Carlos Sainz (Ferrari): «Ich will endlich Klarheit»

Von Mathias Brunner
Nicholas Latifi vor Carlos Sainz

Nicholas Latifi vor Carlos Sainz

Ferrari-Fahrer Carlos Sainz ist der Überzeugung: In der Formel 1 wird nicht mit gleichen Ellen gemessen. «Ich bekomme eine Strafe und andere Fälle werden nicht mal untersucht, geschweige denn geahndet.»

Ferrari kann es nicht schönreden: Die Italiener haben die gute Ausgangslage in Monaco (erste Startreihe mit Charles Leclerc und Carlos Sainz) verspielt. Wegen einer schlechten Rennstrategie wurde der Spanier Sainz am Ende hinter Sergio Pérez Zweiter, und Charles Leclerc belegte hinter Max Verstappen den vierten Platz.

Nach seinem zehnten Podestplatz in der Formel 1 sagt der 27-jährige Madrilene Sainz: «Das war ein verrücktes Rennen, aber ich hätte nicht mehr herausholen können. Ich wusste, dass ein Wechsel von Regen- direkt auf profillose Slick-Reifen der richtige Weg ist. Ich bin nicht der Ansicht, dass unser Stopp schlecht angesetzt war, aber nach dem Wechsel bin ich zwölf Kurven lang einem Hinterbänkler hergefahren, das hat mich heute den Sieg gekostet!»

Der Hinterbänkler war Williams-Fahrer Nicholas Latifi, dem ständig blaue Flaggen unter die Nase gehalten wurden (das Signal für Überholen lassen), und die Art und Weise, wie Sainz eingebremst wurde, bringt den Ferrari-Fahrer auf die Palme.

Sainz vertieft: «Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft ich an diesem Wochenende in Monaco behindert wurde. Was ich nicht verstehe: Wieso Ferrari im Training 25.000 Euro Strafe für eine Aktion bekommt, die ich verursacht habe. Ich habe die Schuld auf mich genommen und mich bei Lance Stroll dafür entschuldigt, aber ich verstehe einfach nicht, wieso andere Fälle nicht einmal untersucht, geschweige denn geahndet werden.»

«Fakt ist: Aufgehalten zu werden, das hat mich in Monte Carlo den Sieg gekostet, und obschon ich dermassen blockiert wurde, hat sich das die Rennleitung noch nicht mal angeschaut. Wir brauchen diesbezüglich einfach mehr Klarheit und gleichmässige Entscheidungen, mehr fordern wir gar nicht.»

Monaco-GP, Monte Carlo

01. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, 2:01:27,409 h
02. Carlos Sainz (E), Ferrari, +1,154 sec
03. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +1,491
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +2,922
05. George Russell (GB), Mercedes, +11,968
06. Lando Norris (GB), McLaren, +12,231
07. Fernando Alonso (E), Alpine, +46,358
08. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +50,388
09. Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, +52,525
10. Sebastian Vettel (D), Aston Martin, +53,536
11. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +54,289
12. Esteban Ocon (F), Alpine, +55,644
13. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren, +57,635
14. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1:00,802 min
15. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +1 Runde
16. Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo, +1 Runde
17. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, +1 Runde
Out
Alex Albon (T), Williams, Handling
Kevin Magnussen (DK), Haas, Wasserdruck
Mick Schumacher (D), Haas, Crash

Fahrer-WM (nach 7 von 22 Rennen)

01. Verstappen 125 Punkte
02. Leclerc 116
03. Pérez 110
04. Russell 84
05. Sainz 83
06. Hamilton 50
07. Norris 48
08. Bottas 40
09. Ocon 30
10. Magnussen 15
11. Ricciardo 11
12. Tsunoda 11
13. Alonso 10
14. Gasly 6
15. Vettel 5
16. Albon 3
17. Stroll 2
18. Zhou 1
19. Schumacher 0
20. Nico Hülkenberg (D) 0
21. Latifi 0

Stand Konstrukteurs-Pokal

01. Red Bull Racing 235 Punkte
02. Ferrari 199
03. Mercedes 134
04. McLaren 59
05. Alfa Romeo 41
06. Alpine 40
07. AlphaTauri 17
08. Haas 15
09. Aston Martin 7
10. Williams 3

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