Sebastian Vettel (Ferrari): «Langweiliger GP? Gerne!»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sebastian Vettel

Sebastian Vettel

​Ferrari-Star Sebastian Vettel gilt als Favorit für einen Sieg in Kanada, nicht zuletzt deshalb, weil Ferrari einen verbesserten Motor einsetzt, Mercedes aber nicht. Was der Deutsche zu seinen Siegchancen sagt.

Zahlen lügen vielleicht nicht, aber sie sagen auch nicht immer die ganze Wahrheit. Ein Blick in die WM-Tabellen von 2017 und 2018 zeigt: Vor einem Jahr hatte Ferrari-Star Sebastian Vettel 33 Punkte mehr auf dem Konto und kam als Monaco-Sieger und WM-Leader nach Kanada. Nun liegt er vierzehn Zähler hinter Lewis Hamilton. Seb relativiert: «Jedes Jahr ist wieder anders, das Auto ist ein ganz anderes. Das ist schwer zu vergleichen.»

Mercedes musste kurzfristig auf den Einsatz des neuen Motors verzichten, bei Ferrari scheint alles wie am Schnürchen zu laufen. Vettel: «Es entsprach unserem Plan, den neuen Motor hier einzusetzen. Schwer zu sagen, was das wert ist. Es hängt auch davon ab, welche Verbesserungen die anderen Teams bringen. Kanada ist ein Power-Kurs, da kann mehr Leistung gewiss nicht schaden. Was Mercedes einsetzen wollte, weiss ich nicht. Aber entscheidend ist nicht, was wir hier machen, sondern dass wir über den ganzen Verlauf der Saison effizienter entwickeln als unsere Gegner.»

«Generell bin ich mit der Arbeit unserer Motorenleute sehr zufrieden. Die Anzahl Kilometer wirkt sich bei uns nicht so arg auf die Leistung aus. Mit dieser Triebwerksgeneration ist Leistungsabbau kein so grosses Thema.»

Wir fahren mit den gleichen weichen Reifen wie in Monaco. Seb: «Wenn wir so viel Verschleiss haben wie in Monte Carlo, dann erleben wir mehr Stopps. Aber wir müssen im Training herausfinden, wie das läuft. Überholen ist hier kein Problem, das Reifen-Management schon. Monaco war in Sachen Reifen schlimmer als die Rennen zuvor. Du konntest einfach nicht attackieren. Ich hoffe, das bleibt einmalig. Hier haben wir zwar die gleichen drei Reifentypen, aber die Piste ist ganz anders. Das Wetter wird auch eine Rolle spielen.»

«Wir haben ein Auto, das auf jeder Art Strecke schnell ist und eine gute Topspeed hat. Kanada ist von Pistenlayout her ein wenig eigenwillig. Ich fahre gerne hier. Es ist ein paar Mal vorgekommen, dass ich zurückgefallen bin und aufholen musste. Das hat Spass gemacht. Die ganze Stadt brummt richtig, wenn das Rennen hier ist, das ist schön zu sehen.»

Auf die Frage, ob er wie in Monaco nicht ein fades Rennen fürchte, grinst Vettel: «Langweilig wäre für mich, dass wir einen Doppelsieg einfahren, und damit könnte ich gut leben.»

Wie sehr wird sich Red Bull Racing hier einmischen? Seb: «In Monaco ist aufgefallen, dass ihr Wagen mit den Reifen behutsamer umgeht. Das kann hier ebenfalls eine Rolle spielen. Ich weiss aber nicht, welche Verbesserungen sie im Gepäck haben. Ich gehe davon aus, dass die drei Top-Teams wieder dicht beisammen liegen.»

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