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Sebastian Vettel über Formel 1: Probleme nicht gelöst

Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel ist überrascht, dass Serien-Geschäftsleiter Stefano Domenicali entschieden hat – eine besondere Zeremonie vor den Rennen gegen Rassismus und für Vielfalt entfällt.

Formel 1

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Seit Mitte 2020 haben wir die Formel-1-Aktion "We Race As One" gegen Rassismus und für mehr Vielfalt. Das entsprechende Regenbogen-Logo war auf den Rennwagen zu sehen und entlang der Rennstrecken. Ein Ja zur Vielfalt ist auch ein Nein zum Rassismus, und die Formel 1 stellte entlang der Strecken Schriftzüge auf wie "End Racism" (Stopp dem Rassismus).

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Vor einem WM-Lauf erhielt die Aktion stattlichen Raum, nicht nur in Form eines eingespielten Films, in welchem sich die Rennfahrer für die Menschlichkeit einsetzten; die Piloten erhielten auch Gelegenheit zu einer persönlichen Geste. Einige von ihnen knieten nieder, fast alle trugen Shirts mit "We Race As One", "End Racism" oder "Black Lives Matter".

Aber das wird 2022 anders, wie Formel-1-CEO Stefano Domenicali vor kurzem bestätigt hat. Das We Race As One-Video vor dem Rennen bleibt, entsprechende Schriftzüge wird es auch weiterhin entlang der Rennstrecken geben. Aber die Zeremonie der Fahrer wird gestrichen. Es bleibt den Piloten erlaubt, mit einer bestimmten Geste auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.

Der 56-jährige Domenicali begründet das so: "Wir wollen den Schwerpunkt verlagern, von der reinen Geste mehr zum Handeln. Diese Geste vor einem Grand Prix war wichtig und richtig, aber nun ist es an der Zeit, den nächsten Schritt zu gehen."

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Der vierfache Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel ist in Sachen Einstehen für die gute Sache auf Augenhöhe mit Lewis Hamilton am aktivsten. Immer wieder hat der Heppenheimer auf Ungerechtigkeit hingewiesen und starke Signale gesendet – wie etwa in Ungarn demonstrativ im Regenbogen-Shirt aufzutreten.

Der 53-fache GP-Sieger ist vom jüngsten Schritt der Formel 1 verblüfft. Auf die Frage, ob die Fahrer zur Veränderung der Zeremonie vor einem Rennen nicht konsultiert worden seien, sagt der 34-Jährige: "Nein, sie haben es einfach geändert. Das hat mich schon ein wenig überrascht. Die Probleme, die wir in den vergangenen zwei Jahren angegangen sind, die sind ja nicht weg."

"Ich hoffe, wir Fahrer raufen uns zusammen und finden eine Lücke, um weiterhin auf Themen aufmerksam zu machen, die uns wichtig sind. Vielleicht kümmert das nicht alle Piloten. Aber ich weiss, dass dies einigen Fahrern ein grosses Anliegen ist. Es wäre fabelhaft, wenn wir da etwas Gemeinsames machen könnten. Vielleicht wurde das alles ein wenig zu kraftvoll und zu persönlich für die geschäftliche Seite des Sports."

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