George Russell selbstkritisch: Zu lange bei Williams

Von Mathias Brunner
George Russell

George Russell

Mercedes-Junior George Russell war in den Nachwuchsklassen überaus erfolgreich, aber dann verbrachte er in der Formel 1 drei Jahre bei Williams. «Drei Jahre am Ende des Feldes, das war zu viel.»

Der Engländer George Russell strebte entschlossen der Königsklasse entgegen: Britischer Formel-4-Meister 2014, GP3-Meister 2017, Formel-2-Champion 2018.

Ab 2019 sass Russell im Formel-1-Rennwagen, aber es bestätigte sich – Lehrjahre sind keine Herrenjahre. WM-Rang 20 in der Saison 2019, WM-18. 2020 (samt eines ersten Einsatzes für Mercedes-Benz, als Lewis Hamilton in Sakhir wegen Corona nicht fahren konnte), WM-15. 2021.

Bei Mercedes zeigt Russell 2022, wieso er der Mann der Zukunft ist: Zehn Mal in elf Rennen unter den besten Fünf, drei Mal auf dem Siegerpodest, fünfter WM-Zwischenrang mit 128 Punkten und damit einen Platz vor Superstar Lewis Hamilton (109 Zähler).

George Russell fiel bei Williams nicht nur durch tollen Speed auf, sondern auch durch die Einstellung, sich in der Regel nicht zu beklagen. Im Podcast Beyond The Grid blickt er so zurück: «Als ich 2018 für Williams unterzeichnet habe, war dies der Rennstall, der ständig Podestränge einfuhr, der den Konstrukteurs-Pokal in den Jahren davor auf den Rängen 3, 3 und 5 abgeschlossen hatte, bevor 2018 ein wirklich schlechtes Jahr kam.»

«Aber ich war davon überzeugt, das sei ein Ausrutscher, die würden sich schon wieder fangen und dann erneut in der Region zwischen den Rängen 3 und 5 auftauchen. Von daher sah ein Dreijahresvertrag nicht so übel aus.»

«Rückblickend waren drei Jahre Hinterherfahren natürlich zu lange. Leider aber hatte Claire Williams beim Vertragsentwurf einen ziemlich guten Job gemacht, und es gab für mich keinen Weg aus dem Abkommen heraus.»

Es liegt in der Natur von George Russell, das Positive zu erkennen: «Vielleicht musste das alles so kommen, denn hätte ich 2021 oder 2020 gegen Lewis antreten müssen, in einem Auto, das Jahr für Jahr auf ihn zugeschnitten wurde – das wäre gewiss ein hartes Stück Arbeit geworden. Die Autos, das waren seine Babys.»

«Zu Beginn der GP-Saison 2022 haben wir eine andere Rennwagen-Generation eingeführt, das war für Teams und Fahrer ein Neuanfang, und von daher ist mein Timing bei Mercedes wohl das richtige.»

Österreich-GP, Red Bull Ring

01. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:24:24,312 h
02. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +1,532 sec
03. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +41,217
04. George Russell (GB), Mercedes, +58,972
05. Esteban Ocon (F), Alpine, +68,436
06. Mick Schumacher (D), Haas, +1 Runde
07. Lando Norris (GB), McLaren, +1 Runde
08. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1 Runde
09. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren, +1 Runde
10. Fernando Alonso (E), Alpine, +1 Runde
11. Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, +1 Runde
12. Alexander Albon (T), Williams, +1 Runde
13. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1 Runde
14. Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo, +1 Runde
15. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +1 Runde
16. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, +1 Runde
17. Sebastian Vettel (D), Aston Martin, +Runde
Out
Carlos Sainz (E), Ferrari, Motorschaden
Nicholas Latifi (CDN), Williams, Unterboden beschädigt
Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, Kollisionsschäden

Fahrer-WM (nach 11 von 22 Rennen)

01. Verstappen 208 Punkte
02. Leclerc 170
03. Pérez 151
04. Sainz 133
05. Russell 128
06. Hamilton 109
07. Norris 64
08. Ocon 52
09. Bottas 46
10. Alonso 29
11. Magnussen 22
12. Ricciardo 17
13. Gasly 16
14. Vettel 15
15. Schumacher 12
16. Tsunoda 11
17. Zhou 5
18. Albon 3
19. Stroll 3
20. Latifi 0
21. Nico Hülkenberg (D) 0

Stand Konstrukteurs-Pokal

01. Red Bull Racing 359 Punkte
02. Ferrari 303
03. Mercedes 237
04. McLaren 81
05. Alpine 81
06. Alfa Romeo 51
08. Haas 34
08. AlphaTauri 27
09. Aston Martin 18
10. Williams 3

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