Daniel Ricciardo: «Vettel wird viel Geduld brauchen!»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Daniel Ricciardo kommt am Hungaroring an – Temperaturmessung

Daniel Ricciardo kommt am Hungaroring an – Temperaturmessung

​Der Australier Daniel Ricciardo war Stallgefährte von Sebastian Vettel und weiss genau, wie der Deutsche tickt. Zur Situation des vierfachen Champions meint Daniel: «Sebastian wird viel Geduld brauchen.»

Die Zukunft von Sebastian Vettel ist ein heisses Thema am Hungaroring, auch unter den Piloten. Der 30jährige Daniel Ricciardo war bei Red Bull Racing Stallgefährte des Heppenheimers und weiss genau, wie Vettel tickt.

Der vierfache Weltmeister kommt vielleicht in die gleiche Situation, in welcher sich auch Daniel befand: Von einem Top-Team zu einem Mittelfeldrennstall mit langer Aufbauzeit. Bei Daniel war dies der Schritt von Red Bull Racing zu Renault, bei Vettel könnte es vielleicht der Schritt sein von Ferrari zu Aston Martin (heute Racing Point).

Ricciardo sagt: «Das muss man sich in Ruhe überlegen. Fast immer in seiner Karriere hatte Vettel gute Autos. Wenn ich mich richtig erinnere, war er so gut wie in allen Formel-1-Jahren auf dem Siegerpodest zu sehen. Wenn er wirklich ins Mittelfeld zieht, dann wird das für ihn Neuland, und Vettel wird viel Geduld brauchen.»

«Letztlich ist es seine Entscheidung. Wenn er spürt, dass er noch immer zu vollem Einsatz bereit ist, dann wäre es toll, wenn er unserem Sport verbunden bliebe. Aber wenn er sich für ein solches Projekt entscheidet, dann muss er sich darüber im Klaren sein, dass es dauern könnte. Das ist keine Lösung für nur eine Saison, da muss man sich schon für zwei oder vielleicht drei Jahre binden. Ich mag Seb, und ich hoffe, er findet einen Platz, wo er happy ist.»

Ein anderer Aufreger, aus Sicht von Daniel: Das Duell mit Lance Stroll gegen Ende des Steiermark-GP.

Der siebenfache GP-Sieger sagt: «Ich hatte nicht erwartet, dass er von da hinten einen Angriff wagen würde. Ich bin ein wenig wütend mit mir selber, weil ich ihn hätte blockieren sollen, aber dann wären wir beide rausgeflogen, es war ein Kamikaze-Angriff. Und letztlich wollte ich ein gutes Ergebnis nicht wegwerfen. Ich habe kein Problem mit Lance, aber ich finde, durch die Attacke hat er einen unfairen Vorteil erlangt. Er hätte die Position eigentlich zurückgeben müssen.»

«Ich will kein so strenges Reglement, dass wir Piloten einander mit Samthandschuhen anfassen müssen. Aber es gibt Angriffe und Angriffe. Er hat es halt versucht, ich liess Platz, was ich rückblickend wohl nicht hätte tun sollen, wir gerieten beide neben die Bahn, daher ist für mich das ein misslungener Angriff, und so habe ich gesagt – er hätte die Position zurückgeben müssen. Hat er aber nicht.»

«Ich werde im Rahmen der Fahrerbesprechung das Thema auf den Tisch bringen, denn ein sauberes Manöver war das nicht. Ich will ihm keine Absicht unterstellen. Vielleicht hat er die Lage einfach falsch eingeschätzt. Ich will das in der Gruppe besprechen. Und ich glaube nicht, dass Lance das nochmals versuchen wird.»

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