David Coulthard: Kein Verständnis für Fahrer-Klagen

Von Agnes Carlier
David Coulthard sagt über das Bouncing: «Im Grossen und Ganzen musst du als Fahrer einfach damit klarkommen»

David Coulthard sagt über das Bouncing: «Im Grossen und Ganzen musst du als Fahrer einfach damit klarkommen»

Der frühere GP-Pilot David Coulthard ist der Meinung, dass Fahrer, die sich über die neue Fahrzeuggeneration beschweren und Langzeitfolgen fürchten, ihr Formel-1-Cockpit räumen sollten.

Einige Formel-1-Piloten leiden in diesem Jahr besonders unter den hüpfenden GP-Autos, in denen sie durchgeschüttelt werden. So klagte etwa Carlos Sainz über die Gefahr von Langzeitfolgen der Schüttelpartie und die Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und George Russell bekundeten Probleme mit der Sicht sowie Rücken- und Nackenschmerzen.

Dafür zeigt GP-Veteran David Coulthard wenig Verständnis. Der Schotte erklärte im Rahmen eines Medien-Events der W Series, für die er als Botschafter unterwegs ist: «Ich kenne die Situation, in der das eigene Team einen besseren Job gemacht hat, und auch jene, in der es nicht so gut war, und dann nimmst du den Schmerz einfach hin.»

«Wenn sich ein Fahrer so unwohl fühlt und Langzeitfolgen befürchtet, dann sage ich, dass diese Piloten zurücktreten sollten. Es gibt eine ganze Reihe von jungen Rennfahrertalenten, die sehr gerne das Cockpit übernehmen würden, wenn sich einer so unwohl fühlt», fügt der 51-Jährige an. Und zu den möglichen Langzeitfolgen sagt er: «Wenn du ein Boxer bist, dann musst du auch akzeptieren, dass dir jemand ins Gesicht schlägt.»

Und Coulthard stellte klar: «Ich denke, wir müssen akzeptieren, dass es bei einigen Teams derzeit so ist, und es wird ja auch eine Weiterentwicklung geben. Aber im Grossen und Ganzen musst du als Fahrer einfach damit klarkommen.»

Die FIA reagierte vor dem Kanada-GP mit einer technischen Direktive, in der festgehalten wird, was die Teams zu tun haben, wenn die Schüttelpartie für die Fahrer zu heftig ausfällt. Zudem gab sie vor, dass die Rennställe ihre Unterböden mit einem zweiten Stützelement versehen dürfen, um dem Effekt des sogenannten Bouncing entgegenzuwirken.

Kanada-GP, Montreal

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:36:21,757 h
02. Carlos Sainz (E), Ferrari, +0,993 sec
03. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +7,006
04. George Russell (GB), Mercedes, +12,313
05. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +15,168
06. Esteban Ocon (F), Alpine, +23,890
07. Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, +25,247
08. Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo, +26,952
09. Fernando Alonso (E), Alpine, +29,945
10. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +38,222
11. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren, +43,047
12. Sebastian Vettel (D), Aston Martin, +44,245
13. Alexander Albon (T), Williams, +44,893
14. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +45,183
15. Lando Norris (GB), McLaren, +52,145
16. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +59,978
17. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1:08,180 min
Out
Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, Crash
Mick Schumacher (D), Haas, Motor
Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, Getriebe

Fahrer-WM (nach 9 von 22 Rennen)

01. Verstappen 175 Punkte
02. Pérez 129
03. Leclerc 126
04. Russell 111
05. Sainz 102
06. Hamilton 77
07. Norris 50
08. Bottas 46
09. Ocon 39
10. Alonso 18
11. Gasly 16
12. Magnussen 15
13. Ricciardo 15
14. Vettel 13
15. Tsunoda 11
16. Zhou 5
17. Albon 3
18. Stroll 3
19. Schumacher 0
20. Nico Hülkenberg (D) 0
21. Latifi 0

Stand Konstrukteurs-Pokal

01. Red Bull Racing 304 Punkte
02. Ferrari 228
03. Mercedes 188
04. McLaren 65
05. Alpine 57
06. Alfa Romeo 51
07. AlphaTauri 27
08. Aston Martin 16
09. Haas 15
10. Williams 3

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