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F1-Rückkehrer Fernando Alonso: Besser als sein Ruf

Von Rob La Salle
Fernando Alonso

Fernando Alonso

Fernando Alonso hat sich in seiner langen Rennfahrer-Karriere den Ruf eingehandelt, gleichermassen stark und schwierig zu sein. McLaren-CEO Zak Brown kann Letzteres nicht bestätigen.

McLaren-CEO Zak Brown hat nicht nur zwei schwierige Formel-1-Jahre mit Fernando Alonso erlebt, er war auch an der Seite des zweifachen Weltmeisters, als dieser sich 2017, 2019 und 2020 im legendären Indy 500 versuchte. Viel zu feiern gab es in dieser Zeit nicht, und der stolze Asturier nahm kein Blatt vor den Mund, wenn es um die Gründe für die fehlende Performance ging.

Dennoch kann der Amerikaner den Ruf des 32-fachen GP-Siegers, ein schwieriger Mitarbeiter zu sein, nicht bestätigen. Im Video-Interview mit dem renommierten Journalisten Peter Windsor betont Brown: «Ich die Rennen mit ihm sehr genossen. Uns verbindet eine sehr gute Beziehung. Leider haben wir auf der Strecke mehr schlechte als gute Zeiten miteinander erlebt. Aber ich habe nie gesehen, dass er seinem Ruf als schwieriger Zeitgenosse gereicht wurde.»

«Alle sagten, dass es schwierig sein würde, mit ihm zurechtzukommen. Aber ich fand es recht einfach, mit ihm zu arbeiten», erklärt der CEO des Traditionsteams aus Woking, der selbst einmal Rennen bestritt. Genau dieser Hintergrund sei die Ursache für das gute Verhältnis, das trotz der Enttäuschungen auf der Piste aufrecht erhalten werden konnte, vermutet Brown.

«Ich weiss nicht, ob es daran liegt, ass ich selbst einmal Rennen fuhr und deshalb eine gewisse Perspektive der Piloten einnehmen kann. Ich arbeite etwas anders mit ihnen zusammen, und obwohl wir drei schwierige Jahre miteinander verbracht haben, gab es nie irgendwelche Zwischenfälle», beteuert der 49-Jährige.

«Er gab auf jeder einzelnen Runde alles, an jedem Rennwochenende, egal, ob er um den siebten oder den siebzehnten Platz kämpfte», schwärmt Brown. «Fernando ist ein absoluter Profi und es war fantastisch, 2017 mit ihm nach Indianapolis zu gehen. Ich glaube, damit haben wir die Welt überrascht, und er konnte 27 Runden führen, was ein Höhepunkt war. Natürlich endete es in Tränen, da der Motor in die Luft ging. Und 2019 erlebten wir in Indy eine Katastrophe. Doch dann liess ich ihn nach Le Mans gehen, das er gewonnen hat, und wir haben auch Dayton miteinander erlebt. Ich habe einen enormen Respekt vor ihm.»

Entsprechend gross sind die Erwartungen an die Leistungen des Formel-1-Rückkehrers. Alonso wird im Renault ein schwieriger Gegner sein, wie Brown prophezeit: «Seine Arbeitsethik und Intelligenz sind unübertroffen, und ich denke, er wird ein harter Konkurrent sein. Er ist mit Sicherheit der beste Allrounder, mit dem ich in meiner kurzen Formel-1-Zeit zusammengearbeitet habe, und ich glaube, dass er mit Sicherheit den Speed haben wird, um eine echte Knacknuss auf der Strecke sein wird.»

Türkei-GP, Istanbul

1. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:42:19,313 h
2. Sergio Pérez (MEX), Racing Point, +31,633 sec
3. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +31,960
4. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +33,858
5. Carlos Sainz (E), McLaren, +34,363
6. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +44,873
7. Alex Albon (T), Red Bull Racing, +46,484
8. Lando Norris (GB), McLaren, +1:01,259 min
9. Lance Stroll (CDN), Racing Point, +1:12,353
10. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +1:35,460
11. Esteban Ocon (F), Renault, +1 Runde
12. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +1 Runde
14. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +1 Runde
13. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, +1 Runde
15. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +1 Runde
16. George Russell (GB), Williams, +1 Runde
Out
Kevin Magnussen (DK), Haas, Aufgabe
Romain Grosjean (F), Haas, Schäden nach Kollision mit Latifi
Nicholas Latifi (CDN), Williams, Schäden nach Kollision mit Grosjean
Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, Getriebedefekt

WM-Stand nach 14 von 17 Rennen

Fahrer
1. Hamilton 307 Punkte
2. Bottas 197
3. Verstappen 170
4. Pérez 100
5. Leclerc 97
6. Ricciardo 96
7. Sainz 75
8. Norris 74
9. Albon 70
10. Gasly 63
11. Stroll 59
12. Ocon 40
13. Vettel 33
14. Kvyat 26
15. Nico Hülkenberg (D) 10
16. Räikkönen 4
17. Giovinazzi 4
18. Grosjean 2
19. Magnussen 1
20. Latifi 0
21. Russell 0

Marken
1. Mercedes 504
2. Red Bull Racing 240
3. Racing Point 154
4. McLaren 149
5. Renault 136
6. Ferrari 130
7. AlphaTauri 89
8. Alfa Romeo 8
9. Haas 3
10. Williams 0

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