Formel 1

Pascal Wehrlein über Crash: «Augen zu und durch»

Von - 29.07.2017 20:12

Sauber-Pilot Pascal Wehrlein bescherte seinen Mechanikern am Freitag mit einem Abflug eine Nachtschicht. Nach dem Qualifying bedankte sich der Deutsche brav bei seiner Mannschaft für den Extra-Einsatz.

Im Qualifying zum Ungarn-GP schaffte es Pascal Wehrlein zum siebten Mal in diesem Jahr, seinen Teamkollegen Marcus Ericsson hinter sich zu lassen. Während sich der Schwede, der nach Problemen im dritten Training mit einem neuen Motor zum Abschlusstraining ausrücken musste, sogar hinter Massa-Ersatzmann Paul di Resta einreihte, schaffte es der Deutsche immerhin auf den 18. Platz.

«Mehr war nicht möglich, denn auf den 17. Rang fehlten etwa sieben Zehntel», seufzte der Mercedes-Junior hinterher, und er gestand auch: «Mehr war nicht möglich als Platz 18, sieben Zehntel gefehlt auf P17. Wir haben uns vom diesem Wochenende mehr versprochen, weil die Strecke nicht so motorenlastig ist. Aber wie gesagt, heute war nicht mehr möglich.»

Trotzdem hatte Wehrlein auch Grund zur Freude. Denn seine Mechaniker leisteten viele Überstunden, um sein Auto nach dem FP2-Crash wieder flott zu kriegen. «Gestern hatten wir ein Problem mit dem Auto, aber das Wichtigste ist, dass es heute wieder sehr, sehr gut lief. Das ist eine super Leistung, vor allem in dieser kurzen Zeit. Die Mechaniker haben einen super Job gemacht, denn sie mussten das Auto runderneuern. Das ist im Werk in aller Ruhe natürlich einfacher zu bewerkstelligen als in ein paar Stunden und über Nacht, deswegen bin ich ganz happy und meinem Team auch sehr dankbar dafür.»

«Eigentlich ist es überhaupt ein Glück, dass ich heute fahren konnte, denn ich hatte noch nie einen derart harten Einschlag. Der Sensor in meinem Ohr beim Aufprall eine Verzögerung von 46g registriert, das ist schon sehr heftig», fügte der Sigmaringer an. Und er schilderte: «Während des Abflugs macht man einfach die Augen zu und wartet, bis es vorbei ist. Wichtig ist auch, dass man die Hände vom Lenkrad nimmt, wenn man weiss, dass es nicht zu retten ist, sonst bricht man sich schnell mal die Finger oder die Hand. Das ist gar nicht so einfach, denn man will sich in einer solchen Situation instinktiv festhalten.»

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