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Red Bull Ring: Streckenpräsentation aus der Luft
Eine besondere Runde um den Red Bull Ring durfte Dario Costa noch vor dem WM-Auftakt der vergangenen Woche drehen: Der Kunstflug-Profi flog den GP-Kurs ab, auf dem am Sonntag auch der 2. WM-Lauf ausgetragen wird.
Formel 1
Im Artikel erwähnt

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Den Rundenrekord auf dem Red Bull Ring hält Kimi Räikkönen mit 1:06,957 min seit dem Rennen 2018. Die schnellste jemals gefahrene Runde hat ebenfalls ein Finne aufgestellt und ist nur wenige Tage alt: Der diesjährige Österreich-GP-Sieger Valtteri Bottas sicherte sich im Qualifying die Pole-Position in 1:02,939 min.
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Dario Costa hat für seine spektakuläre Einlage über dem Spielberg von der Start- bis zur Ziellinie rund eine Minute gebraucht. Als Mitglied der Flying Bulls und ehemaliger Red Bull Air Race-Pilot ist er glühender Formel-1-Fan: "Ich liebe die Formel 1. Darum war ich auch leidenschaftlich gerne beim Challenger Cup des Red Bull Air Race dabei und habe diese Kombination aus Flug- und Rennsport mit Begeisterung ausgeübt." "Für so einen Flug über einer Rennstrecke gibt es keine bessere Location, als den Red Bull Ring. Die grossen Höhenunterschiede und die Lage in der schönen Landschaft machen seine Einzigartigkeit aus. Was Tiefflüge angeht, war es das Herausforderndste, was ich je gemacht habe. Ich musste den Flieger regelrecht wie ein Auto fliegen, um über dem Asphalt zu bleiben. Von der Aerodynamik und den Gesetzen der Luftfahrt hat sich die F1 viel abgeschaut. Die Autos sind fast wie Flugzeuge auf vier Rädern", schwärmt der Profi-Pilot. Im Vorfeld des ersten Steiermark-GP der Motorsport-Königsklasse liefert Dario Costa spektakuläre Bilder von der österreichi- schen Rennstrecke – nicht etwa am Boden, sondern mit seinem Rennflugzeug! Das Video von der „Aerobatic Track Preview“ über dem Red Bull Ring können sich Fans unter win.gs/F1TrackPreview gönnen, bevor es wieder auf dem Asphalt um WM-Punkte geht!
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Der britische Formel-1-Experte David Coulthard stand Dario Costa bei seiner Runde auf dem Red Bull Ring zur Seite. Um an die Rekordzeit der Formel 1 heranzukommen, musste der Italiener alle Trümpfe seines Flugkunst-Repertoires auspacken, darunter vertikale Wendemanöver unter anderem in der extrem engen Kurve 3 der Grand-Prix-Strecke. Was aus der Luft nach viel Vergnügen aussieht, bedeutet am Asphalt harte Arbeit im Cockpit – aber ganz von vorn:
Kurve 1 – Niki Lauda-Kurve Grosszügige Bremszonen lassen auf dem Red Bull Ring beherzte Überholmanöver zu, wie gleich nach dem Start in der Niki Lauda-Kurve, wenn die Formel-1-Piloten in die Eisen steigen, um die 90-Grad-Kehre zu meistern. Die Steigung unterstützt die Verzögerung, wer aber zu spät bremst, macht unnötige Umwege über die Randsteine hinaus. Zu früh auf der Bremse bedeutet leichte Beute für die Gegner! Den Bremspunkt perfekt erwischt, geht es im vierten Gang vorwärts, um die Konkurrenz auf der anschliessenden Bergauf-Passage abzuhängen.
Kurven 2 und 3 – vom Drehzahlkeller zum Top-Speed Kurve 2 mag harmlos aussehen, doch die Formel-1-Fahrer sind hier mit Vollgas im achten Gang am Werk, rasen mit über 320 km/h bergauf und müssen ihre Boliden danach im Scheitelpunkt der Kurve 3 nahezu mit einem Gewaltakt auf unfassbare 70 km/h herunterbremsen. Die Drehzahl fällt im zweiten Gang in tiefe Regionen. In der langsamsten Kurve, zugleich die höchste Stelle des Red Bull Rings, ist einmal mehr eine saubere Linie gefragt, um den Top-Speed auf der langen Schönberg-Geraden zu knacken – mit rund 330 km/h die schnellste Passage der österreichischen Grand-Prix-Strecke und eine von drei DRS-Zonen. Kurven 4 und 5 – doppelt rechts Tricky: In der abschüssigen Bremszone zur Kurve 4 beginnt das Heck nervös zu tanzen, auch der Bremsdruck ändert sich ständig. Die Kurve selbst wird im dritten Gang bei etwas über 100 km/h genommen, anschliessendes Short-Shifting bis in den siebenten Gang, Beschleunigung auf über 270 km/h. Am Scheitelpunkt der Kurve 5 geht es vor allem um die Vorbereitung auf die kommende Doppel-Links.
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Kurven 6 und 7 – endlich wieder links Seit dem Start gab es in Fahrtrichtung links nicht viel zu tun, die Temperatur der Reifen ist in den entsprechenden Bereichen deshalb niedrig. Zudem fällt die Strecke ab, man sieht beim Einlenken den Ausgang der langen Kurve 6 nicht, weiss aber, dass dahinter ein unbarmherziges Kiesbett wartet. Kurzes Hochbeschleunigen, Zeit, das flaue Gefühl im Magen zu überwinden, gibt es keine, stattdessen müssen die Piloten den späten Scheitelpunkt der siebten Kurve blind anvisieren. Kurve 8 – beschleunigen gegen die Kerbs Im anschliessenden Richtungswechsel schalten die Fahrer nur einen Gang hoch, beschleunigen aber auf über 260 km/h und müssen ihren Boliden so positionieren, dass sie ausgangs der Kurve nicht zu weit hinausgetragen werden. Das Ende der Randsteine ist hier nämlich schnell erreicht. Rindt- und Zielkurve 10 – letzte Chance auf den Sieg Nach einer kurzen Geraden wird das Heck beim Anpeilen der Rindt-Kurve erneut unruhig, wieder braucht es viel Vertrauen für den blind angefahrenen Kurvenausgang bei 240 km/h im siebten Gang. Einmal noch durchatmen und es geht hinab zur finalen Kurve des Red Bull Rings und hinein in die 626 Meter lange Start-Zielgerade und damit in die dritte DRS-Zone mit Vollgas zum Sieg!
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