Damon Hill: «Das hat damals keinen interessiert»

Von Mathias Brunner
Damon Hill

Damon Hill

Formel-1-Weltmeister Damon Hill spricht über den Aufwärtstrend bei Mercedes-Benz und das Vorgehen des Autosport-Weltverbands FIA, wegen Bedenken punkto gesundheitlicher Schäden für die Fahrer.

Zwei heisse Themen des Kanada-GP-Wochenendes: Die Bestrebungen des Autosport-Weltverbands FIA, gegen das Hüpfen der Autos vorzugehen, und die ansteigende Form von Mercedes-Benz. Dazu hat sich auch Damon Hill (61) Gedanken gemacht.

Der Formel-1-Champion der Saison 1996 (mit Williams) sagt als GP-Experte der britischen Sky zu Mercedes: «Ich erkenne da einen Schimmer der Hoffnung. Okay, den Speed von Red Bull Racing und Ferrari können sie noch nicht konstant mitgehen, aber es gibt Phasen in den Rennen, da fahren die Silberpfeile Spitzenzeiten.»

«Mercedes hat viel Arbeit vor sich, um zu den beiden gegenwärtigen Top-Teams aufzuschliessen, aber ich bin sehr happy über den dritten Platz von Lewis Hamilton in Montreal. Er hat nach dem Verlust eines möglichen achten WM-Titels in einen sauren Apfel beissen müssen und dann gleich nochmals wegen des nicht konkurrenzfähigen Mercedes. Ich finde, er hat das alles in allem sehr sportlich ertragen.»

Zum Vorgehen der FIA meint der 22-fache GP-Sieger Damon Hill: «Es wird unterstellt, dass Mercedes Druck gemacht hat, weil ihr Auto stärker unter dem Phänomen des Bouncings leidet als jedes andere Formel-1-Fahrzeug. Aber es war nicht zu überhören, wie mehr und mehr Fahrer Bedenken geäussert haben, dass dieses ständige Hüpfen zu Schädigungen der Gesundheit führen könnten.»

«Es ist in anderen Sportarten nicht unüblich, umfassende Studien zu betreiben, ob die Athleten nicht mit Langzeitschäden rechnen müssen. Ich denke an Fussball oder Rugby. Niemand von uns will verletzte Sportler sehen, also nimmt die FIA diese Einwände sehr ernst.»

«Lewis nach nach dem Rennen in Baku gesagt, er habe alle Hände voll zu tun gehabt, um sein Auto den Mauern fernzuhalten. Da muss man ein wenig vorsichtig sein. Fahrer tendieren zu gewissen Übertreibungen, wenn sie eine Chance wittern, ihre Situation zu verbessern. Aber wenn die FIA nun Messungen vornimmt, dann werden wir hieb- und stichfest erfahren, wie fundiert solche Anliegen sind.»

«Es ist unklar, welche Langzeitfolgen Bouncing auf den Körper der Rennfahrer hat, auf die Wirbelsäule, den Nacken, vielleicht sogar das Gehirn. Ich kann nur sagen – als ich noch Rennen gefahren bin, hat das keinen interessiert.»

Kanada-GP, Montreal

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:36:21,757 h
02. Carlos Sainz (E), Ferrari, +0,993 sec
03. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +7,006
04. George Russell (GB), Mercedes, +12,313
05. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +15,168
06. Esteban Ocon (F), Alpine, +23,890
07. Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, +25,247
08. Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo, +26,952
09. Fernando Alonso (E), Alpine, +29,945
10. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +38,222
11. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren, +43,047
12. Sebastian Vettel (D), Aston Martin, +44,245
13. Alexander Albon (T), Williams, +44,893
14. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +45,183
15. Lando Norris (GB), McLaren, +52,145
16. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +59,978
17. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1:08,180 min
Out
Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, Crash
Mick Schumacher (D), Haas, Motor
Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, Getriebe

Fahrer-WM (nach 9 von 22 Rennen)

01. Verstappen 175 Punkte
02. Pérez 129
03. Leclerc 126
04. Russell 111
05. Sainz 102
06. Hamilton 77
07. Norris 50
08. Bottas 46
09. Ocon 39
10. Alonso 18
11. Gasly 16
12. Magnussen 15
13. Ricciardo 15
14. Vettel 13
15. Tsunoda 11
16. Zhou 5
17. Albon 3
18. Stroll 3
19. Schumacher 0
20. Nico Hülkenberg (D) 0
21. Latifi 0

Stand Konstrukteurs-Pokal

01. Red Bull Racing 304 Punkte
02. Ferrari 228
03. Mercedes 188
04. McLaren 65
05. Alpine 57
06. Alfa Romeo 51
07. AlphaTauri 27
08. Aston Martin 16
09. Haas 15
10. Williams 3

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