Zak Brown (McLaren): Mercedes als Chance und Risiko

Von Rob La Salle
Formel 1
McLaren-CEO Zak Brown

McLaren-CEO Zak Brown

​McLaren-CEO ist überzeugt davon, dass dem englischen Traditionsrennstalls mit Mercedes ein Schritt nach vorne gelingen wird. «Aber ein Motorpartner-Wechsel ist immer auch ein Risiko.»

Erstmals seit 2014 wird McLaren wieder mit Mercedes-Motoren antreten. Ab 2015 arbeitete der zweitälteste und zweiterfolgreichste Formel-1-Rennstall (hinter Ferrari) mit Honda, doch die Ehe wurde mangels Erfolgs vorzeitig geschieden. Danach folgten Jahre als Kunde von Renault. Nun also zurück zu jenem Motorpartner, mit dem McLaren mehrfach Weltmeister-Titel feiern konnte: 1998 wurde gemeinsam die Konstrukteurs-Meisterschaft gewonnen, 1998 und 1999 gab es mit Mika Häkkinen Fahrer-WM-Titel, dazu einen weiteren mit Lewis Hamilton 2008.

McLaren-CEO Zak Brown sagt: «Ich gehe davon aus, dass die Saison 2021 in Sachen Konkurrenzfähigkeit jener von 2020 ähnlich sein wird. Wir hatten im Kampf um WM-Rang 3 am Ende die Nase vorn, aber jedes Team von den Plätzen 3 bis 7 hatte mindestens einmal in der Saison das drittschnellste Auto. Daher erwarte ich einen überaus harten Mehrkampf.»

«Unser Ziel besteht darin, der Spitze näherzurücken. Es ist gut möglich, dass uns das gelingen wird, wir aber in der Rangliste auf den fünften Rang zurückrutschen. Keiner kann heute sagen, wie das ausgehen wird. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass wir ein gutes Jahr haben werden.»

Zum Motorwechsel von Renault zu Mercedes sagt Brown: «Jedes Mal, wenn du so eine fundamentale Änderung durchführst, besteht das Risiko, dass es zu Schwierigkeiten mit der Installation kommt oder es Probleme mit der Standfestigkeit gibt. Gleichzeitig dürfen wir nicht testen, und die Wintertests sind ein weiteres Mal verkürzt worden. Klar macht uns das auch ein wenig nervös, ideal ist das sicher nicht. Aber wir haben uns nach bestem Wissen und Gewissen vorbereitet.»

McLaren-Technikchef James Key hatte zur Umstellung auf Mercedes-Power gesagt: «Wir sind gut unterwegs, obschon es Verzögerungen aufgrund der Corona-Pandemie gab. In einer idealen Welt hätten wir die Arbeit am 2021er Auto früher aufgenommen, aber diesen Rückstand haben wir inzwischen wettgemacht. Die Arbeit mit Mercedes läuft fantastisch, wir bekommen von unserem Motorpartner jede Hilfe. Die Arbeit mit Mercedes ist effizient und problemfrei. Es hilft natürlich auch, dass die Antriebseinheit eine bekannte Grösse ist.»

Der McLaren MCL35M-Mercedes wird am 15. Februar präsentiert.

Provisorischer Formel-1-Kalender 2021

Präsentationen
15. Februar: McLaren (Woking)
19. Februar: AlphaTauri (Internet)
22. Februar: Alfa Romeo in Warschau
2. März: Mercedes (Internet)
5. März: Williams (Internet)

Wintertests
12.–14. März in Sakhir, Bahrain

Saison
28. März: Sakhir, Bahrain
18. April: Imola, Italien
02. Mai: Austragungsort offen
09. Mai: Barcelona, Spanien
23. Mai: Monte Carlo, Monaco
06. Juni: Baku, Aserbaidschan
13. Juni: Montreal, Kanada
27. Juni: Le Castellet, Frankreich
04. Juli: Spielberg, Österreich
18. Juli: Silverstone, Grossbritannien
01. August: Budapest, Ungarn
29. August: Spa, Belgien
05. September: Zandvoort, Niederlande
12. September: Monza, Italien
26. September: Sotschi, Russland
03. Oktober: Singapur, Singapur
10. Oktober: Suzuka, Japan
24. Oktober: Austin, USA
31. Oktober: Mexiko-Stadt, Mexiko
07. November: São Paulo, Brasilien
21. November: Melbourne, Australien
05. Dezember: Dschidda, Saudi-Arabien
12. Dezember: Yas Marina, Abu Dhabi




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