alonso auf Rang 12! Hoppla, was ist denn jetzt los? Hatte Honda-Rennchef Yusuke Hasegawa nicht von einem schwierigen Wochenende geredet?

Fernando Alonso meint: «Pffff, ihr wisst doch, was Freitage jeweils wert sind. Fakt ist, dass wir erneut Probleme hatten und dass einige Gegner in noch grösseren Schwierigkeiten waren. Wenn die alle sorgenfrei fahren, dann sieht das wieder ganz anders aus.»

«Ich glaube, was wir wirklich wert sind, das erleben wir erst am Samstag im Abschlusstraining und dann natürlich im Rennen. Aber ich bin auch zufrieden, weil das hier ein produktiver Tag gewesen ist.»

«Ich fühle mich heute weder optimistisch, aber auch nicht pessimistisch. Die Wintertests verliefen wirklich schlecht. Klar wurde viel geschrieben, dass wir das schwächste Team seien und so weiter und so fort. Wir aber wussten: Wenn wir an unseren Schwachstellen arbeiten, dann ist das durchaus nicht so.»

Alonso hatte eine starke Reaktion von Honda erwartet, sehen wir die bereits? «Mal abwarten», bleibt der Champion von 2005 und 2006 vorsichtig. «Es geht ja nicht nur um Honda, auch vom Wagen her müssen wir zulegen.»

«Wir sind etwas mehr gefahren als in Spanien, daher konnten wir auch mehr aus dem Wagen holen. Aber gemessen an den Gegnern sind wir noch immer zu wenig zum Fahren gekommen – wir können erheblich mehr.»

«Was das Kräfteverhältnis angeht: Das ist mir alles herzlich egal. Es ist mir wurscht, wer sich im Mittelfeld auf welchem Platz tummelt. Wir wollen aufs Siegerpodest und Rennen gewinnen und Weltmeister werden. Wenn wir heute unsere Probleme haben und mit Renault und Force India kämpfen müssen, dann zeigt das, wie weit wir von diesem Ziel entfernt sind, also ist mir das Kräfteverhältnis einerlei.»

«Wir haben Anzeichen, dass es aufwärts geht. Ich lerne mit jeder Runde mehr über dieses Auto, das sind alles Lehren, die ich schon in Barcelona hätte machen müssen. Die Verbesserungen funktionieren. Aber da kommt noch viel mehr. Ist das alles frustrierend? Ja klar. Ich sehe, wie ich auf einige Gegner in den Kurven 50 Meter gewinne – und dann verliere ich auf der folgenden Geraden 200 Meter.»

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