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Cyril Abiteboul weg: Hammer bei Renault – Alpine F1

​Knall in Frankreich: Der langjährige Pariser Renault-Teamchef Cyril Abiteboul (43) hat den Renault-Konzern verlassen und wird nicht, wie wochenlang spekuliert worden war, Markenchef von Alpine.

Formel 1

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Mit dem Aus von Renault in der Formel 1 Ende 2020 – die Franzosen werden 2021 als Alpine F1 antreten – ist auch das Engagement von Cyril Abiteboul zu Ende gegangen: Der 43jährige Pariser wird nicht etwa Markenchef der Sportwagenfirma Alpine, sondern er hat den Renault-Konzern verlassen!

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Renault bestätigt am 11. Januar, dass Laurent Rossi zum neuen Geschäftsleiter von Alpine ernannt worden ist. Der 45jährige Rossi begann seine Karriere vor 21 Jahren bei Renault als Mechanik-Ingenieur und kam über den kleinen Umweg Boston Consulting und Google 2018 zu Renault zurück. Dort war er zuletzt für strategische Entwicklung zuständig.

Rossi untersteht direkt Renault-CEO Luca de Meo. Renault schweigt sich dazu aus, wie der frühere MotoGP-Teamchef Davide Brivio ins neue Organigramm eingepasst wird und welche Rolle Marcin Budkowski übernimmt. Angedacht war, dass der frühere FIA-Techniker Budkowski – bislang Geschäftsleiter des Renault-Formel-1-Werks in Enstone (England) – die Rolle des Alpine-Teamchefs übernehmen wird und Brivio jene des Geschäftsleiters beim GP-Rennstalls.

Abiteboul arbeitete seit September 2016 für Renault. Unter seiner Leitung konnten die Franzosen mit drei Podesträngen 2020 die ersten Früchte eines jahrelangen Aufbaus ernten. Als bei Renault Pläne reiften, dass die Marke Alpine intensiv beworben wird, war es der Vorschlag von Abiteboul, sie anstelle von Renault in der Formel 1 zu platzieren.

Aus den Abschiedsworten von Abiteboul geht nicht hervor, was inzwischen intern vorgefallen ist. "Ich danke der Renault-Gruppe für das jahrelange Vertrauen, ganz besonders im Hinblick auf das neue werksseitige Engagement in der Formel 1." Genau so nichtssagend sind die lauwarmen Dankesworte von de Meo für Abiteboul.

Vielleicht muss Abiteboul den Preis dafür bezahlen, dass Renault seit Jahren die Renault-Ziele verpasst hat. Anfang 2020 stand fest: Teamchef Abiteboul gingen langsam die Ausreden aus. Aufbauphase schön und gut, aber wie lange sollte die noch dauern?

Auch 2019 wurde das Saisonziel weit verpasst: Da wollte Renault beginnen, den drei Top-Teams Mercedes, Ferrari und Red Bull Racing-Honda auf die Nerven zu gehen, Daniel Ricciardo und Nico Hülkenberg sollten erste Podestplätze einfahren, das Triebwerk leistungsmässig auf Höhe von Ferrari, Mercedes und Honda, haltbar obendrein, und das Chassis sollte eines der besten im Feld werden. All das ist nicht passiert.

In der Corona-verkürzten Saison 2020 gelangen Daniel Ricciardo und Esteban Ocon dann drei Podestränge, die Franzosen belegten in der Konstrukteurs-Meisterschaft den fünften Schlussrang. In jener Saison, in welcher Renault gemäss des ursprünglichen Plans ein Wörtchen um den WM-Titel mitreden wollte.

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