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Toto Wolff würde gerne heulen: «Mehr Druck ist super»

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff war mit dem fünften Rennwochenende in Monaco überhaupt nicht zufrieden. Er erklärt, wie Mercedes aus solchen Rückschlägen eine besondere Motivation zieht.

Formel 1

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Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff war bedient. Und das komplett. "Am liebsten würde ich gerade heulen, aber das wäre nicht produktiv. Das ganze Wochenende war zum Vergessen", sagte Wolff nach einem für Mercedes desaströsen Monaco-GP mit einem peinlichen Boxenstopp-Aus für Valtteri Bottas und einem ernüchternden siebten Platz für Champion Lewis Hamilton.

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Die Folge: Erstmals seit 2013 liegt Red Bull Racing wieder in beiden WM-Wertungen vorne. Ja, es war erst das fünfte Saisonrennen, doch der Druck ist spürbar, und das auf beiden Seiten. "Ich finde es super. Mehr Druck, dann sehen wir am Ende, wer es am besten ausgehalten hat", so Wolff.

Interessant dabei: Im Vorfeld des Rennens hat Wolff über Punkte gesprochen, die Mercedes besonders motivieren. Die dazu führen, dass die Silberpfeile bislang immer gestärkt aus kritischen Situationen hervorgegangen sind.

Zum Beispiel durch Attacken von außen, wenn die Konkurrenz stichelt, was zum Beispiel Red Bulls Motorsportberater Dr. Helmut Marko zuletzt öfter getan hat.

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Warum wird immer wieder gestichelt? "Ich glaube, das liegt daran, dass sie sich intern enorm Druck machen. Helmut Marko stichelt schon mal. Aber auch das ist ein Vorteil für uns. ‚Helmut ist unsere beste Waffe.‘ Das hat Niki Lauda immer gesagt. Jede Attacke von außen festigt uns als Team", sagte Wolff der FAZ.

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Das gilt auch für das Reglement, bei dem die Änderungen vor allem auch Mercedes getroffen haben. Für Wolff keine Frage, dass dies getan wurde, um die Silberpfeile nach sieben Titeln in Folge einzubremsen.

"Ich verstehe, dass der Rechteinhaber der Formel 1 immer ein Interesse hat, eine möglichst umkämpfte Meisterschaft zu bieten. Es ist für niemanden gut, dass dasselbe Team mit demselben Fahrer jahrelang dominiert. Die Formel 1 braucht wie jeder Spitzensport Variabilität und Unvorhersehbarkeit. Es wäre am besten, wenn die WM im letzten Rennen mit einem Punkt Unterschied entschieden wird", sagte der Österreicher. "Wir nehmen diesen Versuch, uns einzubremsen, sportlich und haben uns gesagt, ok, super, wir werden trotzdem wieder um den Titel mitfahren."

In gewisser Weise habe man es gebraucht, um neue Ziele setzen zu können, so Wolff: "Jetzt erst recht. Wir sind zum ersten Mal der Jäger, das ist sensationell. We hunt." Das Motto 2021 bei Mercedes: "Enjoy the hunt."

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Größter Widersacher ist Max Verstappen. Wolff findet, dass der Niederländer reif ist für den Titel. "Ja, das kann er schaffen. Allerdings macht er noch kleine Fehler, weil er jung ist."

Trotz der 123 Rennen, die Verstappen bereits absolviert hat? Ja, weil eine neue Komponente hinzukommt: die Rolle des Favoriten.

Findet zumindest Wolff.

"Sein Speed und die Fahrzeugbeherrschung sind hervorragend. Aber wenn man keinerlei Fehler mehr machen darf, weil Lewis auf der Höhe seiner Leistungsfähigkeit fährt, dann kommt eine neue Herausforderung dazu, die er in der Formel 1 noch nicht kennt", sagte Wolff.

Jäger zu sein sei dagegen viel einfacher, so der Österreicher: "Deswegen kommt uns die Situation entgegen. Red Bull kann die Favoritenrolle nicht abstreiten. Das ist die Realität."

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Monaco-GP, Monte Carlo

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:38:56,820 h

02. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, 9,114 sec

03. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, 22,117

04. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 23,963

05. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, 51,115

06. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, 54,045

07. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:06,361 min

08. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1 Runde

09. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, +1 Runde

10. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde

11. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde

12. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +1 Runde

13. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +1 Runde

14. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde

15. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde

16. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1 Runde

17. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, +3 Runden

18. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +3 Runden

Out

Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, Antriebswelle gebrochen *

Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, Radmutter

* nicht zum Rennen gestartet

WM-Stand nach 5 von 23 Rennen

Fahrer

1. Verstappen 105 Punkte

2. Hamilton 101

3. Norris 56

4. Bottas 47

5. Pérez 44

6. Leclerc 40

7. Sainz 38

8. Ricciardo 24

9. Gasly 16

10. Ocon 12

11. Vettel 10

12. Stroll 9

13. Alonso 5

14. Tsunoda 2

15. Giovinazzi 1

16. Räikkönen 0

17. Russell 0

18. Latifi 0

19. Schumacher 0

20. Mazepin 0

Konstrukteure

1. Red Bull Racing 149

2. Mercedes 148

3. McLaren 80

4. Ferrari 78

6. Aston Martin 19

5. AlphaTauri 18

7. Alpine 17

8. Alfa Romeo 1

9. Williams 0

10. Haas 0

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Fahrer

Team

Punkte

1

Kimi Antonelli

Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

156

2

Lewis Hamilton

Scuderia Ferrari HP

115

3

George Russell

Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

106

4

Charles Leclerc

Scuderia Ferrari HP

75

5

Lando Norris

McLaren Formula 1 Team

73

6

Oscar Piastri

McLaren Formula 1 Team

68

7

Max Verstappen

Oracle Red Bull Racing

55

8

Pierre Gasly

BWT Alpine Formula One Team

41

9

Isack Hadjar

Oracle Red Bull Racing

34

10

Liam Lawson

Visa Cash App Racing Bulls Formula One Team

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