Charles Leclerc (Ferrari): Sieg im Australien-GP

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Der zweifache GP-Sieger Charles Leclerc hat erstmals an einem virtuellen WM-Lauf der Formel 1 teilgenommen – und in der Simulation des Australien-GP gleich einen Start/Ziel-Sieg eingefahren.

Ferrari-Star Charles Leclerc hat zum ersten Mal an einem von der Formel 1 organisierten, virtuellen Grand Prix teilgenommen – dem australischen WM-Lauf, anstelle des Grossen Preises von Vietnam (den Strassenkurs von Hanoi gibt es nicht im 2019er Formel-1-Spiel von Codemasters, auf dem die virtuellen Rennen basieren). Der 22jährige Monegasse enttäuschte seine Fans nicht: Start/Ziel-Sieg im Albert-Park von Melbourne!

Auf der Pole-Position hätte eigentlich Renault-Fahrer Christian Lundgaard stehen sollen. Doch der Däne wurde nach der Quali strafversetzt, weil er etwas zu oft neben der Strecke gefahren war. Damit standen in der ersten Reihe: Charles Leclerc (Ferrari) und George Russell (Williams). Auch der junge Engländer fuhr erstmals virtuell mit.

Leclerc ging sofort und Führung und gab sie über 29 Runden nicht mehr ab. Nach dem Rennen meinte Charles: «Das war unglaublich hart. Ich schwitze wie verrückt, tolles Rennen! Ich habe mir das Soiel erst vor acht Tage gekauft, aber seither habe ich jeden Tag mindestens fünf Stunden geübt.»

Auf Rang 2 kam Renault-Entwicklungsfahrer Lundgaard ins Ziel. Der Däne hatte den zweiten Platz Arthur Leclerc abgeluchst, dem Bruder von Charles im zweiten Ferrari. Dies nach einer Berührung in Runde 8 in der ersten Kurve. Der jüngere Leclerc fiel auf Rang 4 zurück.

Mercedes-Zögling George Russell lag im Williams die ersten vier Runden lang auf Platz 2, hatte dann aber einen Dreher, ebenfalls in Kurve 1. Überdies hatte Russell eine Berührung mit dem jungen Leclerc.

Ungeschoren kam fast keiner über die Runden: Alex Albon (Red Bull Racing-Honda) hatte sich bis auf Rang 3 vorgearbeitet, dann folgte ein Dreher in der schnellen Kombination der Kurven 11 und 12. Der Thai-Brite fiel zurück. Haas-Reservist Louis Delétraz hatte zwei Mal Mauerkontakt und wurde Siebter.

Insgesamt nahmen zehn derzeitige oder frühere GP-Fahrer teil, darunter auch Jenson Button, Weltmeister 2009, und der dreifache GP-Sieger Johnny Herbert. Der Sieger des ersten virtuellen Grand Prix (von Bahrain) fehlte, der Chinese Guanyu Zhou. Er war bei Renault durch Lundgaard ersetzt worden.

Kurios, wie Lando Norris ausschied, einer der besten Sim-Racer. Der McLaren-Fahrer wurde wegen eines Computer-Hicksers aus dem System geworfen und konnte gar nicht erst losfahren. Der junge Engländer betätigte sich daraufhin auf seinen Twitch-Stream als GP-Kommentator.

Im Laufe der Übertragung rief Norris seinen Kumpel Max Verstappen an, der nicht am offiziellen Formel-1-Spiel teilnimmt. Der niederländische GP-Sieger sagt: «Ich kenne das 2019er F1-Spiel nicht. Es würde Tage brauchen, um damit auf ein vernünftiges Niveau zu gelangen. Und wenn ich antrete, dann will ich auch eine Chance auf den Sieg haben.»

Verstappen riet Norris: «Deinstallier dein Spiel vom Rechner und wirf es in die Tonne. An diesem Spiel werde ich ganz sicher nie teilnehmen.»

Verstappen krönte sich am vergangenen Wochenende in der virtuellen Redline-Serie «Real Racers Never Quit» zum Champion. Die Redline-Meisterschaft ging über zwölf Runden, die in F3-Rennern, GTE-Autos, Supercars und LMP2-Fahrzeugen ausgetragen wurden. Kelvin Van der Linde wurde Gesamtzweiter, Lando Norris Dritter.

Der nächste virtuelle Formel-1-Lauf findet am 19. April statt, mit dem Grossen Preis von China auf dem Shanghai International Circuit.

Virtueller Australien-GP

1. Charles Leclerc (MC), Ferrari
2. Christian Lundgaard (DK), Renault
3. George Russell (GB), Williams
4. Arthur Leclerc (MC), Ferrari
5. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo
6. Stoffel Vandoorne (B), Mercedes
7. Louis Delétraz (CH), Haas
8. Alexander Albon (T), Red Bull Racing-Honda
9. Jimmy Broadbent (GB), Racing Point
10. Pietro Fittipaldi (BR), Haas
11. Nicholas Latifi (CDN), Williams
12. Jenson Button (GB), McLaren
13. Luca Salvadori (I), AlphaTauri-Honda
14. Nunzio Todisco (I), AlphaTauri-Honda
15. Anthony Davidson (GB), Racing Point
16. Andre Heimgartner (AUS), Renault
17. Johnny Herbert (GB), Alfa Romeo
18. Ben Stokes (GB), Red Bull Racing-Honda
19. Esteban Gutiérrez (MEX), Mercedes
20. Lando Norris (GB), McLaren

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