Robert Kubica: «Es kommt immer noch aufs Talent an»

Von Agnes Carlier
Formel 1
Robert Kubica

Robert Kubica

Williams-Abschiedskandidat Robert Kubica bezweifelt, dass sich das Kräfteverhältnis nach Einführung der Budget-Obergrenze wirklich verändern wird und verweist dabei auf die Nachwuchsklassen.

Die neuen Formel-1-Regeln für die Saison 2021 und danach sollen einerseits dank neuer Aerodynamik-Vorgaben für längere und engere Verfolgungsjagden und somit für mehr Action auf der Piste sorgen. Andererseits wollen die F1- und FIA-Verantwortlichen mittels einer Budget-Obergrenze ein ausgeglicheneres Feld schaffen.

Den ersten Teil begrüsst F1-Abschiedskandidat Robert Kubica, der im Fahrerlager von São Paulo erklärte: «Mit den neuen Autos sollen bessere und spannendere Rennen möglich sein, und ich denke, es sieht sehr vielversprechend aus. Ich hoffe sehr, dass die Verantwortlichen der Formel 1 und der FIA das erreichen, was sie mit den neuen Regeln für die Autos auch bezwecken, denn das würde die Rennen für die Fans und für uns Fahrer interessanter und aufregender gestalten.»

Dass die neuen Rahmenbedingungen auch für mehr Konkurrenz an der Spitze sorgen sollen, bezweifelt der Pole allerdings. «Da habe ich meine ganz eigene Meinung», winkte der 34-Jährige aus Krakau ab. «Wir vergessen bei diesem Thema gerne, dass es letztlich um die Talente geht, sie machen den Unterschied aus, auch wenn es natürlich hilft, wenn man Geld hat. Aber am Ende ist es das Talent, das über Erfolg und Niederlage bestimmt.»

«Ich hoffe natürlich, dass die Teams leistungsmässig näher zusammenrücken, aber ich habe da meine Zweifel», fuhr Kubica fort. «Denn wir haben in der Vergangenheit immer wieder erlebt, dass gewisse Teams dominieren. Und das sieht man auch in den Nachwuchsklassen, der Formel 2 und der Formel 3. Obwohl dort alle mit dem gleichen Material unterwegs sind, sind es immer die gleichen Teams, die dank des Talents jener Leute, die an den Autos arbeiten, vorne liegen.»

«Wir müssen uns also gedulden und schauen, wie sich die Regeln letztlich auswirken werden. Aber wenn die Autos besseres Racing zulassen, wäre das schon ein grosser Fortschritt und ich denke, jeder Fahrer freut sich darauf», fügte der Formel-1-Rückkehrer an.

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