Belgien-GP: Max Verstappen siegt im Schleichgang

Von Vanessa Georgoulas
Max Verstappen drehte zwei Runden hinter dem Safety-Car, hinter ihm folgte das restliche Feld

Max Verstappen drehte zwei Runden hinter dem Safety-Car, hinter ihm folgte das restliche Feld

Die Formel-1-Stars absolvierten in Belgien zwei Runden auf dem Circuit de Spa-Francorchamps hinter dem Safety-Car. Damit haben sie die Mindestdistanz zurückgelegt, um die halbe Anzahl WM-Punkte zu erhalten.

Nachdem das wechselhafte Wetter schon am Qualifying-Samstag vor dem Belgien-GP das Programm bestimmt hatte, war der starke Regen auch am Sonntag der Grund für eine rote Flagge, die gleich nach der Aufwärmrunde geschwenkt wurde. Die Zwangspause dauerte deutlich länger als Tags zuvor und auch drei Stunden nach dem ursprünglichen Start-Termin war noch nicht klar, ob überhaupt gefahren werden konnte.

Viele Umläufe mussten die GP-Stars nicht schaffen, nach nur 2 Umläufen wird gemäss Reglement die halbe Punktzahl verteilt. FIA-Rennleiter Michael Masi erklärte: «Wir wollen ein Zeitfenster finden, in dem wir das Rennen starten können.» Nach mehr als drei Stunden wurden die Teammitglieder und Fans erlöst: Die Rennleitung teilte mit, dass der Start um 18.17 Uhr erfolgen würde.

Die Meldung sorgte für Hektik in der Boxengasse und die GP-Stars machten sich bereit, um loszulegen. Auch Sergio Pérez durfte wieder einsteigen, nachdem er beim ersten Mal auf dem Weg zur Startaufstellung in Kurve 6 abgeflogen war. Die lange Auszeit erlaubte es den Mechanikern, den Renner wieder flott zu kriegen, und weil der GP noch nicht offiziell gestartet worden war, durfte Pérez aus der Boxengasse losfahren.

Dies musste auch Kimi Räikkönen, an dessen Alfa Romeo ein neuer Heckflügel mit neuer Spezifikation montiert worden war. Startplatz-Strafen mussten hingegen Lando Norris, Valtteri Bottas und Lance Stroll absolvieren. Ersterer hatte nach seinem Qualifying-Crash einen ausserplanmässigen Getriebewechsel an seinem Dienstwagen vornehmen lassen, die anderen Beiden mussten auch jeweils fünf Position nach hinten rücken, weil sie das Start-Chaos in Ungarn ausgelöst hatten.

An der Spitze reihte sich Polesetter Max Verstappen ein, der sich die erste Reihe mit Williams-Talent George Russell teilte. Der Brite hatte mit der zweitschnellsten Runde bei schwierigen Bedingungen im Qualifying überrascht. Dahinter folgten WM-Leader Lewis Hamilton und McLaren-Star Daniel Ricciardo, Sebastian Vettel komplettierte die Top-5 des Grids.

Safety-Car-Pilot Bernd Mayländer führte das Feld an, hinter den Top-5 folgten Pierre Gasly, Esteban Ocon, Charles Leclerc, Nicholas Latifi, Carlos Sainz, Fernando Alonso, Valtteri Bottas, Antonio Giovinazzi, Lando Norris, Yuki Tsunoda, Mick Schumacher, Nikita Mazepin, Lance Stroll, Kimi Räikkönen und Sergio Pérez.

Nach zwei Runden hinter dem Safety-Car wurde erneut die rote Flagge gezeigt. Damit hatten die Formel-1-Stars das Minimum für eine Wertung mit halben Punkten zurückgelegt. Offiziell blieben noch rund 50 Minuten, um das Rennen bei besseren Bedingungen noch einmal zu starten, doch um 18.44 Uhr entschied die Rennleitung, den GP nicht mehr zu starten.

So gewann Verstappen das Rennen im Schleichgang vor Russell und Hamilton. Für den jungen Briten aus dem Williams-Teams ist der Podestplatz eine Premiere in der Königsklasse. Sebastian Vettel wurde Fünfter, Mick Schumacher belegte Platz 16.

Belgien-GP

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 3 Runden
02. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +1,8 sec
03. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, +4,4
04. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +7,7
05. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, +12,0
06. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, +16,3
07. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, +17,8
08. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, +20,6
09. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +22,3
10. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +23,8
11. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +27,9
12. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, +29,8
13. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +32,5
14. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, +39,0
15. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +45,4
16. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +55,7
17. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, +1:02,6 min
18. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1:12,4
19. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1:18,3
20. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, +1:21,5

WM-Stand nach 12 von 23 Rennen

Fahrer
1. Hamilton 202.5 Punkte
2. Verstappen 199.5
3. Norris 113
4. Bottas 108
5. Pérez 104
6. Sainz 83.5
7. Leclerc 82
8. Ricciardo 56
9. Gasly 54
10. Ocon 42
11. Alonso 38
12. Vettel 35
13. Tsunoda 18
14. Stroll 18
15. Russell 13
16. Latifi 7
17. Räikkönen 2
18. Giovinazzi 1
19. Schumacher 0
20. Mazepin 0

Teams
1. Mercedes 311
2. Red Bull Racing 304
3. McLaren 169
4. Ferrari 166
5. Alpine 80
6. AlphaTauri 72
7. Aston Martin 53
8. Williams 20
9. Alfa Romeo 3
10. Haas 0

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