Ralf Schumacher: «Bei Mercedes weiss man nie»

Von Mathias Brunner
Ralf Schumacher

Ralf Schumacher

Normalerweise arbeitet Ralf Schumacher (47) als GP-Experte der deutschen Sky, in Silverstone verstärkt der sechsfache GP-Sieger das Team von RTL. Der Deutsche spricht über die FIA und Mercedes.

Bei der Rückkehr in die «Wiege des Motorsports», wie die Briten ihr Silverstone zärtlich nennen, kommt es zu einem Wiedersehen: Ralf Schumacher ist in England nicht wie gewohnt als GP-Experte von Sky an der Arbeit, sondern für RTL.

Der 180-fache GP-Teilnehmer sagt: «Die Formel 1 und RTL verbindet eine grosse Tradition, und der Sender war bei meiner Karriere immer ganz nah dabei. Daher freue ich mich, in Silverstone ein Teil des Teams zu sein. Besonders freue ich mich dabei auf ein Wiedersehen mit Florian König, mit dem ich nun wieder live an der Strecke das Renngeschehen analysieren darf.»

Zum Herum-Eiern des Autosport-Weltverbands FIA in Sachen hüpfender Autos findet der sechsfache GP-Sieger Ralf Schumacher: «Ich halte es für sehr komplex, dass die FIA hier eingreift. Man muss erkennen, dass das Problem Bouncing kein rein aerodynamisches Problem darstellt, sondern durch die neuen Reifen sind die Fahrzeuge extrem hart geworden, es gibt fast gar keine konventionellen Federwege mehr. Das ist bei diesen Fahrzeugen echt ein Problem, da wüsste ich gar nicht, wie man das in der laufenden Saison ändern kann. Es scheint zudem ein politisches Thema zu werden. Ferrari und Red Bull Racing sind klar der Meinung, dass nur sie für das Fahrzeug und die Fahrer zuständig sind und das keine Sache der FIA ist. Wenn man das tatsächlich lösen will, braucht das dazu viel Geld und vor allem Zeit.»

Wie ordnet der WM-Vierte von 2001 und 2002 das Kräfteverhältnis ein? Ralf weiter: «Bei Mercedes weiss man nie, wie viel Bouncing sie in den Griff kriegen müssen, das bleibt abzuwarten. Ferrari und Red Bull Racing werden wahrscheinlich wieder sehr nah zusammen sein, und ich könnte mir vorstellen, dass Ferrari mit Leclerc und der richtigen Low-Downforce-Abstimmung sehr stark sein könnte. Allerdings haben sie gegenüber Red Bull Racing noch immer nicht die nötige Race-Pace. Ganz entscheidend werden in den nächsten Rennen die jeweiligen Updates sein.»

Erstes Training, Silverstone

01. Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, 1:42,249
02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:42,781
03. Carlos Sainz (E), Ferrari, 1:42,967
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:43,801
05. Mick Schumacher (D), Haas, 1:43,895
06. Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo, 1:46,171
07. Kevin Magnussen (DK), Haas, 1:48,161
08. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:51,243
09. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, 1:51,373
10. Sebastian Vettel (D), Aston Martin, 1:59,168
11. George Russell (GB), Mercedes, ohne Zeit
12. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, ohne Zeit
13. Esteban Ocon (F), Alpine, ohne Zeit
14. Fernando Alonso (E), Alpine, ohne Zeit
15. Alexander Albon (T), Williams, ohne Zeit
16. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren, ohne Zeit
17. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, ohne Zeit
18. Lando Norris (GB), McLaren, ohne Zeit
19. Nicholas Latifi (CDN), Williams, ohne Zeit
20. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, ohne Zeit

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