Formel-1-WM 2019: 21 Rennen – mit Deutschland-GP!

Von Mathias Brunner
Die Formel-1-WM 2019 beginnt erneut in Australien

Die Formel-1-WM 2019 beginnt erneut in Australien

​Gute Nachricht für alle deutschen Formel-1-Fans: Es wird auch 2019 einen Grossen Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring geben! Mercedes-Benz steigt als neuer Titelsponsor ein.

Die Formel-1-Führung hat das WM-Programm 2019 veröffentlicht. Chase Carey und Sean Bratches haben Wort gehalten: Es wird auch 2019 einen Grossen Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring geben – die deutschen GP-Fans können durchatmen. Formel-1-CEO Carey hatte beteuert: «Wir werden alles daransetzen, um das Interesse in den USA zu steigern. Aber wir werden die historischen Strecken in Europa nicht vernachlässigen.» Geschäftsleiter Bratches hatte angekündigt: «Es liegt in unserem Interesse, dass es in Deutschland weitergeht. Wir haben bei drei von 21 Ländern die Situation, dass die Regierung den Grand Prix nicht finanziell stützt. Das sind die Rennen in Österreich, Grossbritannien und Deutschland. Wir müssen für diese drei einen angemessenen Weg finden, um diese mangelnde Unterstützung langfristig zu umschiffen.»

Für Deutschland ist das geschafft. Der Deutschland-GP lockte alleine am Rennsonntag 71.000 Zuschauer an den Hockenheimring. Für Silverstone (nach Ausgabe 2019 ohne Vertrag) muss noch eine Lösung gefunden werden.

Georg Sailer, Geschäftsleiter der Hockenheimring GmbH: «Wir sind erfreut, dass wir auch 2019 einen Grand Prix austragen dürfen. Die Verhandlungen waren geprägt von vertrauensvoll, konstruktiv und lösungsorientiert.»

Mercedes wird Titelsponsor. Mercedes-Teamchef Toto Wolff: «Das Rennen 2018 zeigte, wie gross die Begeisterung in Deutschland für die Formel 1 bleibt. Wir wollten etwas in unserer Macht stehende tun, um zu helfen. Wir freuen uns, neuer Hauptsponsor zu sein.»

Die Formel-1-WM 2019 beginnt eine Woche früher als 2018, am 17. März im Albert-Park von Melbourne. Das bedeutet auch, dass die Wintertests eine Woche früher stattfinden als in diesem Jahr. Noch ist nicht entschieden, ob in Jerez und/oder Barcelona gefahren wird. Die WM wird länger dauern, um zu verhindern, dass wir wie 2018 drei Rennen in Serie haben (Frankreich, Österreich, England) – die Teams wollten diese Plackerei nicht mehr.

Zwei Wochen nach Australien geht es in Bahrain weiter, nach einer weiteren Zweiwochenpause wird in China der 1000. Grand Prix der WM-Historie gefahren.

Baku behält den April-Termin, dann folgen die üblichen Fixpunkte von Spanien (Mitte Mai), Monaco (Ende Mai) und Kanada (Anfang Juni).

Frankreich und Österreich bleiben innerhalb von acht Tagen, aber Grossbritannien steht alleine. Das bedeutet auch, dass das Paket aus Hockenheimring und Hungaroring bis in den August reicht und Belgien erst am 1. September stattfindet.

Russland schliesst sich unmittelbar an Singapur an, Mexiko rückt vor Austin (Texas).

Honda tritt beim Grossen Preis von Japan als Titelsponsor auf. Die Rennstrecke gehört dem japanischen Hersteller. Mit den Japanern ist ein neues Abkommen geschlossen worden, das den Grossen Preis für drei weitere Jahre in Suzuka behält, also 2019, 2020 und 2021.

Das WM-Finale findet dann am 1. Dezember 2019 auf dem Yas Marina Circuit von Abu Dhabi statt.

Formel-1-Wintertests 2019

18.–21. Februar: Jerez oder Barcelona
26. Februar bis 1. März: Barcelona oder Jerez

Formel-1-WM 2019

17. März: Australien (Melbourne)
31. März: Bahrain (Sakhir)
14. April: China (Shanghai)
28. April: Aserbaidschan (Baku)
12. Mai: Spanien (Barcelona)
26. Mai: Monaco (Monte Carlo)
9. Juni: Kanada (Montreal)
23. Juni: Frankreich (Le Castellet)
30. Juni: Österreich (Spielberg)
14. Juli: Grossbritannien (Silverstone)
28. Juli: Deutschland (Hockenheim)
4. August: Ungarn (Budapest)
1. September: Belgien (Spa-Francorchamps)
8. September: Italien (Monza)
22. September: Singapur
29. September: Russland (Sotschi)
13. Oktober: Japan (Suzuka)
27. Oktober: Mexiko (Mexiko-Stadt)
3. November: USA (Austin)
17. November: Brasilien (São Paulo)
1. Dezember: Abu Dhabi (Insel Yas)

Der FIA-Weltrat muss bis Dezember diesen Vorschlag der Formel-1-Führung abnicken.

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