Carlos Sainz: Trotz Ferrari-Krise nicht beunruhigt

Von Vanessa Georgoulas
Carlos Sainz

Carlos Sainz

Im nächsten Jahr wird Carlos Sainz für Ferrari um WM-Punkte kämpfen. Angesichts der Leistungskrise der Roten bleibt der Nachfolger von Sebastian Vettel gelassen. «Wir alle müssen uns gedulden», mahnt er.

Nach den ersten beiden WM-Läufen auf dem Red Bull Ring belegt das Ferrari-Team nur den fünften Platz in der Team-Wertung. Und die Lage gestaltet sich für die Roten beim dritten Kräftemessen auf dem Hungaroring auch nicht viel besser, wie Charles Leclerc am gestrigen Donnerstag betonte. Denn das Team aus Maranello hat sowohl beim Chassis als auch beim Motor Defizite, die nicht so leicht aus der Welt zu schaffen sind.

Das weiss auch Carlos Sainz, der aktuell noch im überlegeneren McLaren-Renner sitzt, ab 2021 aber für die Italiener Gas geben wird. Der frühere GP-Pilot Robert Doornbos befürchtet, dass der Spanier seine frühe Ferrari-Verpflichtung bereuen könnte. Gegenüber Topgear.nl erklärte der Niederländer: «Sainz nähert sich dem Gipfel seines Könnens. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es jemals einen Fahrer gegeben hat, der nicht glücklich über seinen Ferrari-Vertrag war, aber vielleicht wird er der erste sein, dem es so geht.»

Doch Sainz beteuerte an der FIA-Pressekonferenz, dass er sich derzeit keine Sorgen um die Zukunft des Teams mache. «Viele Leute fragen mich, ob ich mir grosse Sorgen mache oder meine Entscheidung bereue. Aber ich denke, diese Frage stellt sich derzeit noch nicht. Es ist noch viel zu früh, wir alle müssen uns gedulden», erklärte er.

Obwohl im nächsten Jahr nur beschränkte Weiterentwicklungen erlaubt sind, ist sich Sainz sicher, dass sein künftiger Brötchengeber noch zulegen wird. «Man kann klar erkennen, wie sehr sich ein Auto von einem Jahr zum nächsten verändern kann, etwa bei Racing Point oder auch bei Ferrari. Das ist das Gute an der Formel 1, dass diese Entwicklung nie ruht», betonte er.

«Ich mache mir keine Sorgen über die aktuell Form, denn in einem Jahr kann sich viel ändern. Deshalb fokussiere ich mich derzeit ganz auf die Gegenwart und meine Arbeit bei McLaren», stellte der Sohn der gleichnamigen Rallye-Legende klar. «Ich habe bereits zig mal erklärt, dass ich mich in diesem Jahr darauf konzentriere, mein Bestes für McLaren zu geben und nicht darauf achte, was bei Ferrari los ist. Sobald die Saison vorbei ist, werde ich mich dann auf meine neue Aufgabe konzentrieren.»

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