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Lewis Hamilton: Keine Strafe, starke Rückenschmerzen

Nach dem Abschlusstraining zum Grossen Preis von Aserbaidschan musste Rekord-Champion Lewis Hamilton zu den Rennkommissaren. Der Brite sagt, wieso er nie an eine Strafe glaubte.

Formel 1

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So schnell wird man als Idol zum Ärgernis. McLaren-Fahrer Lando Norris regte sich nach dem zweiten Quali-Segment in Baku über seinen Landsmann Lewis Hamilton auf. Lando fand, Hamilton sei vor ihm unnötig langsam auf der Bahn gefahren.

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Am Funk schimpfte Norris wie ein Rohrspatz, in den ersten Interviews nach dem Ausscheiden in Q2 gab sich Norris ein wenig diplomatischer: "Ich folgte Lewis, weil ich hoffte, dass er mir im letzten Teil der Runde einen schönen Windschatten spendieren würde. Aber dann hat er offenbar seinen Einsatzplan geändert, um wohl seine Reifen nachhaltiger aufzuwärmen. Jedenfalls stand ich auf einmal ohne Windschatten da."

Die Szene gefiel auch den Regelhütern nicht, die den 103-fachen GP-Sieger Lewis Hamilton zu sich baten, um sich zu erklären. Es wird gar nicht gerne gesehen, wenn Fahrer unnötig langsam auf der Bahn herumrollen, und Garry Connelly (Australien), Mika Salo (Finnland), Matteo Perini (Italien) sowie Danil Solomin (Aserbaidschan) wollten hören, was der Rekord-Champion dazu zu sagen hat.

Hamilton selber gab sich komplett gelassen: "Ich mach mir keine Sorgen. Erstens fuhr ich nicht auf der Rennlinie, sondern daneben. Und du musst einen gewissen Grund-Speed halten, und den hatte ich. Sofern ich nicht aus diesem so genannten Delta falle, kann ich meine Geschwindigkeit immer noch selber bestimmen."

Hatte das mit den Reifen zu tun? "Nein", so Hamilton. "Um ehrlich zu sein, habe ich einen Windschatten gesucht, weil wir auf den Geraden so langsam sind. Aber die Jungs hinter mir hatten keine Lust, mich zu überholen, und als mir das klar wurde, da gab ich wieder Gas und machte eben mein eigenes Ding. Ich weiss nicht, wieso die Anderen mich nicht überholt haben. Sie hatten dazu den Raum und die Zeit, aber sie haben es nicht getan."

"Für mich ist das schon interessant, denn in Spanien hatten wir Fahrer, welche dieses Delta komplett ignoriert haben und lächerlich langsam gefahren sind."

Die Rennkommissare schlossen sich der Argumentation von Hamilton an: keine Strafe.

Am Funk hat Lewis Hamilton das fortwährende Bouncing seines Autos, also diese Hüpfbewegung auf den Geraden, als "gefährlich" bezeichnet. In seiner Medienrunde vertieft der siebenfache Formel-1-Champion: "Es ist verrückt – in Barcelona hat sich der Wagen so manierlich benommen, und hier ist das Bouncing in voller Stärke zurück. Ich finde es unglaublich, dass wir das nicht in den Griff bekommen. Irgendwann wird das wirklich zum Sicherheitsproblem. Ich meine, wir fahren mit 290 Sachen durch Kurven, und der Wagen setzt wie irre auf. So etwas geht auf die Dauer einfach nicht."

Wie sieht Hamilton den kommenden Aserbaischan-GP? Lewis: "Am Freitag konnte ich meinen Dauerlauf nicht zu Ende fahren, so stark hat der Wagen immer wieder aufgesetzt. Mein Rücken war wirklich futsch. Ich habe jeden Abend Physio und Akapunktur, und ich hatte heute Morgen arge Schmerzen."

"Nun ist das Bouncing auf den Geraden nicht mehr so schlimm, aber ich habe wie gesagt die grösste Mühe, den Wagen von den Mauern weg zu halten. Das Aufsetzen führt auch dazu, dass wir auf den Geraden so langsam sind."

"Ich vermisse es, auf einer so glatten Strecke wie Barcelona zu fahren. Ich ging zu Valtteri Bottas und sagte – hüpft euer Auto auch so wie unseres? Und er meinte: ‘Nein.’ Ich dachte – wow, der hat es gut!"

"Aber es ist, was es ist, und wir müssen damit klarkommen. Ich war nach den Freitagtrainings bis ein Uhr dreissg in der Früh an der Strecke, um die ganzen Daten zu wälzen und dem Phänomen besser auf die Spur zu kommen. Ich war vor Baku zwei Tage lang im Simulator, um mehr über dieses Phänomen zu lernen. Ich gebe wirklich alles."

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Qualifikation, Baku

01. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:41,359 min

02. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, 1:41,641

03. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:41,706

04. Carlos Sainz (E), Ferrari, 1:41,814

05. George Russell (GB), Mercedes, 1:42,712

06. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, 1:42,845

07. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:42,924

08. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, 1:43,056

09. Sebastian Vettel (D), Aston Martin, 1:43,091

10. Fernando Alonso (E), Alpine, 1:43,173

11. Lando Norris (GB), McLaren, 1:43,398

12. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren, 1:43,574

13. Esteban Ocon (F), Alpine, 1:43,585

14. Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo, 1:43,790

15. Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, 1:44,444

16. Kevin Magnussen (DK), Haas, 1:44,643

17. Alex Albon (T), Williams, 1:44,719

18. Nicholas Latifi (CDN), Williams, 1:45,367

19. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:45,371

20. Mick Schumacher (D), Haas, 1:45,775

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75

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73

6

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McLaren Formula 1 Team

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