Günther Steiner über Ferrari: Knallharte Kritik

Von Mathias Brunner
Formel 1
Haas-Teamchef Günther Steiner und Ferrari-Teamchef Mattia Binotto

Haas-Teamchef Günther Steiner und Ferrari-Teamchef Mattia Binotto

​Im Belgien-GP balgte sich Haas-Fahrer Romain Grosjean mit dem Ferrari-Duo Sebastian Vettel und Charles Leclerc. Haas-Teamchef Günther Steiner knallhart: «Was soll daran befriedigend sein?»

Stellen wir uns vor, wir hätten vor der Formel-1-WM 2020 gesagt: Ein Pilot von Haas wird sich mit den Ferrari-Fahrern duellieren. Dann hätte das nach dem ersten Podestplatz für die US-Amerikaner gerochen. Nun hat eine solche Szene stattgefunden, aber es ging im Belgien-GP dabei um die Ränge 13 bis 15.

Haas-Teamchef Günther Steiner sagt daher: «Gut, immerhin konnte Romain einen Kampf zeigen, aber jetzt mal ehrlich – wir fahren nicht zu WM-Läufen für Duelle um Platz 13. Was soll daran befriedigend sein? Mir jedenfalls gibt das nichts.»

Haas steht nach sieben Rennen mit nur einem Punkt da, noch schlechter ist nur das punktelose Williams. Kevin Magnussen wurde beim Grossen Preis von Ungarn Zehnter. Haas schleppt drei Mühlsteine mit sich herum: Einen brustschwachen Ferrari-Motor, ein Auto, das die Pirelli-Reifen nur selten in den optimalen Wirkungsbereich bringt, mangelnde Entwicklung.

Günther Steiner weiter: «Wir wissen, wo wir derzeit stehen. Ihr könnt euch gut vorstellen, wie wir uns fühlen. Mit dem Motor geht nichts vorwärts, und die Autos werden mehr oder weniger in dieser Version auch 2021 verwendet. In Monza werden wir eine Kopie von Belgien erleben. Mugello ist eine Rennstrecke, wo es weniger auf Motorleistung ankommt, vielleicht läuft es da ein wenig besser. Aber in Monza wird es ganz schwierig.»

«In dieser Saison kann Ferrari mit dem Motor nichts mehr machen. Was sie genau für 2021 machen, kann ich nicht sagen. Ich weiss, dass sie am Problem arbeiten, und ich frage jeden Tag danach. Aber exakte Antworten habe ich auch keine. Wo genau wir da beim Motor stehen werden, werden wir wohl erst im kommenden Jahr erfahren.»

Belgien-GP 2020, Circuit de Spa-Francorchamps

1. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:24:10,55 h
2. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, +8,176 sec
3. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +15,259
4. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +19,349
5. Esteban Ocon (F), Renault, +40,846
6. Alex Albon (T), Red Bull Racing, +42,261
7. Lando Norris (GB), McLaren, +42,745
8. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +48,319
9. Lance Stroll (CDN), Racing Point, +52,691
10. Sergio Pérez (MEX), Racing Point, +53,666
11. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +1:09,346 min
12. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +1:10,178
13. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +1:11,821
14.  Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:14,609
15. Romain Grosjean (F), Haas, +1:15,150
16. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +1:17,869
17. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1:25,762
Out
Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, Unfall
George Russell (GB), Williams, Unfall
Carlos Sainz (E), McLaren, Motorschaden, nicht gestartet

WM-Stand Fahrer nach 7 von 17 Rennen

1. Hamilton 157 Punkte
2. Verstappen 110
3. Bottas 107
4. Albon 48
5. Leclerc 45
6. Norris 45
7. Stroll 42
8. Ricciardo 33
9. Pérez 33
10. Ocon 26
11. Sainz 23
12. Gasly 18
13. Vettel 16
14. Nico Hülkenberg (D) 6
15. Giovinazzi 2
16. Kvyat 2
17. Magnussen 1
18. Räikkönen 0
19. Latifi 0
20. Russell 0
21. Grosjean 0

Marken
1. Mercedes 264
2. Red Bull Racing 158
3. McLaren 68
4. Racing Point 66 (81)*
5. Ferrari 61
6. Renault 59
7. AlphaTauri 20
8. Alfa Romeo 2
9. Haas 1
10. Williams 0

* 15 Punkte Abzug wegen Einsatzes illegal kopierter Bremsbelüfung

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