Vettel-Appell an Leclerc: «Verschwende es nicht!»

Von Andreas Reiners
Sebastian Vettel und Charles Leclerc

Sebastian Vettel und Charles Leclerc

Sebastian Vettel und Charles Leclerc kamen in zwei gemeinsamen Jahren nicht immer gut miteinander aus. Zum Abschied gab es aber von beiden Seite starke Worte.

Das Verhältnis von Sebastian Vettel und Charles Leclerc war so emotional, abwechslungsreich und auch schwierig wie die beiden Saisons, die das Duo bei Ferrari Seite an Seite fuhr.

Der gegenseitige Respekt war stets da, menschlich passte es durchaus, doch sportlich schenkten sich beide nichts. Recht schnell machte der Youngster dem Routinier das Leben schwer und löste ihn als Nummer eins ab.

Dazu krachte es auf der Strecke mehr als einmal zwischen Vettel und Leclerc, wie zum Beispiel 2019 in Brasilien oder 2020 in Spielberg.

Zum Abschied wählte Vettel aber starke Worte. Vettel fährt 2021 für Aston Martin, Leclerc ist bei Ferrari der Mann der Zukunft, er bekommt in Carlos Sainz einen neuen Teamkollegen.

«Ich werde Charles vermissen. Er hat mir hier und da Kopfschmerzen bereitet, und wir sind an ziemlich verschiedenen Punkten unserer Karrieren und unseres Lebens. Aber er ist ein guter Junge und ich denke, dass er der Mann der Zukunft ist. Ich hoffe, dass er das Auto bekommt, das er verdient», sagte Vettel.

Außerdem schenkte Vettel dem Monegassen einen signierten Helm. «Für Charles, du bist der talentierteste Fahrer, dem ich in 15 Jahren Formel 1 begegnet bin», schrieb Vettel. «Verschwende es (Das Talent, Anm.d.Red.) nicht. Aber sei dir sicher, was auch immer du tust, sei glücklich und lächle. Danke für alles!»

Auch Leclerc hatte seinen scheidenden Scuderia-Kollegen gewürdigt. Auf dem Helm des 23-Jährige prangte der Schriftzug: «Danke Seb!».

Außerdem lobte er: «Es war großartig, zwei Jahre an seiner Seite zu fahren, er ist ein super Mensch und auch ein überragender Fahrer. Er hat mich immer angetrieben und half mir, meine Performance zu verbessern. Seb weiß, was ich über unsere Beziehung denke. Natürlich hatten wir da unsere Momente. Es gab sehr gute Szenen auf der Strecke, aber auch weniger gute."

Heute kaum zu glauben, doch als Neuer war Leclerc in seine ersten Zeit bei Ferrari schüchtern. «Danke, dass du bist, wie du bist, und dafür, wie du mich im Team begrüßt hast, als ich neu war. Es war nicht so einfach in einem so großen Team. Doch du hast mich bestmöglich willkommen geheißen, zumal ich ein bisschen eingeschüchtert war, neben einem viermaligen Weltmeister zu fahren.»


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