Lewis Hamilton: Sein grosser Frust im Monaco-GP

Von Mathias Brunner
Lewis Hamilton und Andrew Shovlin

Lewis Hamilton und Andrew Shovlin

Andrew Shovlin, leitender Ingenieur des Formel-1-Rennstalls von Mercedes-Benz, blickt auf den Grossen Preis von Monaco zurück. Er sagt, wieso das Rennen für Lewis Hamilton enttäuschend verlief.

Mercedes hat nicht das schnellste Auto in der Formel 1, aber das standfesteste: George Russell hat in Monaco die siebte Top-Fünf-Platzierung in Folge herausgefahren, Lewis Hamilton hat zum sechsten Mal in sieben WM-Läufen gepunktet. Allerdings wäre für den siebenfachen Formel-1-Champion Hamilton in diesem Rennen mehr drin gewesen, wie Andrew Shovlin in seiner Nachbetrachtung des Grand Prix sagt.

Der leitende Ingenieur des GP-Rennstalls von Mercedes erklärt: «Lewis war nach dem Rennen frustriert, und das liegt vorrangig am Verkehr. Fast den ganzen Grand Prix über steckte er hinter einem Gegner fest, mal war es Ocon, mal war es Alonso. Es gab nur wenig Runden, in welchen er beweisen konnte, welchen Speed er wirklich fahren konnte.»

«Das Tempo von Ferrari und Red Bull Racing können wir noch nicht mitgehen, aber bei freier Fahrt hätte er mit George und Lando Norris kämpfen können.»

Hamilton kollidierte im Laufe des GP-Klassikers gleich zwei Mal leicht mit der Alpine von Esteban Ocon, dabei wurde der Frontflügel am Silberpfeil beschädigt. Shovlin sagt: «Das hatte keine gravierenden Folgen. Gemäss unserer Daten kostete das ungefähr zwei Zehntelsekunden pro Runde.»

«Als das Rennen dann wegen des Unfalls von Schumacher unterbrochen werden musste, erhielten wir die Gelegenheit, den Flügel zu wechseln – Reparaturen von Unfallschäden sind bei einer solchen Gelegenheit erlaubt. Zum Glück war das die einzige Beschädigung an unseren Wagen am ganzen Wochenende. Das spricht für den tollen Job, den George und Lewis gemacht haben.»

Viele Fans haben sich gefragt: Wieso hat Lewis Hamilton im Rennen den Helm gewechselt? Shovlin sagt: «Als der Grand Prix begann, war das Licht schlecht und die Bahn nass. Da nimmt man als Fahrer ein klares Helmvisier, den dies gibt dir in der Gischt der Gegner die beste Sicht. Dann aber wurde es trocken, und die Sonne blinzelte zwischen den Wolken durch, also wollte Lewis gerne ein getöntes Visier haben, weil das mehr Kontrast bietet und die Augen schützt. Es war einfacher, den Helm zu wechseln als das Visier, also hat er während der Unterbrechung den Helm ausgetauscht.»

Monaco-GP, Monte Carlo

01. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, 2:01:27,409 h
02. Carlos Sainz (E), Ferrari, +1,154 sec
03. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +1,491
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +2,922
05. George Russell (GB), Mercedes, +11,968
06. Lando Norris (GB), McLaren, +12,231
07. Fernando Alonso (E), Alpine, +46,358
08. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +50,388
09. Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, +52,525
10. Sebastian Vettel (D), Aston Martin, +53,536
11. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +54,289
12. Esteban Ocon (F), Alpine, +55,644
13. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren, +57,635
14. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1:00,802 min
15. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +1 Runde
16. Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo, +1 Runde
17. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, +1 Runde
Out
Alex Albon (T), Williams, Handling
Kevin Magnussen (DK), Haas, Wasserdruck
Mick Schumacher (D), Haas, Crash

Fahrer-WM (nach 7 von 22 Rennen)

01. Verstappen 125 Punkte
02. Leclerc 116
03. Pérez 110
04. Russell 84
05. Sainz 83
06. Hamilton 50
07. Norris 48
08. Bottas 40
09. Ocon 30
10. Magnussen 15
11. Ricciardo 11
12. Tsunoda 11
13. Alonso 10
14. Gasly 6
15. Vettel 5
16. Albon 3
17. Stroll 2
18. Zhou 1
19. Schumacher 0
20. Nico Hülkenberg (D) 0
21. Latifi 0

Stand Konstrukteurs-Pokal

01. Red Bull Racing 235 Punkte
02. Ferrari 199
03. Mercedes 134
04. McLaren 59
05. Alfa Romeo 41
06. Alpine 40
07. AlphaTauri 17
08. Haas 15
09. Aston Martin 7
10. Williams 3

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