FP3: Lewis Hamilton top, Schrecksekunde für Leclerc

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Lewis Hamilton stellte im FP3 die Bestzeit auf

Lewis Hamilton stellte im FP3 die Bestzeit auf

In der letzten freien Trainingsstunde vor dem Brasilien-Qualifying war Lewis Hamilton der schnellste Mann auf der Piste. Max Verstappen blieb allerdings nur unwesentlich langsamer als der F1-Champion.

Nachdem die GP-Stars am Vortag noch von Regen und einer nassen Piste begrüsst worden waren, durften sie die letzte freie Trainingsstunde vor dem Brasilien-Qualifying bei trockenen Bedingungen und knapp 20 Grad Aussentemperatur in Angriff nehmen. Die beiden Haas-Piloten Romain Grosjean sowie Toro Rosso-Pilot Daniil Kvyat und Red Bull Racing-Star Max Verstappen verloren keine Zeit und rückten gleich zum Start der Session aus.

Auch Robert Kubica zeigte sich schnell auf der Piste. Der Pole musste endlich ein paar Kilometer hinter sich bringen, nachdem er am Trainingsfreitag keine ganze Runde geschafft hatte. Das lag einerseits daran, dass er seinen Williams im ersten Training Nicholas Latifi überlassen musste. Andererseits hatte der 34-Jährige das Pech, gleich zu Beginn der zweiten Session abzufliegen und dabei seinen Renner derart zu beschädigen, dass sein Team das Ersatzchassis vorbereiten musste.

Kubica blieb diesmal auf der Piste und stellte auch die erste Rundenzeit auf. McLaren-Hoffnungsträger Carlos Sainz tat es ihm gleich und blieb mit 1:11,058 min mehr als 2,5 sec schneller als der Williams-Pilot. Die Beiden hatten die Strecke eine Weile für sich, während sich die Konkurrenz in den Boxen auf die nächste Ausfahrt vorbereitete. Schliesslich sorgte Daniel Ricciardo mit 1:10,577 min für Bewegung auf dem Zeitenmonitor und bald liessen sich auch seine Berufskollegen eine Rundenzeit notieren.

Der Australier wurde von seinem Teamkollegen Nico Hülkenberg (1:10,276 min) auf den zweiten Platz verwiesen, doch bald schon wurde der Deutsche selbst durchgereicht, da erst Charles Leclerc einen Umlauf in 1:09,871 min schaffte und bald darauf sein Ferrari-Teamkollege Sebastian Vettel mit 1:09,666 min nachlegte. Auch Lewis Hamilton gab nun Gas und setzte sich mit 1:09,562 min an die Spitze und der sechsfache Champion verbesserte sich in der Folge auf 1:09,454 min.

Trotzdem musste Hamilton die Spitzenposition an Verstappen abgeben, der mit 1:09,327 min eine neue Bestmarke aufstellte und diese kurz darauf auf 1:09,063 min verbesserte. Damit führte der Niederländer die Zeitenliste auch zur FP3-Halbzeit an, dahinter belegten Hamilton, Valtteri Bottas, Charles Leclerc, Vettel, Alex Albon, Hülkenberg, Lando Norris und Pierre Gasly die weiteren Top-10-Ränge.

Beinahe-Crash von Charles Leclerc

Die Zuschauer am Autódromo José Carlos Pace bekamen auch einige amüsante Szenen zu sehen, so lieferten sich Romain Grosjean und Sergio Pérez ein kleines Duell, das den Genfer veranlasste, sich über Funk über den Mexikaner zu beschweren. «Pérez hat mich gerade von der Strecke gedrängt», klagte er.

An der Spitze sorgten die Ferrari-Teamkollegen für neue Sektor-Bestzeiten, wobei Leclerc der Schnellere blieb und mit 1:08,611 min den ersten Platz vor Vettel übernahm, dem nur 53 Tausendstel auf die Bestmarke fehlten. Doch Hamilton gab nicht auf und konterte mit 1:08,320 min mit Erfolg. Verstappen musste hingegen in der Box ausharren, weil an seinem Frontflügel geschraubt wurde.

In den letzten Minuten tummelten sich fast alle GP-Stars auf der kurzen Interlagos-Piste, was Leclerc eine Schrecksekunde bescherte. Der Monegasse krachte beinahe ins Heck von Carlos Sainz, der vor ihm abrupt in die Eisen stieg. Der Ferrari-Pilot fragte über Boxenfunk entgeistert: «Was macht Sainz da, wir hätten beinahe einen Crash gehabt.»

Kurz vor dem Ende der Session beklagte Hamilton einen grossen Power-Verlust und steuerte deshalb die Box der Silbernen an, während die Konkurrenz zu einem letzten schnellen Versuch ausrückte. Doch an der Spitze änderte sich nichts mehr, Hamilton durfte sich mit 1:08,320 min über die Bestzeit vor Verstappen, Leclerc, Vettel, Albon, Bottas, Kvyat, Giovinazzi, Norris, Sainz, Räikkönen, Gasly, Hülkenberg, Magnussen, Ricciardo, Grosjean, Pérez, Lance Stroll, George Russell und Kubica freuen.

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