Sauber-Crash von Marcus Ericsson: FIA stellt Fragen

Von Adam Cooper
Formel 1
Der fürchterliche Unfall von Marcus Ericsson in Monza

Der fürchterliche Unfall von Marcus Ericsson in Monza

​Der Schwede Marcus Ericsson hat einen fürchterlichen Unfall in Monza unverletzt überstanden. An seinem Sauber-Renner hatte die Heckflügelklappe zu spät geschlossen. Die FIA stellt Fragen.

Schwerer Unfall von Marcus Ericsson im zweiten freien Training zum Italien-GP in Monza: Als sich die Heckflügelklappe an seinem Sauber-Renner zu spät schloss, bog Ericssons Auto beim Anbremsen der ersten Monza-Schikane schlagartig nach links ab, prallte in die Leitschienen und überschlug sich in der wassergeschwängerten Wiese. Es spricht Bände für die Sicherheitszellen der modernen GP-Renner, dass der Schwede unverletzt blieb.

Die Sauber-Techniker konnten den FIA-Regelhütern nachweisen, dass mit einigen Modifikationen ein solcher Defekt nicht noch einmal vorkommen kann. Dennoch stellt die FIA Fragen. Rennleiter Charlie Whiting will den Unfall bei der jüngsten Sitzung der so genannten Technischen Arbeitsgruppe zur Sprache bringen.

Whiting sagt: «Wir haben uns nach dem Vorfall bei Sauber die Heckflügel aller Rennställe angeschaut, weil wir sichergehen wollten, dass sich das nicht wiederholt.»

Bei Ericsson hatte sich die Klappe im Windschatten eines Gegners über das übliche Mass von 50 Millimetern hinaus geöffnet, dadurch konnte der Flügel nicht schnell und komplett genug schliessen, als er von Ericsson aktiviert wurde. Whiting: «Der automatische Schliessmechanismus reagierte zu langsam, weil sich die Klappe zu sehr geöffnet hatte.»

Etwas Ähnliches passierte am Renault von Nico Hülkenberg. Allerdings konnte der Emmericher seinen Wagen an die Box bringen, bevor es haarig wurde. Das klappbare Element war nach hinten verbogen.

«Es ist nicht unüblich, dass der Schliessmechanismus nicht richtig funktioniert», sagt Whiting weiter. «Wir hatten einen solchen Fall auch am Ferrari von Kimi Räikkönen in Belgien.»

Dennoch will Whiting zusammen mit den Technikern diskutieren, wie solche Fälle künftig verhindert werden können.

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