Carlos Sainz & Charles Leclerc: Frage der Intelligenz

Von Mathias Brunner
Formel 1
​Carlos Sainz senior spricht über die kommenden Jahre seines Sohnes bei Ferrari, an der Seite von Charles Leclerc. Der zweifache Rallye-Weltmeister glaubt: «Die beiden werden gut miteinander auskommen.»

Carlos Sainz ist nicht Carlos Sainz: Der Papa, von seinen Fans liebevoll «Matador» genannt, wurde 1990 und 1992 Rallye-Weltmeister und dreifacher Dakar-Sieger. Der Sohn hat sich in sechs Jahren Formel 1 so viel Respekt verschafft, dass ihn Ferrari an die Seite von Charles Leclerc geholt hat.

Sainz junior sagte einmal: «Ich finde es noch immer witzig, dass ich mich in die Formel 1 verliebt habe und nicht in den Rallyesport. Mein Vater nahm mich zum Grossen Preis von Spanien 2005 mit, wo ich Fernando Alonso kennenlernte, und damit war es um mich geschehen. Papa war immer ein grosser Formel-1-Fan, und ich bin überzeugt, wenn es anders gekommen wäre, dann hätte auch er eine Karriere im Formelsport versuche.»

Sainz senior hat den Aufstieg seines Sohnes Schritt um Schritt begleitet. Der junge Carlos weiter: «Weil Papa ständig auf Achse war, schleppte mich zunächst mein Onkel auf die Kartbahn. Als Vater dann den Helm an den Nagel hängte, hat er mich um die ganze Welt begleitet. Wir haben unzählige Stunden geredet, in Flugzeugen, in Mietwagen, im Hotel. Wir sind so stark verbunden, weil er in meinem Leben mehrere Rollen übernommen hat.»

Wenn Ferrari zu alter Form zurückfindet, sollte Carlos Sainz zum zweiten spanischen GP-Sieger nach Fernando Alonso werden. Sorgen macht sich Papa um seinen Sohn nicht, wie er gegenüber unseren Kollegen der «Gazzetta dello Sport» sagt, in einer Pause bei der Dakar. «Wir telefonieren jeden Tag. Er ist so stolz auf mich wie ich auf seine GP-Karriere. Er ist nun an einem Punkt, an welchem sich der Blick der Öffentlichkeit dreht – er ist nicht mehr ‚der Sohn des Rallye-Weltmeisters’, sondern ich bin nun ‚der Vater des Ferrari-Piloten’.»

«Als er damals den Vertrag unterzeichnet hat, haben wir ein Fest gemacht. So etwas passiert nicht oft in der Karriere eines Rennfahrers, er war im siebten Himmel. Ich sehe, wie motiviert er ist.»

Sainz senior glaubt nicht nur fest an die fahrerischen Qualitäten von Sainz junior, der Madrilene ist auch der Überzeugung, dass sich sein Sprössling in Maranello gut einleben und mit Charles Leclerc prima auskommen wird.

Carlos Sainz, der Ältere weiter: «Carlos und Charles sind unter den aufstrebenden Piloten Ausnahme-Erscheinungen. Beide sind sauschnell, aber Erfolg ist eben auch eine Frage der Intelligenz, und beide sind schlau genug zu wissen, dass sie nur dann Ferrari nach vorne bringen, wenn sie an einem Strang ziehen. Ich glaube, die beiden werden gut miteinander auskommen.»

Papa Sainz erinnert sich: «Was Ferrari für die Formel-1-Fahrer ist, das war zu meiner Zeit Lancia für die Rallye-Fahrer. Alle Piloten wollten für die Italiener antreten. Aber ich bin meinen eigenen Weg gegangen, mit Toyota, und ich bin froh darüber.»

Um genau zu sein, gewann Sainz senior im Rallyesport für Toyota, später für Subaru, Ford und Citroën. Im Raid-Rallyesport fegte Sainz mit Volkswagen, Peugeot und Mini durch die Gegend.

Die Stationen von Sainz in der Formel 1: Toro Rosso (2015 bis 2017), Renault (2017 und 2018), McLaren (2019 und 2020) und nun Ferrari.

Provisorischer Formel-1-Kalender 2021

2.–4. März: Wintertests in Barcelona, Spanien
21. März: Melbourne, Australien
28. März: Sakhir, Bahrain
11. April: Schanghai, China
25. April: Austragungsort noch offen

Alternativer erster WM-Teil

12.–14. März: Wintertests in Sakhir, Bahrain
28. März: Sakhir, Bahrain
11. April: Portimão, Portugal
25. April: Imola, Italien

Weiteres geplantes Programm der FIA

09. Mai: Barcelona, Spanien
23. Mai: Monte Carlo, Monaco
06. Juni: Baku, Aserbaidschan
13. Juni: Montreal, Kanada
27. Juni: Le Castellet, Frankreich
4. Juli: Spielberg, Österreich
18. Juli: Silverstone, Grossbritannien
01. August: Budapest, Ungarn
29. August: Spa, Belgien
05. September: Zandvoort, Niederlande
12. September: Monza, Italien
26. September: Sotschi, Russland
03. Oktober: Singapur, Singapur
10. Oktober: Suzuka, Japan
24. Oktober: Austin, USA
31. Oktober: Mexiko-Stadt, Mexiko
14. November: São Paulo, Brasilien
28. November: Dschidda, Saudi-Arabien
05. Dezember: Yas Marina, Abu Dhabi


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