Valtteri Bottas: «Duell mit Lewis Hamilton war super»

Von Otto Zuber
Formel 1
Valtteri Bottas

Valtteri Bottas

Mercedes-Pilot Valtteri Bottas erlebte auf dem Nürburgring eine herbe Enttäuschung. Der Polesetter verteidigte sich beim Start mit allen Mitteln, verbremste sich später aber und fiel schliesslich aus.

Valtteri Bottas hatte sich fest vorgenommen, nach seinem Sieg von Sotschi im Eifel-GP nachzulegen und seinen dritten Triumph in dieser Saison einzufahren. Mit der Eroberung der Pole am Samstag schaffte er auch beste Voraussetzungen für den ersten Platz. Doch es sollte nicht sein: Bottas glänzte beim Start noch mit einem starken Verteidigungsmanöver im Duell gegen seinen starken Teamkollegen Lewis Hamilton, der auch aus der ersten Startreihe ins Rennen starten durfte.

Doch später verbremste sich der Finne, und Hamilton nutzte die Chance, um am zweiten Mercedes vorbeizuziehen und die Führung zu übernehmen. Für Bottas war der Ärger damit nicht vorbei, denn während der Safety-Car-Phase hatte er plötzlich einen Power-Verlust zu beklagen, der schliesslich zum Ausfall führte. Das Team liess kurz darauf wissen, dass man die MGU-H-Einheit als Ursache für die Power-Probleme in Verdacht hatte.

Bottas erklärte seinerseits: «Das war ein enttäuschendes Ende für dieses Rennen.» Immerhin habe er bis zum Leistungsverlust Spass gehabt, ergänzte er. «Der Start und das Duell mit Lewis in den ersten Kurven waren super. Ich wollte es ihm nicht einfach machen. Später habe ich mich in der ersten Kurve verbremst und die Position verloren, deshalb musste ich früher an die Box gehen.»

«Die neuen Reifen fühlten sich aber gut an und ich hoffte, dass mir vielleicht ein Undercut gelingen könnte. Zu diesem Zeitpunkt war noch alles drin», ist sich der 31-Jährige sicher. «Aber dann verlor ich sehr viel Leistung, weil irgendetwas mit der Antriebseinheit nicht mehr stimmte. Das müssen wir uns jetzt genau ansehen, aber das war wirklich Pech. Ich bin noch ein paar Runden weitergefahren, um zu sehen, ob sich das Problem beheben liess, aber ich konnte nichts dagegen unternehmen», seufzte er.

Mercedes-Ingenieur Andrew Shovlin bestätigte: «Valtteri erlebte einen schwierigen Tag. Zunächst lief für ihn alles gut, aber dann traf ihn das Pech gleich mehrfach binnen weniger Runden. Er hatte etwas mit der Vorderachse zu kämpfen, als es ein paar Regentropfen gab. Das löste seinen Verbremser aus, der ihn zu einem Reifenwechsel zwang. Danach verlor Valtteri Zeit auf Lewis und Max Verstappen, weil sie von einem schnelleren Stopp in der virtuellen Safety-Car-Phase profitierten. Beim Restart verlor er Leistung und wir konnten die Situation leider nicht beheben. Deshalb mussten wir das Auto aus dem Rennen nehmen.» Und der Engländer verriet: «Die Analyse des Problems läuft noch, aber die ersten Anzeichen deuten darauf hin, dass es ein Elektronik- und kein Hardware-Problem war.» 

Eifel-GP, Nürburgring

1. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:35:55,073 h
2. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +4,470 sec
3. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +14,465
4. Sergio Pérez (MEX), Racing Point, +16,059
5. Carlos Sainz (E), McLaren, +21,764
6. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +22,787
7. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +29,791
8. Nico Hülkenberg (D), Racing Point, +31,559
9. Romain Grosjean (F), Haas, +38,019
10. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, +39,112
11. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +39,688
12. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +40,518
13. Kevin Magnussen (DK), Haas, +47,732
14. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +52,986
15. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +53,544

Out
Lando Norris (GB), McLaren, Motor
Alex Albon (T), Red Bull Racing, Motor
Esteban Ocon (F), Renault, Hydraulik
Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, Motor
George Russell (GB), Williams, Unfall

WM-Stand nach 11 von 17 Rennen

Fahrer
1. Hamilton 230 Punkte
2. Bottas 161
3. Verstappen 147
4. Ricciardo 78
5. Pérez 68
6. Norris 65
7. Albon 64
8. Leclerc 63
9. Stroll 57
10. Gasly 53
11. Sainz 51
12. Ocon 36
13. Vettel 17
14. Kvyat 14
15. Nico Hülkenberg (D) 10
16. Giovinazzi 3
17. Räikkönen 2
18. Grosjean 2
19. Magnussen 1
20. Latifi 0
21. Russell 0

Marken
1. Mercedes 391
2. Red Bull Racing 211
3. Racing Point 120
4. McLaren 116
5. Renault 114
6. Ferrari 80
7. AlphaTauri 67
8. Alfa Romeo 5
9. Haas 3
10. Williams 0

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