Spielberg-GP: Vizekanzler Kogler als Ermöglicher

Von Günther Wiesinger
Formel 1
Der Auftakt in Spielberg war ein Erfolg

Der Auftakt in Spielberg war ein Erfolg

Ein grüner Sportminister und ein grüner Gesundheitsminister haben die Austragung des Formel-1-Auftakts vorangetrieben. Sportminister Werner Kogler zieht ein positives Fazit.

Es kommt nicht alle Tage vor, dass ausgerechnet ein grüner Sportminister und ein grüner Gesundheitsminister die Austragung eines Formel-1-GP vorantreiben. Noch dazu in Zeiten der Coronakrise. In Österreich ist es zusammen mit Red Bull gelungen.

Der österreichische Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler («Die Grünen») zeigte sich am Sonntagabend in der ORF-Sendung ZiB2 sehr zufrieden mit den beiden Formel-1-GP-Veranstaltungen in Spielberg in der Steiermark.

Kogler, selbst gebürtiger Steirer: «Ich habe bereits am Ostersamstag ein erstes einstündiges Gespräch mit dem Manager von Red Bull und den Beauftragten dort geführt, ob so ein Grand Prix irgendwie möglich ist. Ich habe dann ein Gespräch mit dem Gesundheitsministerium vermittelt. Ja, warum das? Wir sollen ja Ermöglicher und nicht Verhinderer sein. Und das ist gut gelungen. Inzwischen sind die Gesundheitskonzepte, die in Spielberg angewandt wurden, Vorbild für das Internationale Olympische Komitee, für den Fußballweltverband etc. Ich glaube, der grüne Gesundheitsminister Rudi Anschober und seine Leute haben das hervorragend gemacht. Das mit Red Bull ausgearbeitete Protokoll ist jetzt richtungsweisend für viele andere Sportarten.»

Kogler sieht keine Unvereinbarkeit zwischen der Ermöglichung von Formel-1-Rennen und seiner Funktion als grüner Parteichef in Österreich. «Denn wir werden die Klimakrise sicher nicht durch die Absage einzelner Autorennen bekämpfen und lösen können», erklärte Kogler. «Da haben wir ganz andere Programme, die man im österreichischen Regierungsprogramm nachlesen kann. Auch unsere Konzepte für die Milliarden-Investitionen, mit denen wir aus der Coronakrise rauskommen wollen, sind mit Klimaschutz verbunden. Das ist doch eine gute Sache.»

Übrigens: Viele Teammitglieder waren von der Abwicklung der beiden Formel-1-GP in der Steiermark so begeistert, dass am Samstag sogar Stimmen zu hören waren, man würde lieber einen dritten WM-Lauf in Österreich absolvieren als jetzt mit einiger Ungewissheit nach Budapest zu reisen.

Wie der Stabschef von Ministerpräsident Viktor Orban, Gergely Gulyas, erklärte, haben die ungarischen Gesundheitsbehörden 154 Länder auf Grundlage der dortigen Infektionszahlen in drei unterschiedliche Risikokategorien eingeteilt. Zur höchsten Risikogruppe «Rot» werden alle afrikanischen und südamerikanischen Länder gezählt sowie alle asiatischen Länder, abgesehen von China und Japan. Menschen aus der roten Gruppe dürfen nicht mehr nach Ungarn einreisen.

Aus Europa gehören auch Albanien, Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien, der Kosovo, Weißrussland, Montenegro und die Ukraine zur roten Gruppe.

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